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Der Bedeutungswandel der Christlichen Topographie im 9. Jahrhundert
von der kosmologischen Debatte zur ikonophilen Legitimation
Sarah Plank
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Byzantinistik und Neogräzistik
Betreuer*in
Christophe Erismann
DOI
10.25365/thesis.69763
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11121.66870.422959-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Mit dem offiziellen Ende des Byzantinischen Bilderstreits beginnt eine Blütezeit der illuminierten Handschriftenproduktion. Der Khludov Psalter (Moskau, Hist. mus. Cod. 129), die Sacra Parallela (Par. gr. 923) und der Psalter Pantokrator 61 (Athos, Pantokrator 61) sind berühmt für ihre ikonophilen Inhalte in Wort und Bild. Ebenfalls in diesen Zeitraum fällt die Herstellung des prächtigen Codex Vat. gr. 699, der eine Kopie der im 6. Jahrhundert verfassten Christlichen Topographie (CT) beinhaltet. Der Verfasser war Kosmas Indikopleustes, der mit seiner Abhandlung das Ziel verfolgte, den Aufbau des Kosmos zu beschreiben und darzustellen. Mit der Annahme, die Welt wäre das Abbild des alttestamentarischen Bundeszelts, stand er keineswegs alleine da, sondern ganz in der Tradition der antiochenischen Schule. Die Gelehrtenwelt der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts, in der die CT kopiert wurde, setzt sich jedoch weniger mit Fragestellungen der Kosmologie auseinander, sondern verteidigt vornehmlich die Ikonophilie, um ein nochmaliges Aufflammen des Bilderstreits zu verhindern. Es stellt sich nun die Frage, weshalb man zu diesem Zeitpunkt ein kosmologisches Werk kopiert. Die Hypothese dieser Masterarbeit lautet, dass die CT aufgrund ihrer christologischen Auseinandersetzung mit Bild und Abbild und damit der Legitimation der Herstellung von heiligen Ikonen reproduziert wurde. Dieses Argument der Christologie war nicht nur hinsichtlich kosmologischer Fragen interessant, sondern bildet einen Grundpfeiler der byzantinischen Bilderverteidigung. Hinzu kommen die Argumente der Tradition und des Antijudaismus, die die CT ebenfalls bedient. Der Codex Vat. gr. 699 zählt also zur Gruppe der oben genannten Codices, allerdings propagiert er die Ikonophile nicht dermaßen aggressiv, sondern überzeugt mithilfe christologischer Argumentation.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Ikonoklasmus Ikonophilie 9. Jahrhundert Christliche Topographie
Autor*innen
Sarah Plank
Haupttitel (Deutsch)
Der Bedeutungswandel der Christlichen Topographie im 9. Jahrhundert
Hauptuntertitel (Deutsch)
von der kosmologischen Debatte zur ikonophilen Legitimation
Publikationsjahr
2021
Umfangsangabe
126 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Christophe Erismann
Klassifikation
15 Geschichte > 15.29 Byzantinisches Reich
AC Nummer
AC16252935
Utheses ID
59370
Studienkennzahl
UA | 066 | 869 | |
