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Seville's cycling gender gap
the utalitarian use of bicycles analyzed from a feminist perspective
Inés Tijera von Holzen
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium DDP Urban Studies
Betreuer*in
Kobe Boussauw
DOI
10.25365/thesis.70858
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11265.89544.414711-1
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Radfahren ist seit der Erfindung des Fahrrads eine geschlechtsspezifische Praxis, und in vielen Städten gibt es auch heute noch ein Geschlechtergefälle bei der Fahrradnutzung. Das Radfahren als Verkehrsmittel wird von vielen politischen Entscheidungsträgern und Wissenschaftlern wegen seiner Vorteile für die Qualität der städtischen Umwelt und die Gesundheit der Bürger gelobt. Viele Städte haben das Radfahren in ihre politischen Pläne für nachhaltige Mobilität aufgenommen. Wie feministische Geographen jedoch gezeigt haben, unterscheiden sich die täglichen Mobilitäten von Frauen stark von denen der Männer und werden in der Verkehrsplanungspraxis oft vernachlässigt. Meine Forschung konzentriert sich auf den Fall Sevilla, wo sich seit dem Bau eines stadtweiten, getrennten Radwegenetzes die Zahl der Radfahrer versechsfacht hat. Dennoch besteht nach wie vor ein deutliches geschlechtsspezifisches Gefälle beim Radfahren, denn Frauen machen nur ein Drittel der Radfahrer aus. Ich habe Konzepte zur Konstruktion von Geschlecht, Zeitgeographie und Mobilität verwendet, um herauszufinden, welche Faktoren Frauen in Sevilla am Radfahren hindern. In Anlehnung an die Arbeit feministischer Urbanistinnen wandte ich einen gemischten Methodenansatz an, wobei ich Sevilla als Fallstudie nutzte und eine Umfrage sowie Online- Workshops durchführte. Meine Ergebnisse zeigen, dass es eine Vielzahl von Faktoren gibt, die verschiedene Frauen am Radfahren hindern. Ich komme jedoch zu zwei wesentlichen Schlussfolgerungen. Einerseits wird das Fahrrad von vielen Frauen in Sevilla nicht als bequem oder geeignet angesehen, um Versorgungsaufgaben zu erledigen, wie z. B. Dinge oder Personen zu transportieren und mehrere Stopps auf einer Fahrt zu machen. Ein Hauptgrund dafür ist die Angst vor Diebstahl. Andererseits haben die Frauen kein volles Vertrauen in ihren Körper auf dem Fahrrad, entweder aus mangelnder Zuversicht in ihre körperlichen Fähigkeiten und/oder aus Angst vor Unfällen. Die Bedingungen, die zu diesen Wahrnehmungen führen, sollten angegangen werden, um das Radfahren für Frauen zu erleichtern und ihnen eine nachhaltige und - nach meinen Erkenntnissen - genussvolle Mobilität zu ermöglichen.
Abstract
(Englisch)
Cycling has been a gendered practice since the invention of the bicycle and in many cities a gender gap in bike use continues to exist today. Cycling for transport is praised by many policy- makers and scientists for its benefits to the quality of the urban environment and the health of its citizens. Many cities have included cycling into their policy plans for sustainable mobilities. However, as feminist geographers have shown, women's daily mobilities vary greatly from those of men and are often neglected in transport planning practices. My research focuses on the case of Seville, where since the construction of a city-wide segregated bicycle- path network, the amount of people who use bikes has multiplied sixfold. Yet, a noticeable gender gap in cycling persisted with women making up only one third of cyclists. I used concepts related to the construction of gender, time-geography, and motility to find out which factors inhibit women from cycling in Seville. Basing myself on the work of feminist urbanists I applied a mixed method approach, using Seville as a case study as well as conducting a survey and online workshops. My findings indicate that there are a variety of factors that inhibit different women from cycling. However, I make two main conclusions. On the one hand, for many women in Seville the bicycle is not seen as either convenient or appropriate to conduct care mobilities, such as transporting things or people and making multiple stops in one trip. One major reason of this is fear of theft. On the other hand, women do not fully trust their bodies on a bicycle, either due to lack of confidence in their physical capacities and/or due to fear of accident. The conditions that create these perceptions should be addressed to facilitate cycling for women, enabling them to a sustainable and -based on my findings- enjoyable mobility.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
cycling gender urban mobility care mobilities feminist perspective
Schlagwörter
(Deutsch)
Radfahren Geschlechter urbane Mobilität Versorgungsmobilität feministische Perspektive
Autor*innen
Inés Tijera von Holzen
Haupttitel (Englisch)
Seville's cycling gender gap
Hauptuntertitel (Englisch)
the utalitarian use of bicycles analyzed from a feminist perspective
Paralleltitel (Deutsch)
Sevillas Geschlechterunterschied im Radfahren
Publikationsjahr
2021
Umfangsangabe
93,5 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Kobe Boussauw
Klassifikation
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.00 Sozialwissenschaften allgemein: Allgemeines
AC Nummer
AC16519410
Utheses ID
61273
Studienkennzahl
UA | 066 | 664 | |
