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Obstpflückerin – Getreidestampferin – Viehhüterin
eine Untersuchung zur Sichtbarkeit von weiblicher Arbeit anhand des Beispiels der Landwirtschaft in Attika in klassischer Zeit
Tanja Bruckmüller
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Klassische Archäologie
Betreuer*in
Marion Meyer
DOI
10.25365/thesis.70780
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11258.79936.977214-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit einer Personengruppe, die es ohne Zweifel in großer Zahl gab und die einen entscheidenden Teil zum Überleben der antiken Gesellschaft beitrug: den Frauen in der Landwirtschaft. Weibliche Personen übernahmen im täglichen Leben unterschiedliche Aufgaben, die aus heutiger Sicht mit Landwirtschaft im Zusammenhang stehen. In der attischen Bildwelt und den literarischen Schriften zeitgenössischer Autoren haben sich einige dieser Tätigkeiten niedergeschlagen. Diese können in unterschiedliche Aufgabenbereiche eingeteilt werden, die sich in den Kapiteln der vorliegenden Masterarbeit widerspiegeln. Durch die ikonographische Analyse der entsprechenden Darstellungen sowie durch die Quelleninterpretation des literarischen Materials ließen sich unterschiedliche Kontexte, in denen eine Verbindung zwischen Weiblichkeit und landwirtschaftlichen Aspekten hergestellt wird, erschließen. Bei den auf attischen Vasen zu findenden Bildern von Frauen bei landwirtschaftlich relevanten Tätigkeiten kommt es häufig zu einer Verflechtung unterschiedlicher Konzepte wie die Konstruktion von Weiblichkeit, Kultgeschehen, Übergangsrituale, Humor, Fruchtbarkeit und damit zusammenhängend Sexualität. Dabei können diese facettenreichen Zeugnisse auch Aufschluss über den Stellenwert der Tätigkeiten und ausführenden Protagonistinnen geben. Die Landarbeit war für das Überleben jedes Menschen notwendig, sodass der überwiegende Teil der antiken Bevölkerung in diesem Sektor tätig war. Dennoch wurde die Landwirtschaft an sich nicht als abbildungswürdig erachtet. In den Bildern wurden wesentlich häufiger Tätigkeiten thematisiert, die aus der Freude an der Tätigkeit durchgeführt wurden oder bei denen die ausführenden Personen mythischen oder göttlichen Figuren nacheiferte. Anders als in der heutigen Zeit steigerte der Erfolg der Arbeit nicht das Ansehen einer Person, vielmehr schadete es diesem aufgrund der Ähnlichkeit mit dem Leben von Sklavinnen und Sklaven, wenn viele Tätigkeiten selbst erlediget werden musste. Daher finden sich nur selten wirkliche Arbeitsdarstellungen in der Bildwelt der klassischen Zeit. Bei der Spurensuche nach Zeugnissen zur Verbindung von Landwirtschaft und Weiblichkeit ist vor allem der kultische Bereich aussagekräftig. Hier können sowohl archäologische wie auch schriftliche Quellen gefunden werden, die von Frauen bei Kulthandlungen mit Bezug zur Fruchtbarkeit von Menschen, Tieren und dem Boden berichten. Darüber hinaus besteht auch in Bezug auf die Götterwelt eine Verknüpfung zwischen landwirtschaftlichen Aspekten und Weiblichkeit. So waren häufig Göttinnen und deren Kinder wie Athena, Demeter und die Oinotropoi eng mit agrarischen Produkten verbunden.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
agriculture cult women trade economy gods greece rural landscape farming cattle breeding work
Schlagwörter
(Deutsch)
Landwirtschaft Frauenbilder Wirtschaft Agrikultur Göttinnen Götterwelt Demeter Athena Oinotropoi Weiblichkeit Gehöfte Attika Athen Feldarbeit Ernte Viehzucht Kult Handel Getreideverarbeitung Textilproduktion Olivenbaum
Autor*innen
Tanja Bruckmüller
Haupttitel (Deutsch)
Obstpflückerin – Getreidestampferin – Viehhüterin
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Untersuchung zur Sichtbarkeit von weiblicher Arbeit anhand des Beispiels der Landwirtschaft in Attika in klassischer Zeit
Publikationsjahr
2021
Umfangsangabe
194 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Marion Meyer
Klassifikationen
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.00 Geisteswissenschaften allgemein: Allgemeines ,
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.99 Geisteswissenschaften allgemein: Sonstiges
AC Nummer
AC16507313
Utheses ID
61195
Studienkennzahl
UA | 066 | 885 | |
