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Geopolitical conflicts within the far right
the Azov movement's struggle for recognition within the transnational network of the European far right
Philipp Pflegerl
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Politikwissenschaft
Betreuer*in
Saskia Stachowitsch
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.70411
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11207.99891.793817-8
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Geschichte der europäischen extremen Rechten ist durch den prekären Versuch einiger gekennzeichnet, beständige transnationale Zusammenarbeit herzustellen. Bisherige Versuche sind in den meisten Fällen an internen Konflikten gescheitert. Einer der anhaltenden Konflikte ist die Frage der geopolitischen Ausrichtung, die im Konflikt zwischen Russland und der Ukraine heute Aktualisierung erfährt. Im Rückgriff auf Ansätze der sozialen Bewegungsforschung wird in dieser Arbeit argumentiert, dass das kontingente Weltbild der extremen Rechten im Rahmen diskursiver Prozesse, an welchen eine Vielzahl an unterschiedlichen Akteuren partizipieren und versuchen, ihre Interessen durchzusetzen, permanent neu verhandelt wird. Innerhalb der europäischen extremen Rechten und insbesondere bei rechtspopulistischen Parteien wurde von Russland seit vielen Jahren starker Einfluss ausgeübt. Für viele rechtsextreme Akteure stellt Russland die Hoffnung für national-revolutionäre Bestrebungen und ein geopolitisches Gegengewicht zum Westen dar. Diese Arbeit untersucht den Versuch der ukrainischen Azov Bewegung, ihr transnationales rechtsextremes Netzwerk vom Gegenteil zu überzeugen. Im Rahmen einer Frame Analyse sozialer Bewegungen wird die englischsprachige internationale Kommunikation der Azov-Bewegung mit ihrem rechtsextremen Netzwerk systematisch auf zentrale Narrative und angewandte Framing-Strategien untersucht. Diese Arbeit zeigt, dass die Azov-Bewegung im Kampf um die geopolitische Hegemonie innerhalb der transnational orientierten extremen Rechten ein vielschichtiges Gegenangebot zum russischen Narrativ anbietet, das dieses transzendiert und die Vision einer alternativen Weltordnung beinhaltet, in der die liberale Moderne überwunden und stattdessen eine ethnonationale Utopie weltweit etabliert wird.
Abstract
(Englisch)
The history of the European far right is characterized by the precarious attempt of some to establish enduring transnational cooperation. Attempts to date have largely failed due to internal conflicts. One of these continuing cleavages is the question of geopolitical orientation, which is being actualized today in the conflict between Russia and Ukraine. Drawing on approaches from social movement research, this thesis argues that the far right’s contingent worldview is permanently renegotiated in contested discursive processes in which a variety of different actors participate and try to assert their interests. Within the European far right, and especially among radical right-wing populist parties, Russia has exerted strong influence for many years. For many far-right actors, Russia represents the hope for national-revolutionary aspirations and a geopolitical counterweight to the West. This thesis examines the Ukrainian Azov movement’s attempt to convince its transnational far-right network of the opposite. Using social movement frame analysis, the Azov movement’s English-language international communication with its far-right network is systematically analyzed for central narratives and applied framing strategies. This thesis shows that in the struggle for geopolitical hegemony within the transnationally oriented far right, the Azov movement offers a multi-layered counterproposal to the Russian narrative that transcends it and embraces the vision of an alternative world order in which liberal modernity is overcome and an ethnonational utopia is established instead.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Far Right Transnational Far Right Social Movement Azov Movement Ukraine Geopolitics Social Movement Research Extremism Russia Ukraine Conflict
Schlagwörter
(Deutsch)
Rechtsextremismus Geopolitik Ukraine Azov Bewegung Transnationaler Rechtsextremismus Soziale Bewegungsforschung Extremismus Soziale Bewegung Russland Ukraine Konflikt
Autor*innen
Philipp Pflegerl
Haupttitel (Englisch)
Geopolitical conflicts within the far right
Hauptuntertitel (Englisch)
the Azov movement's struggle for recognition within the transnational network of the European far right
Paralleltitel (Deutsch)
Geopolitische Konflikte der extremen Rechten
Publikationsjahr
2021
Umfangsangabe
149 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Saskia Stachowitsch
Klassifikationen
71 Soziologie > 71.38 Soziale Bewegungen ,
89 Politologie > 89.10 Politische Richtungen: Allgemeines ,
89 Politologie > 89.21 Faschismus ,
89 Politologie > 89.22 Nationalismus ,
89 Politologie > 89.50 Politische Prozesse: Allgemeines ,
89 Politologie > 89.54 Politischer Einfluss ,
89 Politologie > 89.56 Politische Kommunikation ,
89 Politologie > 89.58 Politische Gewalt ,
89 Politologie > 89.62 Politische Bewegungen ,
89 Politologie > 89.70 Internationale Beziehungen: Allgemeines ,
89 Politologie > 89.90 Außenpolitik, Internationale Politik ,
89 Politologie > 89.92 Ost-West-Verhältnis ,
89 Politologie > 89.94 Internationale Beziehungen: Sonstiges
AC Nummer
AC16482914
Utheses ID
60507
Studienkennzahl
UA | 066 | 824 | |
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