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Flucht und Shoah – biografisches Arbeiten und historisches Lernen im Geschichtsunterricht mithilfe eines lebensgeschichtlichen Video-Interviews
Ingrid Reitinger
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) UF Englisch UF Geschichte, Sozialkunde und Politische Bildung
Betreuer*in
Sonja Danner
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.70063
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11157.02801.953559-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Während sich antisemitisch motivierte Übergriffe in Österreich in den letzten Jahren gehäuft haben, wird die Generation Überlebender, die noch aus erster Hand über die Zeit des NS-Regimes berichten können, bald ausgestorben sein. ZeitzeugInnengespräche sind jedoch in den letzten Jahrzenten zu einem festen Bestandteil der schwierigen, aber wichtigen Vermittlung der Shoah an Schulen, spezieller im Geschichtsunterricht geworden. Eine Alternative zu ZeitzeugInnengesprächen könnten videografierte Interviews mit Überlebenden darstellen. In dieser Masterarbeit wird daher ergründet, wie diese Quellenart zielführend im Geschichtsunterricht eingesetzt werden und historisches Lernen fördern kann. Während im ersten theoretischen Teil vorwiegend das Feld der Holocaust Education und die Quellenart der Video-Interviews diskutiert wird, widmet sich der zweite praktische Teil einem konkreten Video-Interview mit einer Zeitzeugin aus Wien, Frau Gertraud Fletzberger, welche als Kind aufgrund des jüdischen Hintergrunds ihres Vaters mithilfe eines Kindertransports nach Schweden fliehen konnte. Dass der Fokus im praktischen Teil auf dem Thema „Flucht und Shoah“ liegt, entstammt dem Anspruch im Geschichtsunterricht einen Gegenwartsbezug zwischen dem historischen Thema der Shoah und der Lebenswelt der SchülerInnen herzustellen. Das Thema Flucht umgibt uns heute überall und viele SchülerInnen in Österreich bringen selbst einen Fluchthintergrund mit. Auf Basis des Video-Interviews mit Frau Fletzberger findet sich abschließend ein Unterrichtskonzept für eine Projektarbeit im Geschichtsunterricht mit dem Titel „Flucht und Shoah“. Mit dem Ziel historisches Lernen und biografisches Arbeiten zu verknüpfen, wird darin zum einen das Video-Interview mit Frau Fletzberger intensiv von den SchülerInnen bearbeitet und zum anderen ein prozessorientiertes Portfolio und ein Video-Interview mit KlassenkameradInnen als Lernprodukte erstellt. Neben dem Anspruch historisches Lernen zu fördern, sollen SchülerInnen, mit denen das vorgestellte Projekt durchgeführt wird, am Ende der Unterrichtseinheiten ein Bewusstsein und besseres Verständnis für das gegenwärtige Phänomen von Flucht verknüpft mit dem Thema Shoah haben und Empathie für von Flucht Betroffene entwickelt haben.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Flucht Shoah Holocaust Video-Interview Überlebende Geschichtsunterricht Geschichtsdidaktik Sekundarstufe 1 Historisches Lernen Biografisches Arbeiten
Autor*innen
Ingrid Reitinger
Haupttitel (Deutsch)
Flucht und Shoah – biografisches Arbeiten und historisches Lernen im Geschichtsunterricht mithilfe eines lebensgeschichtlichen Video-Interviews
Publikationsjahr
2021
Umfangsangabe
118 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Sonja Danner
Klassifikation
15 Geschichte > 15.08 Sozialgeschichte
AC Nummer
AC16456409
Utheses ID
59844
Studienkennzahl
UA | 199 | 507 | 511 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1