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Das Konzept der Multiparteilichkeit nach Kadrić unter besonderer Berücksichtigung des diplomatischen und gerichtlichen Dolmetschens
Pascalle Pisa
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für Translationswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Translation Deutsch Englisch
Betreuer*in
Mira Kadrić-Scheiber
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.69857
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11131.55663.954359-7
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Der Ausgangspunkt dieser Arbeit ist die Widersprüchlichkeit des ethischen Begriffs der Unparteilichkeit: GerichtsdolmetscherInnen werden zur Einhaltung dieser verpflichtet, obwohl Erkenntnisse der Dolmetschwissenschaft belegen, dass eine Umsetzung dieses Postulats in der translatorischen Praxis nicht umsetzbar ist. Ausgehend von dieser Problematik soll in dieser Arbeit das ethische Konzept der Multiparteilichkeit als Alternativkonzept zur Unparteilichkeit für das Gerichtsdolmetschen präsentiert werden. Voraussetzung für die Etablierung der Multiparteilichkeit im Gerichtsdolmetschen ist jedoch eine Aufarbeitung des Begriffs und davon ausgehend eine Kategorisierung konkreter Strategien und Vorgehensweisen, in denen sich die Umsetzung multiparteiischen Handelns niederschlägt. Da für das Gerichtsdolmetschen zum jetzigen Zeitpunkt weder eine Aufarbeitung des Begriffs noch eine Kategorisierung der multiparteiischen Handlungen vorgenommen wurde, ist das Ziel dieser Arbeit diese Forschungslücke zu schließen. Hierfür erfolgt zum einen eine theoretische Aufarbeitung der Multiparteilichkeit für das Gerichtsdolmetschens bevor zur Beantwortung der Forschungsfrage nach der Anwendung der Multiparteilichkeit nach Kadrić von als GerichtsdolmetscherInnen tätigen AbsolventInnen des Universitätslehrganges „Dolmetschen für Gerichte und Behörden“ die theoretische und praktische Forschungstätigkeit durchgeführt wird. Im Rahmen dieser wird die Kategorisierung der Multiparteilichkeit für das politische und diplomatische Dolmetschen nach Kadrić und Zanocco (2018) herangezogen und auf das Gerichtsdolmetschen angewendet. Die daraus resultierende vorläufige Kategorisierung der multiparteiischen Handlungen bei Gericht wurde anschließend mittels Durchführung von Interviews mit AbsolventInnen des ULG auf deren tatsächliche Anwendung in der Praxis überprüft. Im Ergebnis kann so eine erste exemplarische Kategorisierung der Multiparteilichkeit für das Gerichtsdolmetschen anhand des Beispiels der interviewten DolmetscherInnen erstellt werden.
Abstract
(Englisch)
The starting point of this thesis is the inconsistency within the ethical notion of impartiality. Court interpreters must comply to this concept while research in the field of interpreting studies has shown that interpreters can never be truly impartial: Thus, the concept of impartiality has proven to be inadequate to describe the ethical conduct of court interpreters. Therefore, this thesis aims to present the ethical concept of multipartiality as an alternative concept to the notion of impartiality in the field of court interpreting. A prerequisite for establishing the concept of multipartiality in court interpreting, however, is a characterisation of the notion itself and a categorisation of the applied strategies and approaches resulting from an implementation of multipartiality by interpreters. For the field of court interpreting, neither a characterisation of multipartiality nor a categorisation of the interpreting strategies comprised within this notion have been elaborated. Therefore, this thesis aims to close this research gap. In order to do so, a theoretical characterisation of the notion of multipartiality in court interpreting is elaborated before the theoretical and practical research is carried out in order to examine how court interpreters that graduated from the postgraduate curriculum “Dolmetschen für Gerichte und Behörden” (interpreting for court and authorities) apply the ethical notion of multipartiality by Kadrić. The research entails an application of the categorisation of multipartiality for political and diplomatic interpreting by Kadrić und Zanocco (2018) to court interpreting. The resulting provisional categorisation of multipartial strategies and approaches for court interpreting will then be re-examined by interviews carried out with graduates of the mentioned curriculum, to find out whether it is applied in the practice of court interpreting. As a result, a first exemplary categorisation of the multipartiality of court interpreters, based on the example of the interviewed interpreters, can be generated.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
multipartiality court interpreting
Schlagwörter
(Deutsch)
Multiparteilichkeit Gerichtsdolmetschen ULG Dolmetschen für Gerichte und Behörden
Autor*innen
Pascalle Pisa
Haupttitel (Deutsch)
Das Konzept der Multiparteilichkeit nach Kadrić unter besonderer Berücksichtigung des diplomatischen und gerichtlichen Dolmetschens
Publikationsjahr
2021
Umfangsangabe
117 Seiten, 86 ungezählte Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Mira Kadrić-Scheiber
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.45 Übersetzungswissenschaft
AC Nummer
AC16446767
Utheses ID
59503
Studienkennzahl
UA | 070 | 331 | 342 |
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