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Das Wetter ist schön. Ironie im Japnischen
Anna Isabelle Linder
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Japanologie
Betreuer*in
Bernhard Seidl
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.70421
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11209.14057.224377-6
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
In dieser Arbeit wird der Frage nachgegangen, wie Ironie im Japanischen verstanden und verwendet wird. Dafür wurden anhand vorwiegend deutsch- und englischsprachiger Fachliteratur bestimmte Ironiesignale und Stilmittel, wie Indirektheit, Wiederholung, Unter- und Übertreibung, Hyperbel oder Litotes, sowie Antiphrasen, als ironieerzeugende Kriterien festgestellt. Des Weiteren wurde die Bedeutung der Kontextualisierung angesprochen, da es für das Zustandekommen von Ironie essentiell ist, Inkongruenzen und Brüche mit der Wirklichkeit wahrzunehmen. Die japanischsprachige Forschung bezieht sich vorwiegend auf westlichsprachige Quellen. Dargestellt wurden die gängigsten der Pragmatik entstammenden Ironie-Theorien, wie die Verletzung pragmatischer Prinzipien nach Paul Grice (1975), die Echo-Theorie nach Dan Sperber und Deirdre Wilson (1981), die pretense theory nach Herbert Clark und Richard Gerrig (1984), sowie die Andeutungs-Theorie nach Sachi Kumon-Nakamura, Sam Glucksberg und Mary Brown (1995). Anhand dieser identifizierten Kriterien konnte im analytischen Teil festgestellt werden, dass im untersuchten englischen Roman Rivers of London von Ben Aaronovitch (2011) als ironisch identifizierte Textstellen auch in der japanischen Übersetzung (2013) ironische Wirkung entfalten können und zumindest funktional übersetzt werden.
Abstract
(Englisch)
This thesis approaches the question, how irony is understood and used in the Japanese language. For this purpose, using predominantly German and English specialized literature, irony signals and stylistic devices such as indirectness, repetition, understatement and exaggeration, hyperbole and litotes have been identified as criteria generating irony. Furthermore, the context of a possibly ironic statement hast to be taken into consideration, in order to recognize incongruities between statement and situation. As described in this thesis Japanese literature mostly refers to the Western literature; well-established pragmatic theories used in Japanese irony understanding are the violation of pragmatic maxims by Paul Grice (1975), the use-mention distinction by Dan Sperber and Deirdre Wilson (1981), the pretense theory by Herbert Clark and Richard Gerrig (1984) and the allusional pretense theory by Sachi Kumon-Nakamura, Sam Glucksberg and Mary Brown (1995). On basis of these identified criteria, the analytical part examines the English novel Rivers of London by Ben Aaronovitch (2011). This analysis showed that passages identified as ironic in the original version may develop ironic effects in the Japanese translation of the novel (2013) and were at least functionally translated.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
irony Japanese humor irony-signals understanding irony sarcasm cynism
Schlagwörter
(Deutsch)
Ironieforschung Humor Ironiesignale Ironieverständnis Sarkasmus Zynismus
Autor*innen
Anna Isabelle Linder
Haupttitel (Deutsch)
Das Wetter ist schön. Ironie im Japnischen
Publikationsjahr
2021
Umfangsangabe
109 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Bernhard Seidl
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.06 Sprachwissenschaft: Allgemeines ,
18 Einzelne Sprachen und Literaturen > 18.91 Japanische Sprache und Literatur
AC Nummer
AC16483135
Utheses ID
60521
Studienkennzahl
UA | 066 | 843 | |
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