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Similarities and differences between the EU preventive restructuring framework directive and the restructuring insolvency proceeding in Colombia
Maria Camila Valdes Jaramillo
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Postgraduate Center
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Universitätslehrgang Europäisches u. Intern. Wirtschaftsrecht (LL.M.) [Vollzeit]
Betreuer*in
Peter Fischer
DOI
10.25365/thesis.70222
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11180.50113.130066-4
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Entwicklung der weltweiten Pandemie, die durch COVID-19 verursacht wurde, hat ein breites Interesse an der Entwicklung weiterer Instrumente zur Unterstützung von Unterneh- men in finanzieller Notlage geweckt; wie gezeigt werden soll, ist dieses Interesse jedoch nicht neu. Weltweit gibt es in den Rechtssystemen Bestimmungen über insolvenzrechtliche Verfahren, die eingeleitet werden können, um die wirtschaftlichen Verhältnisse eines Schuldners in finanzieller Notlage zu lösen. Reorganisations- und Liquidationsverfahren sind meistens in diesen formalen Insolvenzverfahren enthalten, jedoch gibt es ein wach- sendes Interesse der Regulatoren und Gesetzgeber an einer anderen Art von Lösungen, die auf die Effektivität der Unternehmenssanierung abzielen.
Dieser Beitrag konzentriert sich auf die Analyse von zwei Insolvenzrahmen, zum einen die Richtlinie 2019/1023 der Europäischen Union über präventive Restrukturierungsrahmen (PRF) und zum anderen die kolumbianische Insolvenzverordnung (CIR), die sich fast ausschließlich auf Reorganisationsverfahren konzentriert.
Ziel beider Regelungen ist es, Schuldnern in finanziellen Schwierigkeiten frühzeitig die Fortführung des Unternehmens zu ermöglichen, jedoch hat jede ihren eigenen Ansatz und ihre eigenen Voraussetzungen. Auf der einen Seite sieht die EU-Richtlinie ein flexibleres Verfahren vor, das Schuldnern und Gläubigern Instrumente zur Verfügung stellt, um eine Einigung zu erzielen und Verbindlichkeiten umzustrukturieren; auf der anderen Seite stellt die kolumbianische Gesetzgebung ein finanzielles Gleichgewicht des Unternehmens sicher, indem sie eine automatische Aussetzung einzelner Vollstreckungsmaßnahmen einführt und so gleiche Bedingungen schafft, unter denen beide, Schuldner und Gläubiger, aufgerufen sind, zu verhandeln, um eine Einigung zu erzielen.
Durch die Analyse der Merkmale beider Rahmenwerke und die Betrachtung der berichteten Wirksamkeit des CIR anhand von Daten, die von offiziellen Behörden zur Verfügung gestellt wurden, zielt dieser Beitrag darauf ab, festzustellen, welche Instrumente oder Werkzeuge nützlich wären, um das CIR im Hinblick auf das Ziel effektiver zu gestalten, Schuldner in finanziellen Schwierigkeiten in einem frühen Stadium in die Lage zu verset- zen, ihre Schulden zu sanieren und ihr Geschäft weiterzuführen.
Abstract
(Englisch)
The development of the world-wide pandemic caused by COVID-19 has generated wide interest in developing more tools available to help financially distressed businesses; how- ever, as it is going to be shown, the interest is not new. Among the globe, legal systems contain provisions regarding proceedings under insolvency law and governed by it which can be initiated to solve the economic circumstances of a debtor in financial distress. Re- organization and liquidation proceedings are most of the times included in these formal insolvency proceedings, however, there has been growing interest among regulators and legislators in providing another kind of solutions, aiming for effectiveness of businesses’ recovery.
This paper focuses on the analysis of two insolvency frameworks, on one hand, the Euro- pean Union Directive 2019/1023 on preventive restructuring frameworks (PRF), and on the other hand, the Colombian Insolvency Regulation, focusing almost exclusively on reorgan- ization proceedings.
The goal of both regulations is to enable debtors in financial difficulties at an early stage to continue business, however each has its own approach and requisites. On one hand, the EU Directive establishes a more flexible procedure, providing tools to debtors and creditors which are seeking reach an agreement and restructure liabilities; on the other hand, the Colombian legislation ensures a financial equilibrium of the enterprise by establishing an automatic stay on of individual enforcement actions, creating a level playing field in which both, debtor and creditors, are called to negotiate in order to reach an agreement.
By analyzing the characteristics of both frameworks and considering the reported efficacy of the CIR by data provided by official authorities, this paper aims to establish which in- struments or tools would be useful in order to make the CIR more effective towards the goal of enabling debtors in financial difficulties at an early stage to reorganize their debts and pursue their business.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Preventive restructuring framework Directive (EU) 2019/1023 restructuring insolvency prospective insolvency reorganization in insolvency proceedings in Colombia insolvency law financial distress bankruptcy
Schlagwörter
(Deutsch)
Präventive Restrukturierungsrahmen Richtlinie (EU) 2019/1023 Restrukturierung Insolvenz voraussichtliche Insolvenz Sanierung im Insolvenzverfahren in Kolumbien Insolvenzrecht finanzielle Notlage Insolvenz
Autor*innen
Maria Camila Valdes Jaramillo
Haupttitel (Englisch)
Similarities and differences between the EU preventive restructuring framework directive and the restructuring insolvency proceeding in Colombia
Paralleltitel (Deutsch)
Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen der EU-Rahmenrichtlinie zur präventiven Restrukturierung und dem Restrukturierungsinsolvenzverfahren in Kolumbien
Publikationsjahr
2021
Umfangsangabe
72 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Peter Fischer
AC Nummer
AC16465886
Utheses ID
60164
Studienkennzahl
UA | 992 | 548 | |
