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Populist attitudes among the electorate
causes and consequences
Johann Gründl
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Doktoratsstudium Sozialwissenschaften (Dissertationsgebiet: Politikwissenschaft)
Betreuer*innen
Sylvia Kritzinger ,
Heiko Giebler
DOI
10.25365/thesis.76451
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-24023.81401.129568-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Der weltweite Aufstieg von Populist*innen hat starkes Interesse an den Ursachen und Folgen von Populismus hervorgerufen. Doch erst seit kurzem beschäftigt sich die Politikwissenschaft auch mit populistischen Überzeugungen bei Wähler*innen. Meine Dissertation trägt zu diesem wachsenden Forschungsfeld bei. Die leitenden Fragen lauten: Was verursacht populistische Einstellungen unter Bürger*innen und wie beeinflussen sie politisches Handeln und Denken?
Diese kumulative Dissertation besteht aus vier Papieren, die dem ideellen Ansatz zu Populismus folgen. Populismus wird darin über einige wenige Ideen definiert: Volkszentrismus, Anti-Elitismus, die Forderung nach uneingeschränkter Volkssouveränität und eine manichäische Sichtweise auf die Politik. In meinem ersten Artikel untersuche ich eine mögliche Quelle für populistische Überzeugungen – populistische Kommunikation in sozialen Medien. Das Paper leistet einen methodologischen Beitrag, indem es eine wörterbuchbasierte Messung populistischer Botschaften in Texten entwickelt. In Beitrag zwei untersuche ich die Rolle von populistischen Überzeugungen beim Entstehen von Wut auf die Politik. Das dritte Paper beschäftigt sich mit der Rolle individueller psychologischer Unterschiede für die Entwicklung populistischer und rechtsradikaler Überzeugungen und für die Unterstützung rechtspopulistischer Parteien. Der vierte Beitrag befasst sich mit populistischen Überzeugungen und ihrer Bedeutung für die Wahlentscheidung im Vergleich zu anderen relevanten sozioökonomischen und themenbasierten Erklärungen.
Methodisch nutzten die vier quantitativen Papiere unterschiedliche Datenquellen – vor allem Umfragen aus der Österreichischen Nationalen Wahlstudie und Social-Media-Inhalte von österreichischen, deutschen und Schweizer Parteien. Bei der Datenanalyse wurden verschiedene Verfahren eingesetzt: von der automatisierten Inhaltsanalyse über multivariate Regressionsmodelle bis hin zu komplexeren Strukturgleichungsmodellen und Panel-Analysen.
Diese Dissertation hat eine Stärke des ideellen Ansatzes unterstrichen: seine Vielseitigkeit. Die gleiche Definition wird für Parteien, populistische Kommunikation und populistische Überzeugungen in der Wähler*innenschaft herangezogen. Obwohl populistische Botschaften von einigen Parteien auf Social Media stark verbreitet werden, hat sich kein klarer Zusammenhang zwischen dem Konsum dieser Botschaften und populistischen Überzeugungen gezeigt. Psychologische Unterschiede im Bedürfnis, Unsicherheit zu vermeiden, wiesen einen ambivalenten Zusammenhang mit populistischen Einstellungen auf. Bei der Wahl von populistischen Parteien spielen entsprechende Überzeugungen eine Rolle; wichtiger waren aber noch Themen wie Immigration. Populistische Einstellungen sind jedoch entscheidend dafür, wie verärgert Bürger*innen über die Politik sind. Darüber könnten sie auch eine wesentliche Rolle bei der Mobilisierung von Wähler*innen spielen.
Abstract
(Englisch)
The global rise of populists has sparked interest in the causes and consequences of populism. However, only recently, political science also has begun to address populist beliefs among regular citizens. My dissertation contributes to this emerging strand of research. The guiding questions are: What determines populist attitudes among citizens, and how do they affect political behavior and sentiments?
This paper-based thesis consists of four research papers that follow the ideational approach toward populism. Thus, populism is defined as a minimal set of ideas: people centrism, anti-elitism, a demand for unrestricted popular sovereignty, and a Manichean view of politics. In my first article, I studied a likely source for populist beliefs—populist communication on social media. The paper made a methodological contribution by developing a dictionary-based measurement of populist messages in text. In paper two, I studied the role of populist beliefs in developing angry feelings toward politics. The third paper focused on the role of individual psychological differences for developing populist attitudes, radical right beliefs, and then also supporting populist right-wing parties. My fourth paper dealt with populist beliefs and their role for party support vis-a-vis other important socioeconomic and issue-based explanations.
Methodologically, the papers used different data sources—foremost survey data from the Austrian National Election Study and social media content by Austrian, German, and Swiss parties. In analyzing the data, various quantitative techniques were employed: from automated content analysis, over multi-variate regression models, to more complex structural equation modeling and panel analysis.
With this dissertation, I underline a strength of the ideational approach: its versatility. The same minimal set of ideas informs the classification of parties, the measurement of populist communication, and populist beliefs among the electorate. Although certain parties heavily rely on populist messages on social media, the reception of such content was not clearly linked to populist attitudes. Psychological differences in the need to avoid uncertainty had an ambiguous relationship with populist attitudes. Nevertheless, such beliefs play some role in voting for populists, although immigration issues appeared more consequential. Finally, populist attitudes are crucial in evoking anger about politics among citizens and could, therefore, play an essential role in mobilizing voters.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
populism populist attitudes populist communication social media automated content analysis political psychology emotions uncertainty avoidance populist radical right electoral behavior
Schlagwörter
(Deutsch)
Populismus Populistische Einstellungen Populistische Kommunikation Social Media Automatisierte Inhaltsanalyse Politische Psychologie Emotionen Unsicherheitsvermeidung Rechtspopulismus Wahlverhalten
Autor*innen
Johann Gründl
Haupttitel (Englisch)
Populist attitudes among the electorate
Hauptuntertitel (Englisch)
causes and consequences
Paralleltitel (Deutsch)
Populistische Einstellungen in der Wähler*innenschaft : Ursachen und Folgen
Publikationsjahr
2021
Umfangsangabe
xiii, 279 Seiten : Illustrationen, Diagramme
Sprache
Englisch
Beurteiler*innen
Reinhard Heinisch ,
Levente Littvay
AC Nummer
AC16311658
Utheses ID
60282
Studienkennzahl
UA | 796 | 310 | 300 |
