Detailansicht

Dionysos in Persien?
der Versuch einer Neubewertung dionysischer Motive auf sasanidischen Silberflaschen
Clara-Maria Hansen
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Klassische Archäologie
Betreuer*in
Katharina Meinecke
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.70656
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11240.96753.313116-1
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Eine Reihe von Silberflaschen und -kannen, welche chronologisch sowie ikonografisch dem sasanidischen Persien (224-651 n. Chr.) zugeordnet werden können, zeigt leicht bekleidete oder nackte Frauen in tanzender Haltung. Verschiedene Elemente dieser Darstellung, wie die Attribute, mit denen die Frauen ausgestattet sind, wurden in der Forschung der vergangenen hundert Jahre häufig in einen Zusammenhang mit dionysischer Ikonografie gebracht. In der vorliegenden Arbeit wird unter Zuhilfenahme von theoretischen Modellen untersucht, welche Rechtfertigung diese spezifische Auslegung der erwähnten Bildelemente hat und was die Darstellungen über den Kontext und die Aneignung dionysischer Themen in der visuellen Kultur der Sasaniden aussagen. Zu diesem Zweck werden zunächst die einzelnen Bildelemente genauer untersucht, vor allem hinsichtlich ihres ikonografischen „Ursprungs“. Die Bildinhalte werden in weiterer Folge mit gesichert dionysischen Darstellungen aus der römisch-griechischen Welt, aber auch aus dem zentralasiatischen Raum verglichen. Im letzten Schritt werden Darstellungen aus der Bauplastik (Ḥājiābād, Bandiān) und der Mosaikkunst (Bišapur), deren dionysischer Charakter ebenfalls diskutiert werden kann, herangezogen und mit den Darstellungen auf den Silberflaschen verglichen, um auf mögliche Parallelen in Bezug auf den Verwendungskontext und die mögliche Deutung der Motive zu schließen. Obgleich viele der gezeigten Motive in thematischer Hinsicht für Fruchtbarkeit, Fülle und Fröhlichkeit stehen, was auch den dionysischen Darstellungen der griechisch-römischen Ikonografie entspricht, resultiert die Untersuchung in der Erkenntnis, dass konkret nur ein Motiv, nämlich jenes der trinkenden Raubkatze, aus der dionysischen Ikonografie angeeignet wurde. Eine wichtige Rolle spielt dagegen der Transfer von Elementen der Aphrodite/Venus-Ikonografie, welche den Ausdruck des weiblichen Ideals auf den Silberflaschen betont.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Archäologie Antike Rom Sasaniden Kultur Silbergefäße
Autor*innen
Clara-Maria Hansen
Haupttitel (Deutsch)
Dionysos in Persien?
Hauptuntertitel (Deutsch)
der Versuch einer Neubewertung dionysischer Motive auf sasanidischen Silberflaschen
Publikationsjahr
2021
Umfangsangabe
242 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Katharina Meinecke
Klassifikation
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.00 Geisteswissenschaften allgemein: Allgemeines
AC Nummer
AC16500319
Utheses ID
60954
Studienkennzahl
UA | 066 | 885 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1