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Religion in der afrikanischen Diaspora in Moskau
Martina Anissa Strommer
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Katholisch-Theologische Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Religionswissenschaft
Betreuer*in
Hans Gerald Hödl
DOI
10.25365/thesis.69949
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11142.90853.159991-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterarbeit beruht auf einer qualitativen Studie zur Bedeutung von Religion für Menschen afrikanischer Herkunft, die in Russland leben, und möchte einen Beitrag zur Dokumentation religiöser Vielfalt in Moskau einerseits und in der afrikanischen Diaspora andererseits leisten.
Mittels Fragebogen, ExpertInneninterviews und teilnehmender Beobachtung wurden erstens die subjektive Bedeutung von Religion, zweitens die Rolle von Religion beim Verhandeln der eigenen Identität und bei der Schaffung von Netzwerken und drittens die Ressourcen der Glaubensgemeinschaften sowie die Einbindung der Mitglieder erhoben. Die Antworten der mehrheitlich christlichen, männlichen Gewährspersonen deuten darauf hin, dass Religion für AfrikanerInnen einen hohen Stellenwert einnimmt und wichtig für die Herausbildung der eigenen (ethnischen) Identität ist. Die sozialen Netzwerke innerhalb von religiösen Gemeinden sind deutlich größer als in vergleichbaren Studien, und ethnische und politische Grenzen scheinen dabei eine untergeordnete Rolle zu spielen. Die Hälfte der befragten AfrikanerInnen hat in ihrer jeweiligen Gemeinde eine besondere Aufgabe inne (52 %), und eine vergleichbare Anzahl gab an, entweder materielle oder immaterielle Unterstützung von der Gemeinschaft zu erhalten (49,3 %).
In einem eigenen Kapitel werden die im Rahmen der Feldforschung aufgesuchten Sakralbauten in Moskaus religiöser Landschaft verortet und eine Typologisierung vorgeschlagen. Eine zweite Befragungswelle sollte den Stellenwert von Religion für die Bewältigung von Krisen (Coping-Strategie) erheben, aufgrund der geringen Rücklaufquote können allerdings nach einer qualitativen Diskussion der Ergebnisse keine repräsentativen Rückschlüsse auf die Grundgesamtheit getroffen werden. Die Arbeit schließt mit einem Exkurs über die Darstellung von Religion in Autobiografien von Menschen afrikanischer Herkunft, die in der Sowjetunion gelebt hatten. Das letzte Kapitel enthält eine Zusammenfassung sowie einen Ausblick auf mögliche zukünftige Forschungsprojekte.
Abstract
(Englisch)
This Master’s thesis is based on a qualitative study on the significance of religion for People of African Descent residing in Russia and wants to contribute to documenting religious diversity in Moscow, and in the African diaspora in general.
Using a survey, expert interviews, and participant observation, (1) the subjective significance of religion, (2) the role of religion for negotiating one’s identity and forming networks, and (3) the resources provided by the communities and the degree of activity of their members were scrutinized. The answers given by the mostly male Christian informants indicate that religion plays an important role for Africans residing in Moscow and that it is important for negotiating their (ethnic) identities. The social networks within the religious communities were much larger than what previous studies had indicated, and ethnic and/or political boundaries seemed to be less significant for network formation. About half of the informants have special tasks in their respective communities (52 %), and a similar number receives either material or immaterial support from their communities (49.3 %).
A chapter was dedicated to locating the religious venues visited during the field research within Moscow’s religious landscape and to proposing a typology of sacred buildings. A second part of the study aimed at analyzing the meaning of religion as a coping strategy, however, due to a quite low number of respondents, no representative conclusions could be drawn beyond a qualitative discussion of the results. The thesis is concluded by an overview of how religion was represented in autobiographies written by Africans who had lived in the Soviet Union. The final chapter contains a summary and an outlook on possible research in the future.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Africa diaspora Moscow Russia religion coping
Schlagwörter
(Deutsch)
Afrika Diaspora Moskau Russland Religion Coping
Autor*innen
Martina Anissa Strommer
Haupttitel (Deutsch)
Religion in der afrikanischen Diaspora in Moskau
Publikationsjahr
2021
Umfangsangabe
100 Seiten : Illustrationen, Diagramme, Karten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Hans Gerald Hödl
Klassifikation
11 Theologie > 11.05 Religionssoziologie
AC Nummer
AC16263599
Utheses ID
59658
Studienkennzahl
UA | 066 | 800 | |
