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"Thank you Mario - but our princess has left the castle" - Konstruktionen von weiblichen Protagonistinnen in digitalen Spielen für den japanischen Markt
Christina Gmeinbauer
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Dr.-Studium der Philosophie (Dissertationsgebiet: Japanologie)
Betreuer*in
Ina Hein
DOI
10.25365/thesis.70959
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-12896.06885.206452-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
In der vorliegenden Dissertation wird der Frage nachgegangen, wie weibliche Protagonistinnen in digitalen Spielen für ein japanisches Publikum konstruiert werden. Datengrundlage bildet das Weißbuch Famitsū gēmu hakusho ファミ通ゲーム白書 [Famitsū-Spiele-Weißbuch], welches Listen über die populärsten Konsolenspiele in Japan seit 1996 enthält. Anhand dieser Listen wurden im Zeitraum zwischen 1996 und 2017 Spiele ausgewählt, die unumgänglich weibliche Figuren als Protagonistinnen einsetzen. Die Spiele wurden hinsichtlich der Fragen untersucht, wie diese Hauptfiguren visuell dargestellt werden, wie sie als ‚fiktive Wesen‘ in den Spielwelten konstruiert werden, inwiefern dahingehend interaktive Mitgestaltungsmöglichkeiten für die Spieler*innen angeboten werden und welche Botschaften diese Figuren daher zu Gender-Fragen in Japan transportieren. Die Betrachtung der einzelnen Spiele erfolgte auf Grundlage einer qualitativen Spieleanalyse, bei der die ausgewählten Spiele und ihre Inhalte codiert wurden. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass weibliche Protagonistinnen in digitalen Spielen für ein japanisches Publikum visuell stark stereotypisiert konstruiert werden und einerseits mit ‚femininen‘ Markern (wie geschlechtsspezifischer Kleidung, langen Haaren/Wimpern etc.) ausgestattet werden, andererseits oft wenig bekleidet oder in körperbetonender Kleidung auftreten und daher sexualisiert wirken. Diese normativen visuellen Gestaltungsweisen werden jedoch in vielen der untersuchten Spiele auch mit einer narrativen Rahmung kombiniert, in der stereotype Idealvorstellungen von ‚Weiblichkeit‘ in Japan hinterfragt werden: So werden die Figuren beispielsweise im Berufsalltag oder als aggressive Kriegerinnen entworfen und mit selbstbewussten Persönlichkeiten gezeichnet. In einigen Spielen wird darüber hinaus direkt auf die gesellschaftliche Diskriminierung von Frauen Bezug genommen und über diese diskutiert. Die Verfasserin kommt daher zu dem Schluss, dass weibliche Protagonistinnen in digitalen Spielen für den japanischen Markt höchst ambivalent konstruiert werden und einerseits zwar visuell objektifiziert dargestellt werden, andererseits aber auch in Handlungen agieren, in denen oft anspruchsvoll diskutiert wird, wie Frauen sich in einer von Männern dominierten Welt durchsetzen können. Viele der untersuchten Spiele bieten daher auf der narrativen Ebene auch Gegenentwürfe zu geschlechtlichen Idealvorstellungen in Japan an.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
digitale Spiele Videospiele Populärkultur Genderkonstruktionen weibliche Protagonistinnen Japan
Autor*innen
Christina Gmeinbauer
Haupttitel (Deutsch)
"Thank you Mario - but our princess has left the castle" - Konstruktionen von weiblichen Protagonistinnen in digitalen Spielen für den japanischen Markt
Publikationsjahr
2021
Umfangsangabe
399 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Hilaria Gössmann ,
Martin Roth
Klassifikationen
18 Einzelne Sprachen und Literaturen > 18.91 Japanische Sprache und Literatur ,
54 Informatik > 54.88 Computer in der Freizeit
AC Nummer
AC16526867
Utheses ID
61461
Studienkennzahl
UA | 792 | 378 | |
