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Secondhand-Mode(rne)
eine (Instagram-)bildanalytische Verortung des erstarkenden Modephänomens in Spannungsfeldern der Spätmoderne
Paula Spilauer
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Interdisziplinäres Masterstudium Zeitgeschichte und Medien
Betreuer*in
Michaela Pfadenhauer
DOI
10.25365/thesis.70470
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11215.53851.290541-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Das Tragen von Secondhandkleidung erlebt vor allem unter jungen, urbanen Personen einen Aufschwung. In der internationalen Forschungslandschaft erlangt das Thema immer mehr Aufmerksamkeit, es wird eine neuartige, positive Bewertung von gebrauchter Mode konstatiert. Im deutschsprachigen Raum fehlt es an Erforschung des Themas. Ziel dieser Arbeit ist es, ein erstes Verstehen dieses kulturellen Phänomens in Österreich zu ermöglichen und es in gesellschaftliche Transformationen der letzten Jahrzehnte einzuschreiben. Es wird die Frage beantwortet, warum gebrauchte Kleidung (wieder) en mode ist. Anhand dreier zeitdiagnostischer Ansätze und des Forschungsstandes werden drei Spannungsfelder der Spätmoderne herausgearbeitet, die den Kontext des Untersuchten darstellen: ästhetische und zeitliche Aspekte sowie Fragen der sozialen Zugehörigkeit. Durch qualitative Bildanalysen von ausgewählten Instagram-Bildern kann das Phänomen in den Spannungsfeldern verortet und somit besser verstanden werden. Es wird gezeigt, dass das Tragen von Secondhandstücken als Ressource zu verstehen ist, die den Lebensstil des Individuums aufwertet. In den Bildern werden spätmoderne Anforderungen an das Subjekt verhandelt und Gegensätzlichkeiten überwunden. Das Tragen gebrauchter Kleidung hilft, die eigenen Fähigkeiten des Spielens mit Mehrdeutigkeiten zu präsentieren und die Konstruktion eines authentischen Selbst zu demonstrieren.
Abstract
(Englisch)
Second-hand clothing is experiencing a revival, especially among young, urban people. The issue is gaining more and more attention in the international research landscape – new, positive appraisals of used fashion are being stated. There is a lack of research on the subject in the German-speaking area. The aim of this thesis is to enable a primary comprehension of this cultural phenomenon in Austria and to inscribe it in social transformations of the last decades. It answers the question, why used clothing is (again) in fashion. Based on three contemporary diagnostic approaches and the state of research, three areas of suspense of late modernity are mapped out, which constitute the context of the study: aesthetic aspects and the matter of time as well as questions of social belongingness. By means of qualitative image analyzes of selected Instagram images, the phenomenon can be situated in the areas of tension and thus better understood. The thesis shows that second-hand items are to be understood as a resource which allows individuals to valorize their lifestyle. In the analyzed pictures, conditions of late modernity are negotiated and contradictive demands on subjects are overcome. Wearing used clothing helps to present one's abilities to play with the ambiguity of meanings. Furthermore, it facilitates the demonstration of an ongoing construction of an authentic self.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Secondhandmode qualitative Bildanalyse Instagram Spätmoderne Postmoderne Flüchtige Moderne Vintage
Autor*innen
Paula Spilauer
Haupttitel (Deutsch)
Secondhand-Mode(rne)
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine (Instagram-)bildanalytische Verortung des erstarkenden Modephänomens in Spannungsfeldern der Spätmoderne
Publikationsjahr
2021
Umfangsangabe
164 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Michaela Pfadenhauer
AC Nummer
AC16485838
Utheses ID
60608
Studienkennzahl
UA | 066 | 665 | |
