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Differential guidance of attention shapes infants’ neural perception processes in situations of joint attention
Lorca Marcela Victoria Catalan
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Stefanie Höhl
DOI
10.25365/thesis.69788
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11125.04036.967133-9
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Entwicklung der Aufmerksamkeitsprozesse von Säuglingen wird schon früh im Leben stark von sozialen Interaktionen und der Aufmerksamkeitslenkung durch ihre Interaktionspartner beeinflusst. Während es viele verhaltensbezogene Forschungsergebnisse zur Aufmerksamkeitsverarbeitung von Kleinkind gibt, bestehen weiterhin offene Fragen zur neuronalen Dynamik der kindlichen Aufmerksamkeit in Situationen von Aufmerksamkeitslenkung, welche durch soziale Interaktion geprägt sind. Um diese Fragen zu adressieren, untersucht die aktuelle Studie die neuronalen Prozesse der kindlichen Aufmerksamkeitsverteilung, die durch sozial vermittelte, perzeptuelle Präferenzstile beeinflusst wird, welche die Aufmerksamkeit des Kleinkindes auf spezifische Elemente innerhalb einer visuellen Szene lenken. Dafür wurden acht Kleinkinder (11-13 Monate) mittels Flackerbild-Aufgabe in einem Prä-Post-Design, mit dazwischen liegender Interaktionsphase untersucht. Diese beinhaltete eine Situation der gemeinsamen Aufmerksamkeit (engl. joint attention) und ostensive Hinweise, mittels welchen die Aufmerksamkeit des Kleinkindes entweder auf den Hintergrund oder das Objekt gelenkt wurde.
Um die Aufmerksamkeitsverteilung von Kleinkindern auf bestimmte Elemente einer visuellen Szene zu erfassen, wurden Steady-State visuell evozierte Potentiale (SSVEPs) bei Kleinkindern ausgelöst und mit dem EEG erfasst, wobei die dargestellten Elemente mit zwei separaten Frequenzen markiert wurden (engl. frequency tagging).
Die Ergebnisse zeigen, dass die kindlichen Aufmerksamkeitsprozesse, wenn sie nicht sozial beeinflusst und gelenkt wurden, keine Wahrnehmungspräferenz für weder das Objekt noch für den Hintergrund in einer visuellen Szene in ihrer Aufmerksamkeitsverteilung aufweisen. Entgegen den Erwartungen änderte sich die visuelle Verarbeitung der jeweiligen Elemente allerdings auch dann nicht signifikant, wenn ein präferenzierender Wahrnehmungsstil (Objekt Präferenz/ Hintergrund Präferenz) in der Interaktionsphase vermittelt wurde. Implikationen dieser Ergebnisse und Limitationen der vorliegenden Studie werden diskutiert. Insgesamt weist die vorliegende Studie auf wichtige Aspekte für die Untersuchung der Aufmerksamkeitsverteilung von Kleinkindern hin und diskutiert die Eignung von Frequency Tagging als Maß für die Erfassung der Aufmerksamkeitsverteilung bei Kleinkindern. Die Studie trägt damit zu einem besseren Verständnis der zugrundeliegenden neuronalen Prozesse der kindlichen Aufmerksamkeit während sozialer Interaktionen bei und liefert mögliche zukünftige Richtungen und Fragestellungen für die Forschung zur neuronalen Dynamik der kindlichen Aufmerksamkeitsverarbeitung im Kontext sozialer Interaktion.
Abstract
(Englisch)
From early infancy, the development of infants’ attentional processes is strongly influenced by social interactions and the attentional guidance through their interactional partners. While there is many behavioral evidence on infants’ attention processing in current state of research, gaps remain in addressing the neural dynamics of infants’ attention processes in situations of attentional guidance, shaped by social interactions. To address these questions, the current study examines infants’ neural dynamics of infants’ attention distribution altered by socially conveyed preferential styles which guide infant’s attention to specific elements within a visual scene. Therefore, eight infants’ (11-13 month) were assessed with a flickering image task in a pre-post design with an interaction phase in-between, involving joint attention and ostensive cues which directed attention to either background or object. In order to capture infants’ attentional distribution to specific elements of a visual scene, steady-state visually evoked potentials (SSVEPs) were elicited in infants and captured with EEG and depicted elements were tagged with two separate frequencies (frequency tagging). Results revealed that, infants did not show any perceptual preferences style for neither object or background when attention has not been socially influenced and guided towards depicted elements within the visual scene. However, against the expectations, infants’ visual processing of the respective elements in the visual scene (object/ background) also did not significantly change due to conveyed preferential perception styles during interaction phase. Implication of these results and limitations of the present study are discussed. All things considered, the present study points to important aspects for the investigation of infants’ attention distribution during social interaction and addresses the suitability of frequency tagging as a method to capture infants visual processing of attention allocation. The study contributes to a better and more conclusive understanding of the underlying neural processes of infants’ attention during social interactions and provides possible future directions and questions for research on the neural dynamics of infant attentional processing in the context of social interaction.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
infants social interaction attention joint attention ostensive cues context-sensitivity
Schlagwörter
(Deutsch)
Säuglinge soziale Interaktion Aufmerksamkeit geteilte Aufmerksamkeit ostensive Cues Kontextsensitivität
Autor*innen
Lorca Marcela Victoria Catalan
Haupttitel (Englisch)
Differential guidance of attention shapes infants’ neural perception processes in situations of joint attention
Publikationsjahr
2021
Umfangsangabe
56 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Stefanie Höhl
AC Nummer
AC16328631
Utheses ID
59422
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
