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The future of crypto-assets in the European Union
an analysis of the European Commissions' proposal for a regulation on markets in crypto-assets
Beat König
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Postgraduate Center
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Universitätslehrgang Europäisches u. Intern. Wirtschaftsrecht (LL.M.) [Vollzeit]
Betreuer*in
Siegfried Fina
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.70325
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11202.10664.195878-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Während einige Kryptowerte in den Anwendungsbereich der bestehenden EU-Finanzdienstleistungsgesetzgebung fallen, bleibt die Mehrheit der Kryptowerte derzeit außerhalb ihres Anwendungsbereichs. Diese Arbeit soll einen Überblick über den Vorschlag der Europäischen Kommission zur Schließung dieser Gesetzeslücke geben: Den Vorschlag der Europäischen Kommission für eine Verordnung über Märkte für Kryptowerte (MiCA), der am 24. September 2020 als Teil des Digital Finance Package veröffentlicht wurde. Dem Vorschlag zufolge sollen umfassende neue Vorschriften den derzeit weitgehend unregulierten Markt für Kryptowerte in einen stark regulierten Markt nach dem Vorbild der bestehenden EU-Rechtsvorschriften für Finanzdienstleistungen überführen. Nach einer einleitenden Darstellung einiger Schlüsselaspekte der Distributed-Ledger-Technologie sowie einiger in der Krypto-Community verwendeter Begriffe, gibt die Arbeit einen kurzen Überblick über das Digital Finance Package und den Status quo der regulatorischen Aspekte von Kryptowerten in der Union, um die Gesetzeslücke zu verdeutlichen, die die Europäische Kommission mit ihrem Verordnungsvorschlag zu schließen versucht. Im Hauptteil werden die spezifischen neuen Bestimmungen, die die Europäische Kommission mit der MiCA vorschlägt, vorgestellt und im Detail analysiert. Die Analyse dieser Arbeit legt nahe, dass es nach dem aktuellen Entwurf der MiCA höchst unwahrscheinlich ist, dass einige Kryptowerte in der Union unreguliert bleiben werden. Mit einer Catch-All-Definition der „Kryptowerte“ werden alle Kryptowerte, die derzeit nicht durch EU-Rechtsvorschriften abgedeckt sind, in den materiellen Anwendungsbereich der MiCA fallen. Mit einer sehr weit gefassten Definition dessen, was als „Emittent von Kryptowerten“ gilt, können auch Kryptowerte, für die kein Verantwortlicher bekannt ist, dennoch einen „Emittenten“ im Sinne der MiCA haben: Sobald Kryptowerte öffentlich angeboten werden oder die Zulassung solcher Kryptowerte zu einer Handelsplattform für Kryptowerte angestrebt wird, wird die handelnde Person die an den Emittenten adressierten Vorschriften der MiCA erfüllen müssen. Der neu vorgeschlagene Rechtsrahmen für Kryptowerte ist in Anlehnung an die bestehenden EU-Rechtsvorschriften für Finanzdienstleistungen formuliert. Er weist jedoch einige bemerkenswerte Abweichungen auf, sei es aufgrund von redaktionellen Fehlern, die in der endgültigen Fassung der Verordnung korrigiert werden könnten, oder aufgrund der besonderen Merkmale von Kryptowerten und der Distributed-Ledger-Technologie im Gegensatz zu den etablierten Instrumenten im EU-Finanzdienstleistungsbereich. Darüber hinaus legt die Analyse dieser Arbeit nahe, dass die Risiken von „globalen Stablecoins“ nicht angemessen behandelt werden. Die MiCA schlägt zwei neue rechtliche Definitionen spezifischer Kryptowerte vor, nämlich „wertreferenzierte Token“ (ART) und „E-Geld-Token“ (EMT). Dabei handelt es sich um zwei Unterarten von Kryptowerten, die gemeinhin als „Stablecoins“ bezeichnet werden, da sie darauf ausgelegt sind, einen stabilen Wert beizubehalten, indem sie sich entweder auf eine einzige offizielle Währung (EMT) oder auf mehrere offizielle Währungen, Waren, Kryptowerte oder eine Kombination solcher Vermögenswerte (ART) beziehen. Emittenten solcher Kryptowerte werden strenger reguliert als Emittenten von Kryptowerten, die keine ART oder EMT sind. In Anbetracht der zu erwartenden Systemrisiken, die von globalen Stablecoins mit einer besonders weiten Verbreitung und einer hohen Frequenz grenzüberschreitender Transaktionen ausgehen könnten, wird die EBA, wenn ein ART oder EMT einen solch großen Umfang annimmt, diesen als „signifikant“ einstufen, damit die Aufsichtsbefugnisse auf sich selbst übertragen und den Emittenten dieses Kryptowertes (noch) strengeren Anforderungen unterwerfen. Die Definitionen von ART und EMT sind jedoch eng gefasst und decken nicht alle möglichen Konstruktionen von Stablecoins ab, insbesondere nicht „algorithmische Stablecoins“. Selbst wenn also ein algorithmischer Stablecoin sehr breit genutzt wird, könnte er daher nach dem aktuellen Entwurf der MiCA nicht als „signifikant“ eingestuft werden und es könnten keine (zusätzlichen) Aufsichtsmaßnahmen zur Minderung eines Systemrisikos ergriffen werden.
Abstract
(Englisch)
While some crypto-assets fall under the scope of existing EU financial services legislation, presently a majority of crypto-assets remains outside its scope. This thesis aims to provide an overview to the European Commissions’ proposal on filling this legislative gap: The European Commissions’ proposal for a Regulation on Markets in Crypto-assets (MiCA) published on the 24th of September 2020 as part of the Digital Finance Package. According to the proposal, comprehensive new rules shall transpose the currently mostly unregulated market of crypto-assets in a highly regulated market. After an initial presentation of some key aspects of the distributed ledger technology as well as some terminology used in the crypto-community, this thesis provides a brief overview to the Digital Finance Package and to the status quo of regulatory aspects of crypto-assets in the Union in order to illustrate the legislative gap the European Commission seeks to fill with its proposed Regulation. In its main part, the specific new provisions proposed by the European Commission with the MiCA are presented and analysed in detail. The analysis of this thesis suggests that according to the current draft of the MiCA, it is highly unlikely that any crypto-assets will remain unregulated within the Union. With a catch-all-definition of crypto-assets, every crypto-asset currently not covered by EU legislation will be under MiCAs material scope of application. Further, with a very broad definition of what is considered to be an ‘issuer of crypto-assets’, also crypto-assets without a known attributable responsible person or group of persons may nevertheless have an ‘issuer’ according to the MiCA: As soon as crypto-assets are offered to the public or admission of such crypto-assets to a trading platform for crypto-assets is sought, the person acting will have to comply with the provisions of the MiCA addressed at the ‘issuer’. The newly proposed framework for crypto-assets is drafted along the lines of existing EU financial services legislation. However, it presents some notable deviations, be it for reasons of editorial mistakes that might be cured in the final version of the Regulation or due to the specific features of crypto-assets and the distributed ledger technology in contrast to established instruments in EU financial services. Further, the analysis of this thesis suggests that the risks of ‘global stablecoins’ are not adequately approached by the proposal. MiCA proposes two new legal definitions of specific crypto-assets, namely ‘asset-referenced tokens’ (ART) and ‘electronic money tokens’ (EMT). These are two subtypes of crypto-assets commonly referred to as ‘stablecoins’, as they aim to maintain a stable value by referring to either one single official currency (EMT) or several official currencies, commodities, crypto-assets or a combination of such assets (ART). Issuers of such crypto-assets shall be more stringently regulated than issuers of crypto-assets other than ART or EMT under the scope of MiCA. In light of the anticipated systemic risks global stablecoins with a particularly wide adoption and a high frequency of cross-border transactions might pose, where an ART or EMT becomes very large in scale, EBA will deem it as ‘significant’ and thereby transpose supervisory powers to itself and subject the issuer of that crypto-asset to more stringent requirements. However, the definitions of ART and EMT are narrow and do not cover all possible constructions of stablecoins, most notably ‘algorithmic stablecoins’. Hence even if an algorithmic stablecoin grows very large in scale, according to the current draft it cannot be deemed ‘significant’ and no (additional) supervisory measures to mitigate a systemic risk could be taken.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Crypto-assets distributed ledger technology DLT MiCA MiCAR issuers crypto-asset service providers financial services regulation EU
Schlagwörter
(Deutsch)
Kryptowerte Distributed-Ledger-Technologie DLT /MiCA MiCA-VO-Entwurf Emittenten Anbieter von Krypto-Dienstleistungen Finanzmarktregulierung EU
Autor*innen
Beat König
Haupttitel (Englisch)
The future of crypto-assets in the European Union
Hauptuntertitel (Englisch)
an analysis of the European Commissions' proposal for a regulation on markets in crypto-assets
Paralleltitel (Deutsch)
Die Zukunft von Kryptowerten in der Europäischen Union
Paralleluntertitel (Deutsch)
eine Analyse des Vorschlags der Europäischen Kommission für eine Verordnung über Märkte für Kryptowerte
Publikationsjahr
2021
Umfangsangabe
ii, 121 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Siegfried Fina
Klassifikationen
86 Recht > 86.25 Bankrecht, Börsenrecht ,
86 Recht > 86.65 Wirtschaftsrecht ,
86 Recht > 86.83 Öffentliches Recht: Sonstiges ,
86 Recht > 86.90 Europarecht: Sonstiges
AC Nummer
AC16470327
Utheses ID
60429
Studienkennzahl
UA | 992 | 548 | |
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