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Eine Scheinwelt?
die Selbstdarstellung Jugendlicher auf dem Social Media Kanal TikTok
Tatjana Chalaupek
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Publizistik- u. Kommunikationswissenschaft
Betreuer*in
Gerit Götzenbrucker
DOI
10.25365/thesis.71114
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-28224.99540.106593-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Bedeutung von sozialen Netzwerken und ebenfalls jene von TikTok für jugendliche User ist unumstritten. Die App wird von Personen zwischen 13 und 18 oftmals mehrere Stunden am Tag genutzt. Hierbei entsteht leicht eine regelrechte Sucht nach den Kurzvideos und dem Austausch mit anderen Usern. Die Zuneigung anderer und wie diese einen Selbst wahrnehmen wird dabei immer wichtiger, sodass man oftmals nahezu zu einer Identitätsinszenierung gedrängt wird.
Es ist also durchaus interessant zu erfahren, inwiefern es Selbstinszenierung auf TikTok gibt, welche Gründe dafür genannt werden, ob die Grundbedürfnisse dadurch befriedigt werden können und, ob es eine kognitive Dissonanz zwischen den Grundüberzeugungen und der tatsächlichen Präsentation der eigenen Identität auf TikTok gibt.
Um diese Fragen bestmöglich beantworten zu können, wurden im Rahmen dieser Masterarbeit 12 leitfadenbasierte Interviews durchgeführt, die in weiterer Folge anhand einer qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet und analysiert wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass es auf TikTok, wie auch innerhalb anderer sozialer Netzwerke, eine inszenierte Darstellung der eigenen Identität gibt. Vor allem betroffen davon sind Personen mit geringem Selbstwert und junge Mädchen. Die Gründe für die Selbstinszenierung auf TikTok sind vor allem die Anerkennung durch andere User, das Verfolgen von Trends und sich Herzuzeigen. So wird klar, dass TikTok, wie auch andere soziale Netzwerke, lediglich dazu dienen sich von der besten Seite zu zeigen, um so die gewollte Zuneigung von anderen zu bekommen. Dabei sollen die Grundbedürfnisse nach Grawe (1998) befriedigt werden. Es ist festzuhalten, dass vielen Jugendlichen eine Veränderung der Identität nicht bewusst ist. Viele wollen sie jedoch auch möglicherweise einfach nicht zugeben, da sich oftmals eine kognitive Dissonanz entwickelt zwischen der Grundüberzeugung der Authentizität und dem tatsächlichen Präsentieren der eigenen Identität auf TikTok. Ist das Erhalten von Anerkennung durch andere Personen jedoch die Hauptprämisse für die Identitätsinszenierung, und wird dies dadurch erreicht, so handelt der Mensch in sich konsistent. Hier entsteht ein Zwiespalt zwischen Konsistenz und kognitiver Dissonanz innerhalb der eigenen Person. Es ist also individuell abzuschätzen, was die wichtigere Größe im eigenen Leben ist und dementsprechend zu handeln.
Abstract
(Englisch)
The importance of social networks and also that of TikTok for young people is undisputed. People between 13 and 18 often use the app for several hours a day. This can easily lead to a real addiction to the short videos and the exchange with other users. The importance of the affection of others and how they perceive one's self continues to increase, so that one is often almost forced to stage the own identity.
It is therefore interesting to find if there is fake self-presentation on TikTok, what the reasons are for it, whether the basic needs can be satisfied by it, and whether there is a cognitive dissonance between the basic beliefs and the actual presentation of one's own identity on TikTok.
In order to answer these questions in the best possible way, 12 guideline-based interviews were conducted in the context of this master thesis, which were subsequently evaluated and analyzed by means of a qualitative content analysis. The results show that on TikTok, as on other social networks, there is a staged representation of one's own identity. People with low self-esteem and young girls are mainly affected by this. The reasons for self-staging on TikTok are mainly recognition by other users, following trends, and showing off. It becomes clear that TikTok, like other social networks, only serves to show oneself from the best side in order to get the desired affection from others. The basic needs according to Grawe (1998) are to be satisfied. It should be noted that many young people are not aware of a change in identity by themself. However, many may simply not want to admit it, as a cognitive dissonance often develops between the basic conviction of authenticity and the actual presentation of one's own identity on TikTok. However, if receiving recognition from other people is the main premise for identity staging, and if this is achieved in this way, the person acts in a self-consistent manner. It is therefore necessary to evaluate individually what is the important variable in one's own life and to act accordingly.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
soziale Netzwerke TikTok Selbstdarstellung Jugendlicher Identitätsbildung
Autor*innen
Tatjana Chalaupek
Haupttitel (Deutsch)
Eine Scheinwelt?
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Selbstdarstellung Jugendlicher auf dem Social Media Kanal TikTok
Publikationsjahr
2022
Umfangsangabe
224 Seiten : Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Gerit Götzenbrucker
Klassifikation
05 Kommunikationswissenschaft > 05.38 Neue elektronische Medien
AC Nummer
AC16537783
Utheses ID
62086
Studienkennzahl
UA | 066 | 841 | |
