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Stress response to food and social deprivation
Fiona Cornelia Filomena Eslami Tehrani
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Giorgia Silani
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.69995
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11149.47002.720261-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Wenn sich Menschen und Tiere in einem Zustand des Mangels befinden, wie zum Beispiel einem Nahrungsentzug oder sozialer Isolierung, wird eine homöostatische Antwort getriggert, die sich auf physiologische Funktionen und Verhaltensweisen auswirkt. Lange Phasen der Entbehrung können zu chronischem Ungleichgewicht und Stress führen, welche wiederum mit negativen Auswirkungen auf unsere physische und psychische Gesundheit einhergehen. Obwohl es viel Forschung bezüglich der ernstzunehmenden Konsequenzen chronischer Einsamkeit gibt, sind die zugrundeliegenden homöostatischen Mechanismen bisher unbekannt und die Zusammenhänge mit der Stressreaktanz nicht geklärt. Um die unmittelbare Reaktion auf kurze Phasen des Fastens und der sozialen Isolation zu untersuchen und zu vergleichen, haben wir das subjektive Stressempfinden, die Kortisol Werte, Veränderungen des Affekts und das Verlangen nach dem entbehrten Bedürfnis (Nahrung; sozialer Kontakt) bei 30 Teilnehmerinnen (N = 30) in drei experimentellen Bedingungen (Fasten, soziale Isolation, Neutral) untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass eine Periode des Fastens und der sozialen Isolation (8h) zu einem erhöhten Verlangen nach dem entbehrten Bedürfnis geführt hat. Es konnten weder signifikante Veränderungen bei den Kortisol Werten noch bei dem subjektiven Stressempfinden festgestellt werden. Die experimentelle Bedingung des Fastens hat zu signifikant schlechterer Stimmung, erhöhter Unruhe und niedrigerem Energieniveau geführt, sie hatte allerdings keine Auswirkung auf die Emotion Wut. Überraschenderweise führte die Bedingung der sozialen Isolation nicht zu emotionalen Veränderungen—lediglich das Energieniveau wurde negativ beeinflusst. Zusammengefasst implizieren diese Ergebnisse, dass ein Zustand der Deprivation homöostatische Veränderungen hervorruft, die einen Einfluss auf unser Verhalten haben. Obwohl die Ergebnisse der Stresserhebungen nicht signifikant waren, brauchen wir in Zukunft vielfältigere Methoden der Stresserfassung, um die psychopathologischen Beeinträchtigungen, die durch chronische Einsamkeit entstehen besser zu verstehen.
Abstract
(Englisch)
When humans and animals are deprived of their basic needs, such as nutritional supplies or social connections, a homeostatic response is triggered, which impacts physiological functioning and behaviors. Long-term states of deprivation can lead to chronic imbalances and stress, which further result in detrimental physiological and psychological health implications. Although research has shown that there are severe consequences of loneliness, the underlying mechanisms of homeostatic regulation and altered stress reactivity in humans are not yet understood. To investigate the immediate response to a short-term state of social deprivation and food deprivation our study compared the perceived level of stress, the cortisol levels, the affective changes, as well as the desire for the deprived need (food; social contact) of 30 participants (N = 30) in three experimental conditions (social isolation, fasting, neutral). Results showed that a mandated period of fasting and social isolation (8h) led to a significant increase in the desire for the deprived need. We did not find any significant effects on the level of salivary cortisol and no differences in the perceived level of stress. The fasting condition led to significantly worse mood, higher levels of agitation, and lower energetic arousal as expected, but no change in anger. Surprisingly, we did not find significant changes in mood and the levels of agitation in the social isolation condition—only the energetic arousal was negatively affected. Overall, the results implicate that states of deprivation lead to homeostatic changes that impact our behavior. Although the results on the stress levels were not significant, further investigations with more diverse stress measurements are needed to gain a better understanding of psychopathological impairments due to chronic states of loneliness.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
homeostasis deprivation stress hunger social isolation emotions
Schlagwörter
(Deutsch)
Homöostase Deprivation Stress Hunger soziale Isolation Emotionen
Autor*innen
Fiona Cornelia Filomena Eslami Tehrani
Haupttitel (Englisch)
Stress response to food and social deprivation
Paralleltitel (Deutsch)
Die Stressantwort durch Fasten und soziale Isolation
Publikationsjahr
2021
Umfangsangabe
67 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Giorgia Silani
Klassifikationen
77 Psychologie > 77.05 Experimentelle Psychologie ,
77 Psychologie > 77.30 Allgemeine Psychologie: Allgemeines ,
77 Psychologie > 77.46 Emotion ,
77 Psychologie > 77.57 Erwachsenenpsychologie ,
77 Psychologie > 77.70 Klinische Psychologie
AC Nummer
AC16331546
Utheses ID
59736
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1