Detailansicht
Kohäsion beim Simultandolmetschen
eine Fallstudie anhand der Amtseinführungsrede von Donald Trump
Isadora Micheline Cornu
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für Translationswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Translation Französisch Deutsch
Betreuer*in
Franz Pöchhacker
DOI
10.25365/thesis.70246
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11186.04354.949071-6
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der Dolmetschprozesse auf die Kohäsion der Zieltexte. Als Beispiel wird hierfür die Amtseinführungsrede von Donald Trump untersucht und deren Dolmetschungen ins Französische für France 24 und ins Deutsche für den ORF. Nach einer Erläuterung der Begriffe Simultandolmetschen und des Mediendolmetschens als dessen Sonderform wird der Begriff Kohäsion erläutert. Kohäsion kann mithilfe unterschiedlicher Mittel erzeugt werden, unter anderem Pro-Formen (Reference), Substitution und Ellipse, Konjunktionen und Intonation. Kohäsion wird nicht nur auf linguistischer Ebene beschrieben, sondern auch in der politischen Sprache, beim Simultandolmetschen und beim Mediendolmetschen.
In der Beschreibung von Ansatz und Methode wird auch auf die Eigenheiten aller Texte eingegangen. Noch vor Beginn der Analyse werden Hintergrundinformationen zu Donald Trump, seinem Wahlkampf, seinem Sprachgebrauch und seiner Rhetorik gegeben ebenso wie Informationen zum Ablauf von Amtseinführungsreden in den Vereinigten Staaten.
Die Analyse der Amtseinführungsrede wird nach Kohäsionsmitteln unterteilt. So können diese und die Änderungen, die während der Dolmetschprozesse stattgefunden haben, besser untersucht werden. Auch die Analyse der Dolmetschungen findet nach dem gleichen Muster statt. Die aus dem Dolmetschprozess resultierenden Kohäsionsverschiebungen, Hinzufügungen und Auslassungen werden ebenfalls untersucht.
Es konnte festgestellt werden, dass die französische Dolmetschung kaum Kohäsionsverschiebungen aufzeigt, während in der österreichischen Dolmetschung diese zahlreicher zu finden sind. Dies lag unter anderem daran, dass beiden Sprachen große syntaktische Unterschiede aufweisen. Daher werden die gleichen Ideen unterschiedlich ausgedrückt, was auch einen Einfluss auf die lexikalische Kohäsion hat, vor allem bei Kollokationen. Aus diesen sprachlichen Unterschieden ließen sich auch Kohäsionsverschiebungen feststellen, welche unvermeidbar mit dem Dolmetschprozess verbunden sind.
In der Diskussion wird gezeigt, dass die Ergebnisse dieser Arbeit in Bezug auf die Explizitheit im Einklang mit den Ergebnissen von Shlesinger (1995) und Umgeher (2013) sind; beide Dolmetschungen waren expliziter als der Ausgangstext.
Abstract
(Englisch)
This paper analyses the influence of interpreting processes on the cohesion of target texts. Donald Trump’s inaugural speech and its simultaneous interpretations into French (for France 24) and into German (for the ORF) were analysed for this purpose. The terms simultaneous interpreting and media interpreting, as a special form, are explained, and the concept of cohesion is described. Cohesion can be created using different tools, such as reference, substitution and ellipsis, conjunctions and intonation. Cohesion is described not only on the linguistic level but also in the context of political speech, simultaneous interpreting and media interpreting.
In presenting the research method and approach, the characteristics of each text are described. Before the analysis, background information about Donald Trump, his presidential campaign, his use of speech and rhetoric is provided, as well as information about inauguration ceremonies in the United States.
The analysis of the inaugural speech is structured by types of cohesion. This allows for an easier analysis of the shifts that took place during the interpreting processes. The analysis of the interpretations follows the same structure. The shifts of cohesion, additions and omissions that took place during the interpreting process are analysed.
The analysis shows that the French interpretation contains few shifts of cohesion compared to the German interpretation which contains more shifts of cohesion. This can be linked to the fact that English and German use different grammatical structures. That is why the same ideas are expressed using different linguistic means, which also has an influence on lexical cohesion, and on collocations in particular. Based on the linguistic differences it was also possible to notice shifts of cohesion which are inevitable in an interpreting process.
The discussion shows that the results of this paper with regard to explicitation are in accordance with the results of Shlesinger (1995) and Umgeher (2013); both translations were more explicit that the source text.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Kohäsion Mediendolmetschen
Autor*innen
Isadora Micheline Cornu
Haupttitel (Deutsch)
Kohäsion beim Simultandolmetschen
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Fallstudie anhand der Amtseinführungsrede von Donald Trump
Publikationsjahr
2021
Umfangsangabe
122, XXXIV Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Franz Pöchhacker
Klassifikationen
> 5.12 Kommunikationsprozesse ,
> 7.69 Sprachwissenschaft: Sonstiges
AC Nummer
AC16466575
Utheses ID
60219
Studienkennzahl
UA | 070 | 345 | 331 |
