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Österreichische Ärztinnen und Ärzte im Widerstand gegen den Nationalsozialismus
Helmuth Weitzer
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Geschichte
Betreuer*in
Herwig Czech
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.71216
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-15450.16766.350765-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Jede wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Regime, des „Dritten Reiches“, führt unabhängig von dem Zugang früher oder später zum Themenfeld der Medizin im Nationalsozialismus. Das oberste Ziel der politischen Führung war es, ein Gesundheitswesen zu etablieren, das sie für die Erreichung ihrer Ziele nutzen konnten. Unter dem Vorwand einer Leistungsmedizin wurde eine rassistisch und sozialdarwinistisch begründete Ideologie zur Staatsdoktrin erhoben. Um dieser die notwendige „wissenschaftliche“ Legitimation zu verleihen, bedienten sich die Machthaber auch der Medizinerinnen und Mediziner. Nach Kriegsende wurde jetzt auch offiziell thematisiert, in welche Richtung sich die Medizin im Nationalsozialismus entwickelt hatte. Dementsprechend groß war nun das Interesse der Wissenschaft. Schon 1947 erschien die erste Publikation, „Das Diktat der Menschenverachtung“, eine Dokumentation des Nürnberger Ärzteprozesses. Damit entstand das Bild von Ärztinnen und Ärzten unter dem Hakenkreuz, die offensichtlich jeden Respekt vor menschlichen Leben verloren hatten und dementsprechend agierten. Natürlich gab es diejenigen, die einfach wegsahen und schwiegen, aber auch jene, die weder einen Beitrag zu den Medizinverbrechen geleistet noch weggesehen haben, sie haben sich aufgelehnt, indem sie Widerstand leisteten. Dieser Gruppe von Medizinerinnen und Medizinern, konkret den österreichischen, widmet sich diese Masterarbeit, geht der Frage nach, wie sich dieser Widerstand dargestellt hat und ob er auch erfolgreich war. Im Mittelpunkt stehen die Heldinnen und Helden im weißen Mantel, die den Weg ihrer humanitären Einstellung entschlossen weitergegangen sind, im Bewusstsein der ihnen drohenden möglichen Konsequenzen – ein Thema, das bislang ein Schattendasein führt und jetzt, über 75 Jahre nach Kriegsende, endlich auch seinen ihm in der Geschichte zustehenden Platz einnehmen soll.
Abstract
(Englisch)
Every scientific study of the years of the regime, the "Third Reich", regardless of the access sooner or later leads to the topic area of medicine under the National Socialism. The primary goal of the political leadership was to establish a health care system that they could use to achieve their political goals. Under the pretext of performance medicine, an ideology based on racism and social Darwinism was elevated to state doctrine. In order to lend this the necessary "scientific" legitimacy, the rulers also made use of the medical profession. After the end of the war the direction in which medicine had developed under National Socialism has now also been officially discussed. The interest of the scientific community was correspondingly great. As early as 1947, the first publication appeared, “Das Diktat der Menschenverachtung", a documentation of the Nuremberg Doctors' Trial. This created the image of doctors under the swastika, who had obviously lost all respect for human life and acted accordingly. Of course, there were those who simply looked the other way and remained silent, but also those who neither contributed to the medical crimes nor looked the other way, but instead rebelled against the authorities by offering resistance. This master‘s thesis is dedicated to this last group of physicians, specifically the Austrian ones, and examines the question of how this resistance manifested itself and whether it was successful. The focus is on the heroines and heroes in white coats who resolutely continued on the path of their humanitarian liefs, aware of the possible consequences looming ahead. This subject unfortunately still leads a shadowy existence and now, more than 75 years after the end of the war, should finally take its rightful place in history.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Widerstand Österreich Nationalsozialismus Geschichtswissenschaft Ärztinnen Ärzte Medizingeschichte Medizinverbrechen
Schlagwörter
(Englisch)
resistance Austria National Socialism historiography female doctors male doctors history of medicine medical crimes
Autor*innen
Helmuth Weitzer
Haupttitel (Deutsch)
Österreichische Ärztinnen und Ärzte im Widerstand gegen den Nationalsozialismus
Publikationsjahr
2022
Umfangsangabe
200 Seiten : Illustration
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Herwig Czech
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.08 Sozialgeschichte ,
15 Geschichte > 15.24 Zweiter Weltkrieg ,
44 Medizin > 44.01 Geschichte der Medizin
AC Nummer
AC16544741
Utheses ID
62191
Studienkennzahl
UA | 066 | 803 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1