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The Masterpiece that is Zhuangzi
Dimitra Eisterer Petimeza
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Philosophie
Betreuer*in
Arno Böhler
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.70543
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11222.63930.523938-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Wie geht man mit einem so vielschichtigen Werk wie dem Zhuangzi um? Diese Frage hat Gelehrte und Übersetzer wieder und wieder beschäftigt. Um diese Frage zu beantworten, halten wir es für nötig, einige Schlüsselaspekte zu berühren, die sich auf die Struktur und den Stil des Textes beziehen, wobei unser Ziel nicht darin besteht, eine erschöpfende Textanalyse des Zhuangzi zu liefern, sondern vielmehr eine umfassende Darstellung, die eine bessere Positionierung unserer Lektüre des Zhuangzi inmitten der Vielzahl von Lesarten, denen dieser Text bereits unterworfen wurde, ermöglicht. Um uns mit den verschiedenen Positionen bzw. akademischen Herangehensweisen auseinanderzusetzen, verweisen wir auf die historisch- philosophische Analyse von Møllgard, Helsing sowie Möller und D'Ambrosio, die die meisten akademischen Lesarten des Zhuangzis als anachronistisch, wenn nicht eisegetisch gegenüber seinem Inhalt empfinden. Wie Brook Ziporyn lehnen auch wir den Perspektivismus bei der Lektüre des Zhuangzis ab. Vielmehr versuchen wir, den Zhuangzi als philosophischen Daoistischen Text zu lesen. Dabei ist die Übung "Learning How to Read", wie sie Pierre Hadot für antike philosophische Texte vorschreibt, ausgesprochen nützlich. Um unseren Leser mit dem Daoistischen Denken vertraut zu machen, arbeiten wir seine grundlegenden Prinzipien und besonderen Eigenschaften heraus. Zur aktiven Teilnahme an unserer hermeneutischen Lektüre von Passagen aus dem Zhuangzi sowie aus dem Daodejing, der anderen Säule des philosophischen Daoistischen Denkens, geben wir dem Leser das nötige Werkzeug in die Hand. Unsere Lesart des Zhuangzi soll die fortlaufende Diskussion prägen, indem man aufzeigt, inwiefern dieses philosophische Werk für uns heute noch relevant und bedeutsam ist. Wie wir in unserer Thesis zu zeigen versuchen werden, berührt Zhuangzi den Kern von etwas, das so schwer fassbar ist wie die Natur und das Leben selbst und sich daher dem Verständnis entzieht. Um diesen thematischen Kern in seiner ganzen Tiefe zu erforschen, lautet unsere Frage: Wie wäre es, wenn wir den Text Zhuangzis als eine Geste verstehen oder eine Form von Geschenk ansehen − „The Secret of Caring for Life“, wie der Titel seines dritten Kapitels andeutet − und als solches annehmen? Nach unserer Auffassung ist dies die grundlegendste Dimension des Zhuangzi. Um das aufzuzeigen, folgen wir keiner bestimmten Methode, sondern versuchen vielmehr, beständig auf den unausgesprochenen Logos des Textes fokussiert zu bleiben − auf die Sichtweise, aus der das Buch geschrieben wurde, wie Grondin meinte. Indem wir dazu Guyings Perspektive einnehmen, ist es unser Bestreben, die grundlegende Bedeutung folgender zwei Aspekte im Zhuangzi hervorzuheben: das Verständnis der Bedingungen des Lebens in ihrer Selbstentstehung und die Rolle, die der Herz-Geist des Menschen in diesem Verständnis spielen kann. Hierfür wird Helsings heilsames moralpsychologisches Schema bei der Lektüre des Zhuangzi, als diese potentiell therapeutische Reise von einem fixierten Herz-Geist (chengxin 成心) zu einem wandernden Herz-Geist (youxin 遊心), in den Mittelpunkt unseres Essays gestellt. Um die Essenz des Textes zu erfassen, ist unser Essay der eigentliche Destillationsprozess des Zhuangzi!
Abstract
(Englisch)
How is one to go about with a multifaceted work as Zhuangzi? Time and again, this question has occupied scholars and translators. To answer this question, we deem it necessary to touch upon certain key aspects, relating to the structure and style of the text. In doing so, our aim is not to provide an exhaustive textual analysis of the Zhuangzi, but rather a comprehensive account, which will then allow for a better positioning of our reading of Zhuangzi amidst the multiplicity of readings this text has already been subjected to. To evaluate the various stances adopted by scholars so far, we refer to Møllgard’s, Helsing’s as well as Möller’s and D’Ambrosio’s historical-philosophical analysis, who find most of the academic readings of Zhuangzi being anachronistic, if not eisegetic, towards its content. Like Brook Ziporyn, we too reject perspectivism in reading the Zhuangzi. Much more, we attempt to read Zhuangzi as a philosophical Daoist text. In this, the exercise Learning How to Read, as prescribed by Pierre Hadot when it comes to ancient philosophical texts, is more than useful. To familiarize our reader with Daoist thinking, we elaborate on its fundamental principles and distinct qualities. We provide thus, our reader with the necessary tools, to ensure his/her active participation on our hermeneutic reading of passages from the Zhuangzi as well as from the Daodejing, the other pillar of philosophical Daoist thought. Our reading of Zhuangzi is aspiring to form the ongoing discussion in terms of highlighting the ways in which this philosophical work is relevant and meaningful to us still today. As we will try to show in our thesis, Zhuangzi touches the core of something so elusive as nature and living itself and therefore, defies understanding. To explore this thematic core in all its profoundness, our question then would be: what if Zhuangzi could be seen as a gesture for imparting us a gift, The Secret of Caring for Life, as the title of his third chapter suggests, and be received as such? In writing this essay, this is exactly what we would like to find out! That is, what is fundamental about Zhuangzi. While embracing Guying’s perspective, our general aspiration is to highlight the overall significance of the following two aspects in the Zhuangzi: the understanding of the conditions of life in their self-emergence and the role that the heart-mind of human beings can play in this understanding. For this, Helsing’s beneficial moral psychology scheme in reading the Zhuangzi, as this potentially therapeutic journey from a fixed heart-mind (chengxin 成心) to a wandering heart-mind (youxin 遊心), is granted center-stage position in our essay. As odd as it may sound, to achieve this goal, we do not follow a specific methodology. We rather try to remain steadily focused on the inexplicit logos of the text, the view in respect to which the book was composed, as Grondin would say. To capture the essence of the text, our essay is the very distillation process of the Zhuangzi!

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
perspectivism anachronistic reading daoist thinking inexplicit logos fixed wandering heart-mind
Schlagwörter
(Deutsch)
Perspektivismus anachronistische Lesart Daoistisches Denken unausgesprochener Logos fixierter wandernder Geist
Autor*innen
Dimitra Eisterer Petimeza
Haupttitel (Englisch)
The Masterpiece that is Zhuangzi
Paralleltitel (Deutsch)
Das Meisterstück Zhuangzi
Publikationsjahr
2021
Umfangsangabe
83 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Arno Böhler
Klassifikation
08 Philosophie > 08.99 Philosophie: Sonstiges
AC Nummer
AC16488327
Utheses ID
60710
Studienkennzahl
UA | 066 | 941 | |
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