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Peace through international criminal law?
the International Criminal Court as a capacity for peace in the international relations
Margarete Lengger
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Otmar Höll
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.6844
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29461.32082.705270-8
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Debatte um den ICC, seine Rechtmäßigkeit und Wirksamkeit im Rahmen des Schutzes der Menschheit vor groben Menschenrechtsverletzungen ist sehr komplex. Ob mit dem Statut von Rom ein unabhängiger, unparteiischer und effektiv einsetzbarer Gerichtshof geschaffen wurde, bildet die zentrale Forschungsfrage. Weiters wird der Frage nachgegangen, wie die ablehnende Haltung der USA gegenüber diesem neuen Instrument begründet werden kann. Schlussendlich soll erläutert werden, inwiefern der ICC seine friedensfördernde Wirkung entfalten kann, und, davon ausgehend, ob auf diese Art und Weise grundsätzlich Frieden geschaffen werden kann. Nach einer kurzen Einführung zum Thema wird in Kapitel 2 eine Einführung in die Theorien der internationalen Beziehungen und eine Abhandlung des Wandels den Frieden als Stellenwert durchlaufen hat, vorgenommen. Die Verrechtlichung von Krieg wird als Teil der Einführung internationaler Normen in Form internationalen Rechts erläutert, gefolgt von theoretischen Grundlagen zum Verhältnis von Frieden und Gerechtigkeit. Die Entstehung von internationalem Strafrecht wird in Kapitel 3 geschildert und endet mit der Entstehung des ICC. Die kontroversesten Regelungen werden in Kapitel 4 erläutert, unter anderem die Vorbehalte der USA gegen eine Mitgliedschaft. Diese umfassen die Auswirkungen auf Dritt-Staaten, die Rolle von Peacekeeping-Truppen und die Frage der Möglichkeiten, die im Hinblick auf Durchsetzungsmechanismen bestehen. Die problematische Tatsache des undefinierten Straftatbestandes des Verbrechens der Aggression wird ebenfalls behandelt. Aufgrund der hohen Brisanz wird in einem weiteren Unterkapitel ein Ausblick auf die zu erwartende Politik der USA unter dem neuen Präsidenten Obama gemacht. Das fünfte Kapitel widmet sich der Befriedungsfunktion des Internationalen Strafgerichtshofs. Anhand von vier konkreten Mechanismen, der Individualisierung von Täter- und Opfertum, der Rehabilitierung der Opfer, der Beendigung des Vergeltungskreislaufs und der Förderung von Konfliktkultur, sowie der Standardisierung von Konfliktlösung, werden die konkreten Auswirkungen von Internationaler Strafverfolgung auf ihre Durchführbarkeit analysiert. Als etwaige Alternative wird im Anschluss die Möglichkeit von Wahrheitskommissionen geprüft. Abschließend wird festgestellt, dass es sich bei der Schaffung des Internationalen Strafgerichtshofs um ein Zeichen des Fortschritts im internationalen Denken in puncto verstärkter Kooperation auf internationaler Ebene handelt, deren konkrete Auswirkungen anfangs unter dem Optimum liegen werden.
Abstract
(Englisch)
The debate on the ICC regarding its legitimacy and effectiveness in acting against grave breaches of human rights has been manifold. In this thesis, research is conducted based on the question of whether or not an independent, impartial and effectiv court has been established through the Statute of Rome. Further, the hostile attitude of the US towards the Court will be discussed in terms of the legitimacy of the arguments put forward. Finally, the peace promoting effects that are expected of international criminal prosecution are analysed regarding their probability and feasibilty. Moreover, the question of whether peace can even be established in such a manner is addressed. After a short introduction, Chapter 2 deals with the theoretical background to international relations and lays out a discourse of the transformation that peace as a value has undergone. A short history of the juridification of war in international law is then followed by theoretical considerations regarding the relation between peace and justice. The evolution of international criminal law and its temporary culmination in the establishment of the ICC is subject of Chapter 3. The most controversial provisions are depicted in Chapter 4, including the reservation of the USA regarding membership in the treaty. These involve the impacts on third-party states, the role of peacekeeping-troops, the problem of enforcement and the issue of the crime of aggression that has been left undefined. Further, an outlook on future relations between the ICC and the USA under president Obama is made. Finally, chapter 5 deals with the peace promoting effects of international criminal prosecution. On the basis of four mechanisms – individualization of guilt and the victims, rehabilitation of victims, closure of the cycle of retaliation and promotion of conflict culture, as well as standardization of conflict solving – the impacts of international criminal jurisdiction are analyzed regarding their feasibility and probability. In a short excursus Truth Commissions are analyzed as a possible alternative strategy. Ultimately, it is concluded that the creation of the ICC constitutes a symbol for progress in terms of enhanced cooperation on the international level, the effects of which will initially lie beneath the possible optimum.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
International Criminal Court ICC peace International Criminal Law
Schlagwörter
(Deutsch)
Internationaler Strafgerichtshof ICC Friede Internationales Strafrecht
Autor*innen
Margarete Lengger
Haupttitel (Englisch)
Peace through international criminal law?
Hauptuntertitel (Englisch)
the International Criminal Court as a capacity for peace in the international relations
Paralleltitel (Deutsch)
Frieden durch Recht? ; die friedensstiftende Kapazität des Internationalen Strafgerichtshofs
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
VI, 118 S. : Ill., graph. Darst.
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Otmar Höll
Klassifikationen
89 Politologie > 89.71 Internationale Zusammenarbeit: Allgemeines ,
89 Politologie > 89.72 Internationale Organisationen ,
89 Politologie > 89.75 Internationale Konflikte: Allgemeines
AC Nummer
AC07915936
Utheses ID
6180
Studienkennzahl
UA | 300 | | |
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