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Die österreichische Varietät des Deutschen und ihre Rolle im DaF/DaZ-Unterricht
Martina Bohrn
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Deutsch als Fremd- und Zweitsprache
Betreuer*in
Hannes Schweiger
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.70244
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11185.91664.397523-9
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die österreichische Varietät wird nach wie vor oftmals nicht als den anderen Hauptvarietäten des Deutschen (die bundesdeutsche und schweizerische Varietät) gleichwertige Standardvarietät der deutschen Sprache wahrgenommen. Eine Handvoll Studien belegen die Tatsache, dass, vor allem die Lehre an Auslandsuniversitäten bzw. -Instituten betreffend, die österr. Varietät immer noch häufig als „inoffiziell“, „sprachlich bzw. grammatikalisch inkorrekt" oder „nonstandardsprachlich“ gilt und dementsprechend selten im Deutschunterricht oder generell an Germanistik-Instituten behandelt wird. Zusätzlich belegt eine der wenigen (aktuellen) Arbeiten zu diesem Thema im schulischen Kontext (DaM/“Deutsch als Muttersprache“) sowie Vergleichsstudie der vorliegenden Arbeit, nämlich jene des Sprachwissenschaftlers DE CILLIA und der Sprachwissenschaftlerin RANSMAYR (2019), Ähnliches: Die österreichische Varietät wird in den seltensten Fällen ausreichend behandelt und wenn, dann eher als Umgangssprache oder Dialekt, anstelle ihrer Rolle als Standardsprache bzw. Standardvarietät des Deutschen. Aufgrund der Gegebenheit, dass es ebenso nur wenige Studien darüber gibt, inwieweit das österreichische Deutsch im Bereich „Deutsch als Fremd- und Zweitsprache“ (DaF/DaZ) bzw. innerhalb der Erwachsenenbildung in den Unterricht eingebunden und berücksichtigt wird, ist das vorrangige Ziel der vorliegenden Arbeit, dies zu beantworten, aber auch danach zu fragen, welche Einstellungen, subjektiven Sprachwahrnehmungen, Sprachloyalitäten gegenüber der eigenen Varietät und sprachbiographischen Hintergründe Einfluss darauf haben. So konnte mithilfe qualitativer Forschungsmethoden herausgefunden werden, dass, obwohl eine grundsätzlich weit verbreitete Bereitschaft, mit der österr. Varietät als Standardsprache im Unterricht zu arbeiten und ein allgemeines Interesse bei den, im Rahmen von Leitfadeninterviews befragten DaF/DaZ-Lehrenden gegenüber dem österreichischen Deutsch besteht, dennoch massive Probleme und Unsicherheiten bei der praktischen Umsetzung vorhanden sind. Dadurch wird das österr. Deutsch zwar bereits sehr wohl, von manchen Lehrenden mehr, von anderen weniger, berücksichtigt und unterrichtet, jedoch nicht in vollem Maße bzw. das gegebene Potenzial nicht voll ausschöpfend. Darunter fallen einerseits Hindernisse seitens der Lehrpersonen selbst, wie etwa unzureichendes Fachwissen hinsichtlich sprachlicher Normen und eine, im Laufe der empirischen Untersuchung festgestellte, oftmals verminderte Sprachloyalität gegenüber dem österr. Deutsch. Dem hinzuzufügen sind außerdem externe Erschwernisse, wie zum Beispiel das mehrheitliche Existieren und Verwenden von bundesdeutschen Lehrwerken, aber auch zusätzlichen Unterrichtsmaterialien, welche sich in erster Linie auf die bundesdeutsche Varietät stützen und die österreichische somit entweder komplett ausklammern oder zumindest vernachlässigen. Darüber hinaus kam die Studie zu dem Ergebnis, dass die beiden untersuchten Standardvarietäten der deutschen Sprache, also das österr. Deutsch und das Bundesdeutsche, subjektiv sehr unterschiedlich von den befragten österreichischen, aber auch von den bundesdeutschen Lehrkräften wahrgenommen werden. Die Untersuchung kam abschließend zum Resultat, dass zuerst und primär die Lehrpläne der Lehrer- und Lehrerinnenausbildung hinsichtlich sowohl der Präsenz als auch der Relevanz der österr. Varietät, aber auch die immer noch vorrangig bundesdeutschen Lehrwerke überarbeitet werden bzw. sich ändern müssen, sodass, in letzter Instanz, auch die (bereits bestehenden) Bemühungen und Handlungen der Lehrenden selbst in dieser Hinsicht Erfolge zeigen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
DaF DaZ österreichische Varietät Plurizentrik
Autor*innen
Martina Bohrn
Haupttitel (Deutsch)
Die österreichische Varietät des Deutschen und ihre Rolle im DaF/DaZ-Unterricht
Publikationsjahr
2021
Umfangsangabe
192 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Hannes Schweiger
Klassifikationen
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.10 Wissenschaft und Gesellschaft ,
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.16 Wissenschaftliche und kulturelle Zusammenarbeit
AC Nummer
AC16466555
Utheses ID
60217
Studienkennzahl
UA | 066 | 814 | |
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