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Democracy or epistocracy?
epistemic issues surrounding voting
Christoph Jesenko
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Philosophie
Betreuer*in
Angela Kallhoff
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.70199
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11178.24286.918770-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Neuere politische Entwicklungen in westlichen Demokratien, darunter das Erstarken populistischer oder autoritärer Bewegungen und das Brexit-Referendum, haben zu demokratiekritischen Gegenreaktionen geführt. Diese Reaktionen entstammen zu einem großen Teil aus der Vorstellung, dass die durchschnittlichen Wähler nicht kompetent genug wären, um ihnen politische Entscheidungen zu überlassen. Verteidiger der Epistokratie, wie etwa Jason Brennan, argumentieren, dass das Wahlrecht entweder nur den politisch Gebildeten zukommen oder zumindest zu deren Gunsten gewichtet werden sollte. Die sogenannten epistemischen Demokraten treten gegen solche Positionen auf und plädieren für die ‚Weisheit der Vielen‘ und betonen die epistemischen Vorteile der Demokratie. Ziel dieser Arbeit ist es, gegen die revitalisierten epistokratischen Positionen in der gegenwertigen politischen Philosophie zu argumentieren, und die epistemischen Vorteile demokratischer Entscheidungen hervorzuheben. Ich werde zunächst einen kurzen Über-blick historischer Ideen über die epistemische Dimension der Demokratie geben. An-schließend werde ich argumentieren, dass es unüberwindbare Hindernisse für epistokratische Systeme gibt. Schlussendlich werde ich verschiedene instrumentelle Argumente für die epistemischen Vorteile der Demokratie vergleichen; hierbei werde ich insbesondere auf das Condorcet-Jury-Theorem als das plausibelste davon eingehen. Zudem werde ich verschiedene Problematiken im Zusammenhang mit Wahlen analysieren und Lösungsvorschläge von deliberativen und epistemischen Demokraten behandeln. Dabei werde ich mich sowohl mit klassischen Proponenten der deliberativen Demokratie als auch mit der neuen Generation von epistemischen Demokraten wie Hélène Landemore, Robert Goodin und Kai Spiekermann auseinandersetzen.
Abstract
(Englisch)
Recent political developments in Western democracies, such as the rise of populism and Brexit, as well as the move of several of those democracies towards authoritarianism, have resulted in a backlash against the idea of democracy itself. This backlash originates to a large degree from those who perceive themselves to be more educated and thus more fit to govern, based on arguments about the competence of average voters and the stability of democratic systems. Proponents of epistocracy, such as Jason Brennan, argue that the solution to many of those problems is to restrict voting to a select few or to give those who are more educated a larger impact on elections. On the other hand, so-called epistemic democrats draw on what might be called the wisdom of the crowds and emphasize the epistemic benefits of democracy. My aim is to argue against the revitalized epistocratic positions in political philosophy, and to give an account of the epistemic benefits of democratic decision-making. I will begin by giving a brief overview of historical ideas surrounding the epistemic dimension of democracy. Following this, I am going to argue that there are insurmountable objections against any epistocratic system. Finally, I am going to present several instrumental arguments for epistemic democracy, ultimately settling on the Jury Theorem as the most plausible and widely applicable argument. I will also look at existing epistemic issues surrounding the voting process and ways in which the ideas of deliberative and epistemic democrats might improve it. I will draw on both the classical proponents of deliberative democracy as well as on the works of the new generation of epistemic democrats like Hélène Landemore, Robert Goodin and Kai Spiekermann.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
democracy epistocracy epistemic democracy voting Condorcet Jury Theorem deliberative democracy
Schlagwörter
(Deutsch)
Demokratie Epistokratie Epistemische Demokratie Wahlen Condorcet-Jury-Theorem Deliberative Demokratie
Autor*innen
Christoph Jesenko
Haupttitel (Englisch)
Democracy or epistocracy?
Hauptuntertitel (Englisch)
epistemic issues surrounding voting
Paralleltitel (Deutsch)
Demokratie oder Epistokratie?
Paralleluntertitel (Deutsch)
epistemische Fragen im Zusammenhang mit Wahlen
Publikationsjahr
2021
Umfangsangabe
76 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Angela Kallhoff
Klassifikationen
08 Philosophie > 08.32 Erkenntnistheorie ,
08 Philosophie > 08.45 Politische Philosophie
AC Nummer
AC16464514
Utheses ID
60128
Studienkennzahl
UA | 066 | 941 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1