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The governance of mass migration influx
lessons from Austria on legal tools and restraints in times of crisis
Julia Kienast
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Rechtswissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Doktoratsstudium Rechtswissenschaften
Betreuer*in
Franz Merli
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11187.96206.302232-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Seit der Krise 2015 sind irreguläre Migration und Fälle von Massenmigration ein zentrales politisches und gesellschaftliches Thema in Österreich, Europa und weltweit geworden. Tatsächlich fordert das Phänomen der Massenmigration die Staaten aber bereits seit der Erfindung von Grenzen und des Konzepts Asyl heraus. Angesichts der jüngsten politischen Entwicklungen und des globalen ökologischen Klimas wird es ein Thema sein, das uns auch in Zukunft begleiten wird. Jedoch hat die letzte Migrationskrise in Europa drastisch vor Augen geführt, dass den verantwortlichen Institutionen und Regierungen noch immer die adäquaten rechtlichen Instrumente fehlen, um mit solchen Situationen umzugehen und dabei die Standards des Flüchtlingsrechts und der Grundrechte zu wahren. Die Ex-post-Krisenbewertung ist ein wichtiger Prozess etablierter Krisenbewältigungsstrategien und solche Studien sind in akademischen Bereichen, wie den Wirtschafts- oder Sozialwissenschaften, üblich. In den Rechtswissenschaften ist diese Art der Analyse seltener. Da viele der auftretenden Fragen bei der Bewältigung der Massenmigration rechtliche Fragen betreffen, scheint es dennoch notwendig, diese Art von Beitrag zur Bewertung der Managementprozesse 2015 zu leisten. Österreich, als stark betroffener Mitgliedstaat der Europäischen Union, stellt dabei ein vielversprechendes Studienziel dar mit potenziellen Erkenntnissen über die nationalen Grenzen hinaus. Die vorliegende Studie stellt daher zunächst den Kontext, die Begriffe und Definitionen von Massenmigrationskrisen dar und analysiert diese Begriffe weiter, um die Zuständigkeiten im österreichischen föderalen System sowie in der Europäischen Union abzugrenzen, die anwendbaren Rechtsnormen und deren Ausnahmen sowie die budgetären Möglichkeiten zur Beschaffung außerordentlicher Mittel aufzuzeigen. Diese rechtsdogmatische Analyse wird in den breiteren Kontext bestehender Erkenntnisse aus den Wirtschafts-, Politik- und Sozialwissenschaften eingebettet und berücksichtigt dabei etablierte Theorien zu Governance und Krisenmanagement. Ausgehend von diesen Prämissen werden im letzten Teil zwei Beispiele für Instrumente der Massenmigration vorgestellt, die in Österreich als Reaktion auf den Massenzustrom 2015 eingeführt wurden.
Abstract
(Englisch)
Since the 2015 Crisis, irregular migration and instances of mass migration have become a central political and societal issue in Austria, Europe and globally. Truthfully, mass influx has been challenging states since the invention of borders and the notion of refuge. In view of the recent developments in politics and the global ecological climate, it will be an issue that will accompany us further into the future. Yet, the recent Migration Crisis in Europe has drastically shown that the responsible institutions and governments still lack the adequate legal instruments to deal with such situations, while upholding the standards of refugee law and fundamental rights. Ex-post crisis evaluation is an important process of established crisis management strategies and such studies are common in academic fields, such as economics or social sciences. In legal studies, this kind of analysis is rare. As many of the occurring questions in the management of mass migration concern legal questions, however, it seems necessary to provide this sort of input to the assessment of the management processes during the mass migration events of 2015. Austria, as a vastly affected Member State of the European Union, constitutes a promising study objective holding potential insights beyond the national borders. Hence, this study first sets out the context, terms and definitions of mass migration crises and further analyses these terms to delimitate competences in the Austrian federal system as well as in the European Union, to point out the applicable legal standards and exceptions thereof, and to clarify the budgetary possibilities to acquire extraordinary resources. This legal dogmatic analysis is bedded into the broader context of existing knowledge from economics, political and social sciences, taking into account established theories on governance and crisis management. Based on these premises, the last part introduces two examples of mass migration tools introduced in Austria as a response to the 2015 mass influx.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Crisis migration asylum flight emergency danger security order disaster accommodation transit zones upper limit border closure
Schlagwörter
(Deutsch)
Krise Migration Asyl Flucht Notstand Gefahr Sicherheit Ordnung Katastrophe Unterbringung Transitzonen Obergrenze Grenzschließung
Autor*innen
Julia Kienast
Haupttitel (Englisch)
The governance of mass migration influx
Hauptuntertitel (Englisch)
lessons from Austria on legal tools and restraints in times of crisis
Paralleltitel (Deutsch)
Die Steuerung von Massenmigration
Paralleluntertitel (Deutsch)
Lehren aus Österreich zu rechtlichen Instrumenten und Beschränkungen in Krisenzeiten
Publikationsjahr
2021
Umfangsangabe
xvi, 320 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*innen
Ewald Wiederin ,
Lamiss Khakzadeh
Klassifikationen
86 Recht > 86.05 Rechtssoziologie, Rechtspsychologie ,
86 Recht > 86.43 Öffentliches Recht: Allgemeines ,
86 Recht > 86.44 Staatsrecht, Verfassungsrecht: Allgemeines ,
86 Recht > 86.45 Grundrechte ,
86 Recht > 86.53 Ausländerrecht, Asylrecht ,
86 Recht > 86.84 Völkerrecht: Allgemeines ,
86 Recht > 86.85 Menschenrechte ,
86 Recht > 86.86 Europarecht: Allgemeines ,
89 Politologie > 89.56 Politische Kommunikation
AC Nummer
AC16467299
Utheses ID
60248
Studienkennzahl
UA | 783 | 101 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1