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Interkulturelle Bildung oder von der Notwendigkeit der Fremdheit
Katharina Brugger
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Reinhold Stipsits
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.6624
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29652.78879.213565-7
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die hier vorliegende Diplomarbeit wurde am Institut für Bildungswissenschaft verfasst und ist dem Studienschwerpunkt Sozialpädagogik zuzurechnen. „Welche Bedeutung hat Fremdheit für interkulturelle Bildung?“ – so lautet die Forschungsfrage, der hier nachgegangen wurde. Die hier verfolgte Argumentation wendet sich gegen ein unreflektiertes Einfordern eines immer besseren Verstehens des Fremden. Demgegenüber wird die Notwendigkeit von Fremdheit für eine interkulturelle Bildung herausgearbeitet. Anstatt davon auszugehen, dass Fremdes durch Verstehen in Eigenes integriert werden könnte oder sollte zeigt sich im Zuge der Argumentation, dass Fremdes als solches jeglichen Bemächtigungsversuchen erhaben ist. Andernfalls wäre Fremdes nicht das was es ist – fremd. Könnte Fremdes dagegen in die eigenen Denkstrukturen eingefügt werden, wäre es am Ende doch wieder ein Eigenes. In dieser Diplomarbeit wird folglich für eine Anerkennung des Fremden plädiert, wobei diese mehr bedeutet als bloße Toleranz. Anerkennung bedeutet hier, verschiedene Normalitäten zu achten und sich von der Vorstellung des Eigenen als einzig gangbaren Weg zu verabschieden. Ohne Fremdheit wäre nach der hier verfolgten Argumentation keine interkulturelle Bildung möglich. Denn will diese mehr sein als bloß pädagogische Inszenierung im Zuge so genannter interkultureller Trainings oder Workshops, braucht es den Anreiz und Anspruch eines Fremden, welcher Antworten und nicht bloß Beantwortungen provoziert. Antworten auf den Anspruch des Fremden wurde in dieser Arbeit als ein möglicher Weg dargelegt mit Fremdem umzugehen, ohne sich dessen durch ein Immer- besser- verstehen- Wollen zu bemächtigen. Indem der fremde Anspruch bisherige eigene Strukturen und Denkschemata übersteigt, liegt es an jedem Einzelnen die Herausforderung des Antwortens auf den fremden Anspruch anzunehmen und auf diese Weise neue Wege des Denkens über Eigenes und Fremdes, über das jeweilige Welt- und Selbstverhältnis zu beschreiten.
Abstract
(Englisch)
The diploma project at hand was written at the Institute of Pedagogy and ranks to social pedagogy - the major field of study. “What is the impact of foreignness with regard to intercultural education?” – this is the basic research question, which I dealt with. The line of argument speaks against the perpetual postulation of mutual comprehension. In contrast of better understanding, the need of strangeness in respect of intercultural education is discussed. Instead of trying to assimilate the strange to ones own normality, the strange should be acknowledged as the strange. It is not possible to seize the strange – because it is spaced out. Would it be possible to incorporate the strange in ones own familiar reasoning, it would after all not be strange. The discussed acknowledgement of the strange implies more than tolerance. It means to respect that each and every got his own path trough life and that the own way is just one of many. The strangeness – so the line of reasoning – is indispensable in view of intercultural education. If intercultural education should be more than just pedagogical staging within so called intercultural trainings or workshops, the stimulus of the strange is essential. It is the appeal of the strange, which calls for responses and not just for prefigured answers. Responding to the stimulation of the strange could be one way to deal with without seizing it. Exceeding usual structures, it is on one’s own to reply to the strange stimulus and to evolve a different view of the own and the strange.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
intercultural education culture interculturality strangeness pedagogy social pedagogy Waldenfels
Schlagwörter
(Deutsch)
Interkulturelle Bildung Kultur Interkulturalität Fremdheit Eigenes Fremdes Anspruch des Fremden Pädagogik Sozialpädagogik Waldenfels
Autor*innen
Katharina Brugger
Haupttitel (Deutsch)
Interkulturelle Bildung oder von der Notwendigkeit der Fremdheit
Paralleltitel (Englisch)
Intercultural education or The need of strangeness
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
102 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Reinhold Stipsits
Klassifikation
79 Sozialpädagogik, Sozialarbeit > 79.60 Bildungsarbeit: Allgemeines
AC Nummer
AC07894797
Utheses ID
5969
Studienkennzahl
UA | 297 | | |
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