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Die realpolitische Umsetzung der Abkommen über einen 'deutsch-österreichischen Pressefrieden' in Österreich zwischen 1935 und 1938
Josef Villa
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Doktoratsstudium Sozialwissenschaften (Dissertationsgebiet: Publizistik- und Kommunikationswissenschaft)
Betreuer*in
Fritz Hausjell
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.70481
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11216.86411.561872-6
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese medienhistorische Dissertation kann in vier Hauptabschnitte gegliedert werden: Das erste Hauptkapitel beschreibt die politischen, medialen und ökonomischen Spannungsfelder Österreichs gegenüber Hitler-Deutschland ab 1935 und analysiert die resultierenden diplomatischen und rechtlichen Abwehrmaßnahmen der Regierung Schuschnigg bis zum Anschluss im Jahre 1938. Der zweite Hauptteil der Arbeit widmet sich den beiden deutsch-österreichischen Abkommen zur Herstellung eines "Pressefriedens", den Institutionen und deren bilaterale Kontrolle über die politische Kommunikation der Presse, die jeweilige Propagandastrategie und deren politische Hintergründe. Den dritten Hauptteil bilden eine umfassende Darstellung und Analyse der restriktiven Pressegesetze, wo die Vorzensur, eine erweiterte Vorlagepflicht bis hin zum Generalverbot von reichsdeutschen Tageszeitungen eine relativ uniforme, regierungskonforme Presselandschaft schuf. In diesem Abschnitt werden die Institutionen der Pressekontrolle bzw. Steuerung in NS-Deutschland und Österreich gegenüber gestellt und evaluiert. Der vierte Hauptteil kann als medienhistorisches Kernstück dieser Dissertation gesehen werden, denn dieses klassifiziert und periodisiert monierte Vertragsverletzungen in österreichischen Medien in einer polarisierten propagandistischen Auseinandersetzung zwischen nationalsozialistischer Einflussnahme und Annexionsstrategie und den entsprechenden Reaktionen der österreichischen Tagespresse unter bewusster Einbeziehung eines speziellen Segments, nämlich den Publikationen von nach Österreich migrierten deutschen Publizisten und österreichischer Legitimisten, die in erklärter Opposition zum Nationalsozialismus standen. Die daraus folgenden Auswertungen und Analysen sollen detaillierte Erkenntnisse darüber liefern, wie sich die inkriminierten österreichischen Verstöße gegen die Presseabkommen in zeitlicher, thematischer und hinsichtlich der politisch-medialen Ausrichtungen verteilten und beschreibt damit in aggregierter Form die wechselnden Phasen der publizistisch-propagandistischen Abwehrmaßnahmen und ihrer Häufungspunkte.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Pressekrieg Deutsches Reich-Österreich Juli-Abkommen 1936 Folgetreffen Juli 1937 Hauptkritik der österr. Presse am Deutschen Reich Propagandastrategien Einschränkungen Presserecht unter Dollfuß und Schuschnigg
Autor*innen
Josef Villa
Haupttitel (Deutsch)
Die realpolitische Umsetzung der Abkommen über einen 'deutsch-österreichischen Pressefrieden' in Österreich zwischen 1935 und 1938
Publikationsjahr
2021
Umfangsangabe
298 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Matthias Karmasin ,
Wolfgang Duchkowitsch
Klassifikation
05 Kommunikationswissenschaft > 05.33 Pressewesen
AC Nummer
AC16486377
Utheses ID
60628
Studienkennzahl
UA | 796 | 310 | 301 |
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