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Metalle in Wasser, Sedimenten und Fischgeweben des Lafnitz-Flusses
Konstantin Moser
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Chemie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Chemie
Betreuer*in
Franz Jirsa
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.70753
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11255.26165.165315-3
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Im Laufe der globalen Industrialisierung wurden mehr und mehr Schadstoffe in die Umwelt freigesetzt. Eine große und problematische Schadstoffklasse, besonders in aquatischen Systemen, stellen die Schwermetalle und ihre Verbindungen dar. Sowohl in den Meeren dieser Welt als auch in Süßgewässern – Schwermetallbelastungen bedrohen diese Ökosysteme weltweit. Im Rahmen dieser Arbeit wurde der österreichische Fluss „Lafnitz“ und die zwei dort heimischen Fischarten Aitel (Squalius cephalus) und Nase (Chondrostoma nasus) auf ihre Schwermetallbelastung untersucht. Zur Analyse wurden die gefriergetrockneten Sediment- und Gewebeproben mit Säure aufgeschlossen und anschließend mittels Graphitrohr-Atomabsorptionsspektrometrie (AAS), Kaltdampf-AAS und Total reflection X-Ray Fluorescence (TXRF) untersucht. Es wurden 15 Sedimentproben und 60 Fischproben untersucht, wobei pro Fischart (n=10) 30 Proben, gleichmäßig auf die Gewebearten „Muskel“, „Leber“ und „Kieme“ aufgeteilt, vorlagen. Die analysierten Sedimentproben waren durchwegs unbelastet und unter dem österreichischen Background. Die Ausnahme stellte das Element Chrom, das bei einigen Proben vermehrt vorlag und bei Probe 12 mit 116,6mg/kg zur Einstufung „unbelastet bis mäßig belastet“ führte. Bei den Sedimentproben wurde eine starke Korrelation des Schwermetallgehalts und dem Anteil organischer Bestandteile gefunden (R²=0,9247 für Kupfer). Die Fischproben wiesen teilweise signifikante Unterschiede in der Speicherfunktion der einzelnen Gewebearten auf, wobei für die statistische Auswertung verschiedene t-Tests von Microsoft Excel verwendet wurden. So lag Quecksilber in den Muskelproben der Aitel in einer Konzentration von 0,462±0,177mg/kg dw vor, während die Kiemenproben nur 0,070±0,031mg/kg dw enthielten. Auch zwischen den Fischarten lagen teilweise große Unterschiede im Aufnahme- und Speichervermögen vor. Nickel war bei den Aitelproben nicht festzustellen, bei den Nasen hingegen enthielten die Leberproben z.B. 0,509±0,325mg/kg dw. Zum Vergleich der unterschiedlichen Speicherkapazitäten von Leber und Muskel wurden die Biokonzentrationsfaktoren (BCF) für die genannten Gewebearten in Bezug auf das Sediment berechnet. Zudem wurden die Elementkonzentrationen von Blei, Cadmium und Quecksilber mit den Lebensmittelgrenzwerten der EU verglichen, wobei die in den Fischen gemessenen Werte weit unter diesen Grenzwerten lagen. Weiters wurden 15 Wasserproben der Lafnitz physikalisch-chemisch charakterisiert. Dies inkludiert z.B. Temperatur, Leitfähigkeit, pH und das Säurebindungsvermögen. Außerdem wurden die Wasserproben auf diverse Anionen und Kationen untersucht, wie z.B. K+, Mg2+, NH4+, SO42-. Für die Ionen NO3-, SO42-, Cl-, Sr2+, Ca2+, K+, Na+, Mg2+ wurde ein sprunghafter Konzentrationsanstieg zwischen Probe 5 und 6 beobachtet. Der Anstieg wurde auf einen neben dem Fluss liegenden Glashauskomplex der Firma Frutura als wahrscheinliche Ursache zurückgeführt.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Schwermetalle Umweltbelastung Schwermetallbelastung Nase Chondrostoma nasus Aitel Squalius cephalus Bioakkumulation EU-Grenzwerte Österreichischer Background Sediment Wasser
Autor*innen
Konstantin Moser
Haupttitel (Deutsch)
Metalle in Wasser, Sedimenten und Fischgeweben des Lafnitz-Flusses
Publikationsjahr
2021
Umfangsangabe
132 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Franz Jirsa
Klassifikationen
35 Chemie > 35.39 Analytische Chemie: Sonstiges ,
43 Umweltforschung > 43.13 Umwelttoxikologie
AC Nummer
AC16505512
Utheses ID
61141
Studienkennzahl
UA | 066 | 862 | |
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