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'Vae, puto deus fio!'
die Apotheose in der frühen Kaiserzeit unter besonderer Berücksichtigung des römischen Staatsrechts
Walter Perné
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Rechtswissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Doctor of Philosophy-Doktoratsstudium Interdisciplinary Legal Studies Rechtswissenschaften
Betreuer*in
Michael Memmer
DOI
10.25365/thesis.71120
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-13016.13910.983170-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die frühe Kaiserzeit, also die Zeit vom Beginn des Prinzipats des iulisch-claudischen Hauses bis zum Ende der Flavischen Dynastie, ist ja noch geprägt von der republikanischen Verfassung und Ausgehend von den literarischen, epigraphischen und numismatischen Quellen geht diese Arbeit der Frage nach, wer für die Erklärung der Aufnahme eines verstorbenen Kaisers oder eines verstorbenen Mitglieds der kaiserlichen Familie unter die Staatsgötter zuständig war: der Prinzeps oder der Senat.
entwickelt sich erst langsam hin zur absoluten Monarchie. Die Historiker des 19. Jahrhunderts, allen voran Marquart und Mommsen, gehen noch von einer Dyarchie aus, andere sehen im Senat der Kaiserzeit nur noch ein macht- und kraftloses Kollegium, das seine Daseinsberechtigung einzig aus traditionellen Gründen hat. In Auseinandersetzung mit den modernen Sichtweisen (u. a. Bleiken, Dahlheim, Rainer und Talbert) und unter Anführung der Quellen wird im staatsrechtlichen Teil aufgezeigt, daß es einzig und allein der Senat ist, der den Beschluß einer Deifikation / Divinisierung faßt, der Kaiser nur einen Antrag stellen oder eine Anregung dazu geben kann. Die rechtliche Vorgangsweise, der konkrete Ablauf der Beschlußfassung und die dann erfolgten Riten und Zeremonien der Konsekration werden in Folge ausführlich dargelegt. Auch auf die damnatio memoriae wird eingegangen.
Mit der Apotheose Caesars beginnend werden danach im historischen Teil die Anfänge des Kaiserkults, Gründe und Konsequenzen der consecratio einzelner Mitglieder des Herrscherhauses anhand der Quellen vorgestellt und kommentiert. Dies sind im entsprechenden Zeitraum folgende Personen: aus dem iulisch-claudischen Haus: Augustus (consecr. 14), Livia [Drusilla] (42), Iulia Drusilla (38), Claudius (54), Poppaea Sabina (65), Claudia Augusta (63). Aus der gens Flavia: Vespasian (79/80), Titus (81), Flavia Domitilla maior (90?); Flavia Domitilla minor (80/81), T. Flavius Caesar (83) und Flavia Iulia (90). Neben den prosopographischen Daten und der Präsentation und Bewertung der literarischen und einiger epigraphischen Quellen wird sodann vor allem die Beteiligung des Senats bei der jeweiligen Vergöttlichung in den Vordergrund gestellt, ist er es doch – und nur er – , wie oben bereits erwähnt, der über consecratio oder damnatio entscheidet. Zusätzlich werden zu allen Divi / Divae die entsprechenden Münzprägungen angeführt und großteils durch Bildmaterial veranschaulicht, sodaß numismatisch eine komplette Darstellung dieser Konsekrationsprägungen vorliegt.
Abstract
(Englisch)
Based on literary, epigraphic and numismatic sources this thesis tries to answer the question whose responsibility it was to declare the deification of a late emperor or other member of the royal family: was it the task of the new princeps or of the senate?
In the early imperial era, which means the time from the beginning of the Julian-Claudian dynasty until the end of the Flavian dynasty, the republican constitution only slowly develops into absolute monarchy. Marquart, Mommsen and other historians of the 19th century assume that there was a dyarchy, whereas others consider the senate of the imperial time only to be a body without power or influence which exists only for traditional reasons. The first part of this thesis deals with Roman constitution: discussing modern views (like Bleiken, Dahlheim, Rainer und Talbert) and ancient sources, I will show that it was only the senate that could declare the deification, the emperor could only submit an application or make a suggestion. I will also describe in detail the legal procedure, how exactly the decision was made, as well as the rites and ceremonies of the consecration. In addition, I will also deal with the damnatio memoriae.
In the second part of this thesis I will give a historical overview. Starting with Caesar‘s apotheosis the beginning of imperial cult, reasons and consequences of the consecration of members of the royal families will be discussed. The sources show that they are: from the Julian-Claudian dynasty Augustus (consecr. 14), Livia [Drusilla] (42), Iulia Drusilla (38), Claudius (54), Poppaea Sabina (65), Claudia Augusta (63). From the gens Flavia: Vespasian (79/80), Titus (81), Flavia Domitilla maior (90?); Flavia Domitilla minor (80/81), T. Flavius Caesar (83) and Flavia Iulia (90). Apart from displaying the prosopographic data and discussing the literary and some epigraphic sources, the focus will be on the role of the senate in the process of deification. As mentioned above, it is only the senate that decides whether there is a consecratio or a damnatio memoriae. The coinage for all Divi / Divae will be listed and for the most part illustrated, so that there will be a complete numismatic catalogue of embossings on occasion of consecrations.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Staatsrecht römisch Apotheose Konsekration Kaiserzeit
Autor*innen
Walter Perné
Haupttitel (Deutsch)
'Vae, puto deus fio!'
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Apotheose in der frühen Kaiserzeit unter besonderer Berücksichtigung des römischen Staatsrechts
Publikationsjahr
2021
Umfangsangabe
229 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Philipp Scheibelreiter ,
Stefan Schima
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.25 Alte Geschichte ,
86 Recht > 86.11 Römisches Recht
AC Nummer
AC16537859
Utheses ID
61565
Studienkennzahl
UA | 794 | 242 | 101 |
