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Corona im Museum
Überlegungen zum Bewahren der Erinnerung und zur Inventarisierung der Symbole eines globalen Erlebens
Martha Werner
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Universitätslehrgang Studium Generale (MA) - Das nachberufliche Studium an der Universität Wien
Betreuer*in
Herbert Posch
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.71159
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-17779.84776.297821-7
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den Handlungen, die Museen setzten, um das globale Geschehen einer Pandemie zu dokumentieren, schon im Moment ihres Geschehens. Welche Dinge werden zu welchem Zeitpunkt gesammelt, um später eine schlüssige Geschichtserzählung gestalten zu können. Dazu wird zuerst ein kurzer Überblick über die Erscheinungsformen historischer Pandemien in Museen gegeben, danach werden die digitalen und analogen Aktivitäten mehrerer Ethnologie-, Technik-, Historischer, Medizinhistorischer Museen und einiger Regionalmuseen (Kunsthistorische Museen werden nur am Rande behandelt) betrachtet. Es wurde beobachtet, dass ein nicht abgeschlossenes Geschehen sich der musealen Präsentation als Narrativ entzieht. Die Objekte der Pandemie werden mit genauer Objektgeschichte aufbewahrt, möglichst viele Kontexte sollen dadurch für zukünftige Präsentationen ermöglicht werden, aktuell sind meist nur Aneinanderreihungen zu sehen. Einige Häuser wählen einen anderen Zugang, indem sie die aktuelle Pandemie als letzte Seuche in einer langen Reihe präsentieren. Ausschließlich mit historischen Objekten werden Präsentationen erschaffen, die dem Publikum eine Art von mentaler Unterstützung in der gegenwärtigen Pandemie, aus der Vergangenheit anbieten sollen. Es wurde auch beobachtet wie diese Pandemie Museen verändert hat; große urbane Häuser waren von Schließungen und veränderten BesucherInnenstrukturen meist mehr betroffen, als kleine regionale Museen. Die Digitalisierung schritt in fast allen Häusern voran, neue Formate wurden gesucht und erprobt, manche auch behalten. Museen werden von der Öffentlichkeit in der Pandemie stärker als partizipative Organisationen wahrgenommen, die für das Bewahren der Erinnerung zuständig sind, sie waren phasenweise die einzigen, geöffneten Kulturinstitutionen. Die durch Corona hervorgerufenen Veränderungen haben lebhafte Diskussionen in der kulturtheoretischen und museologischen Szene über die prinzipiellen Zielsetzungen von Museen hervorgerufen.
Abstract
(Englisch)
This work concerns with the actions that museums take in order to document the global event of a pandemic already at the moment of this events. Which objects are collected, at what time to be able to generate a narrative of history in the future. At the beginning, this thesis provides a brief overview of the manifestations of historical pandemics in museums, followed by a review of the analogue and digital activities of selected ethnology museums, historical museums, technical museums, medical history museums and some local history museums. It has been observed that it is not possible to present ongoing proceedings in museum narratives. Not only objects of the pandemic were collected, but also their narratives. The aim is to preserve as many contexts as possible to enable various future presentations. Currently mostly sequences of objects are shown. Some museums choose a different approach by presenting Covid-19 as the latest plague in a long line. The compiled historical objects and the analogies from the past shall support the audience to endure the present pandemic. It was also observed how this pandemic has changed museums. Large urban structures were usually more affected by closures and modified visitor groups than small regional museums. Digitalization progressed in almost all institutions, new designs were developed and tested, some even retained. The public perceived museums in the pandemic more as participatory organizations, which are responsible for preserving memory; they were temporary the only open cultural institutions. The changes brought by Corona provoked lively discussions in the scenes of cultural studies and museology about the fundamental objectives of museums.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Museum Pandemie Erinnerung Ausstellung Objekt Sammlungspolitik Gegenwartsdokumentation Online-Sammlung digitale Veränderung
Schlagwörter
(Englisch)
museum pandemic memory exhibition object collecting policy contemporary documentation online collection digital transformation
Autor*innen
Martha Werner
Haupttitel (Deutsch)
Corona im Museum
Hauptuntertitel (Deutsch)
Überlegungen zum Bewahren der Erinnerung und zur Inventarisierung der Symbole eines globalen Erlebens
Publikationsjahr
2021
Umfangsangabe
II, 80 Seiten ; Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Herbert Posch
Klassifikation
15 Geschichte > 15.00 Geschichte: Allgemeines
AC Nummer
AC16540406
Utheses ID
61844
Studienkennzahl
UA | 992 | 499 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1