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Effiziente Besteuerung wohltätiger Spenden
Nina Maria Giese
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Betreuer*in
Thomas Gaube
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.799
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30176.49105.883359-4
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob die private Bereitstellung öffentlicher Güter subventioniert werden sollte. Insbesondere wird hier auf Spenden an Organisationen eingegangen, die einen wohltätigen Zweck verfolgen. Diese stellen eine Ergänzung zum öffentlichen Sozialsystem dar, die sowohl dort eingreifen, wo staatliche Hilfe nicht ausreicht, als auch aufgrund von weniger bürokratischen Entscheidungskriterien stärker auf individuelle Notsituationen eingehen können. In der Praxis findet eine Subvention von Spenden genau dort Anwendung, wo Spendenbeträge vom zu versteuernden Einkommen abgezogen werden können. In diesem Fall entspricht die Subventionsrate genau dem Negativen des Einkommensteuersatzes. Um die Frage einer effizienten Besteuerung von Spenden klären zu können, werden verschiedene Modelle vorgestellt und erläutert, sowie auf ihre Realitätsnähe überprüft. Den behandelten Modellen liegen unterschiedliche Annahmen zugrunde, was sich besonders bei der Gestaltung der Spendenmotive auswirkt. So handeln die Individuen im ersten Modell aufgrund von Standard-Präferenzen und sind nur an der letztendlich bereitgestellten Menge des öffentlichen Gutes interessiert. Im zweiten Fall ist den Individuen auch der eigene Beitrag zur guten Sache wichtig, der Prozess der Allokation tritt also in den Vordergrund. Diese Präferenz-Struktur wird mit Warm-Glow bezeichnet und steht ganz im Gegensatz zum dritten Modell, in dem eine Spende ausschließlich als Statussymbol dient. Das lineare Steuermodell im vierten Fall greift auf die Annahme von Warm-Glow-Präferenzen zurück und untersucht insbesondere die Effizienz einer Subventionsrate, die an den Einkommensteuersatz gebunden ist. Aufgrund der unterschiedlichen Gestaltungen der Anreize für Wohltätigkeit kommen die Modelle teilweise zu gegensätzlichen Resultaten. Während sich im Fall von Standard- oder Warm-Glow-Präferenzen die Einführung einer Subvention von Spenden positiv auf die Wohlfahrt auswirkt, kann im dritten Fall, in dem Spenden als Statussymbol fungieren, sogar eine Spendensteuer effizient sein. Abhängig ist dies davon, ob die privaten Spenden zu einer Überschuss-Bereitstellung des öffentlichen Gutes führen. Diese Feststellung wird auch im linearen Steuermodell gemacht. Um eine überschüssige Bereitstellung zu verhindern, sollten Spenden hier entweder weniger subventioniert oder im Extremfall sogar besteuert werden. In dieser Arbeit wird auch ein Blick auf die Situation Österreichs geworfen, wo zurzeit die steuerliche Absetzbarkeit von Spenden nur eingeschränkt möglich ist. So können in Österreich karitative Spenden, die in dieser Arbeit besonders berücksichtigt werden sollen, nicht von der Steuer abgesetzt werden. Letztendlich kommt diese Arbeit zu dem Schluss, dass eine Förderung der privaten Spendentätigkeit sinnvoll und effizient ist. Für den Fall Österreich wird vorgeschlagen, den Forderungen nach Subventionierung eines breiteren Spektrums von Spenden nachzugeben.
Abstract
(Englisch)
This thesis raises the question if subsidising private provision of public goods is efficient. In particular, it will address the issue of charitable donations. Charitable societies build an extension of the public welfare system, beginning where governmental aid does not suffice. In addition they have possibilities to go more into details concerning indiviual situations. In practice subsidisation of donations occurs in form of tax deduction. In this case the subsidy rate is directly linked to the rate of income taxation. To approach the question of efficient taxation of charitable donations different models are introduced and explained. It will also be checked if their assumptions fit into reality. The discussed models base on different assumptions, particularly with regard to individual decision behaviour. It will be distinguished between standard-preferences, where only the final distribution of goods is relevant, and warm-glow-preferences, where individuals obtain a positive gain of their own contribution. In these two cases the introduction of a subsidy on private donations leads to an increase in social welfare. If it is assumed that donations act only as a status symbol the result is contrary. In this case imposing a tax on contributions can be optimal. This effect depends on the quantity of the privately provided public good. Imposing a tax can be efficient if private provision exceeds the optimal level of the public good. A similar result is attained in a linear tax model, focussing on the effect of tying subsidies to income tax rates. This thesis also includes a look at the current situation in Austria. Subsidising private donations is here restricted to very few categories. Charitable contributions in particular are not tax deductible. Finally, this thesis comes to the conclusion that a subsidy on private donations is efficient. Introducing a tax deduction regarding to charitable contributions offers an increase in social welfare, therefore it is suggested that tax deduction in Austria should include a more comprehensive range of private donations.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
contributions tax subsidy private provision of public goods
Schlagwörter
(Deutsch)
Spenden Steuern Subvention private Bereitstellung öffentlicher Güter
Autor*innen
Nina Maria Giese
Haupttitel (Deutsch)
Effiziente Besteuerung wohltätiger Spenden
Publikationsjahr
2008
Umfangsangabe
81 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Thomas Gaube
Klassifikation
83 Volkswirtschaft > 83.52 Finanzwissenschaft
AC Nummer
AC06842847
Utheses ID
608
Studienkennzahl
UA | 140 | | |
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