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The same justice for all?
approaches to land rights in the South African transitional justice process
Salomé Persyn
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Postgraduate Center
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Universitätslehrgang Human Rights
Betreuer*in
Vedran Dzihic
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.70314
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11200.14715.474393-0
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Mehr als 27 Jahre nach dem Ende der Apartheid in Südafrika sind Landfragen und allgemeine Fragen der sozioökonomischen Gerechtigkeit nach wie vor umstritten und werden kontrovers diskutiert, wie die kontroversen Debatten um den Entwurf des Enteignungsgesetzes und die geplante Änderung von Abschnitt 25 der Verfassung von 1996 zeigen. Das Fortbestehen sozioökonomischer Ungleichheiten lange nach Abschluss der Arbeit der Wahrheits- und Versöhnungskommission hat mehrere Autor*innen dazu veranlasst, den südafrikanischen Prozess der Übergangsjustiz als "unvollendet" zu bezeichnen. In der vorliegenden Masterarbeit wird untersucht, inwieweit die Ansätze zu Landrechten von verschiedenen Akteur*innen unterschiedliche normative Vorstellungen von Gerechtigkeit im südafrikanischen Übergangsjustizprozess widerspiegeln. Die Arbeit beginnt mit einer kritischen Einführung in das Feld der Übergangsjustiz und stellt fest, wie die Theorie und Praxis der Übergangsjustiz wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte marginalisiert hat. Anschließend werden verschiedene theoretische Modelle erörtert, die die unterschiedlichen normativen Gerechtigkeitsvorstellungen, die in Prozessen der Übergangsjustiz vertreten werden, umreißen. Anhand von sechs halbstrukturierten qualitativen Interviews, die von Mai bis Juli 2021 durchgeführt wurden, liefert die Arbeit Erkenntnisse zu Landfragen, Übergangsjustiz und dem Begriff der Gerechtigkeit im Allgemeinen. Dies führt zu der Feststellung, dass die Akteur*innen vielfältige normative Vorstellungen von Gerechtigkeit haben, die nebeneinander bestehen, miteinander konkurrieren und sich manchmal widersprechen. Diese Auffassungen variieren nicht nur zwischen den Akteur*innen, sondern auch im Laufe der Zeit. Insgesamt ist diese Masterarbeit eine Aufforderung, akademische und praxisorientierte Verständnisse von "Gerechtigkeit" zu diversifizieren und zu erweitern, sodass Übergangsjustiz über Zeit und Kulturen hinweg relevant bleiben kann.
Abstract
(Englisch)
More than 27 years after the end of the apartheid in South Africa, land issues and overall questions of socioeconomic justice remain disputed and debated, as evidenced by the passionate and controversial debates around the Draft Expropriation Bill and planned amendment of Section 25 of the 1996 Constitution. The persistence of socioeconomic inequalities long after the work of the Truth and Reconciliation Commission ended has led several authors to describe the South African transitional justice process as ‘unfinished’. The present Master thesis aims at investigating how approaches to land rights by various stakeholders mirror different normative conceptions of justice in the South African transitional justice process. The thesis first starts by critically introducing the field of transitional justice and notes how mainstream transitional justice theory and practice has marginalised economic, social and cultural rights. It then discusses various theoretical models which outline the different normative conceptions of justice represented in transitional justice processes. Using six semi-structured qualitative interviews conducted from May to July 2021, the thesis generates insights pertaining to land issues, transitional justice, and the notion of justice in general. These findings lead to affirm that stakeholders hold multifaceted normative conceptions of justice which coexist, compete and sometimes contradict one another. These understandings vary not only among stakeholders, but also over time. Overall, the Master thesis is an invitation to diversify and broaden academic and praxis-oriented understandings of ‘justice’, so that transitional justice can remain relevant across time and cultures.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Transitional Justice Land Rights South Africa Human Rights Justice
Schlagwörter
(Deutsch)
Übergangsjustiz Landrechte Südafrika Menschenrechte Gerechtigkeit
Autor*innen
Salomé Persyn
Haupttitel (Englisch)
The same justice for all?
Hauptuntertitel (Englisch)
approaches to land rights in the South African transitional justice process
Paralleltitel (Deutsch)
Dieselbe Gerechtigkeit für alle?
Paralleluntertitel (Deutsch)
Ansätze zu Landrechten im südafrikanischen Übergangsjustizprozess
Publikationsjahr
2021
Umfangsangabe
117 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Vedran Dzihic
Klassifikationen
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.00 Sozialwissenschaften allgemein: Allgemeines ,
86 Recht > 86.45 Grundrechte ,
86 Recht > 86.85 Menschenrechte ,
89 Politologie > 89.00 Politologie: Allgemeines
AC Nummer
AC16469933
Utheses ID
60400
Studienkennzahl
UA | 992 | 884 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1