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Der Kanun - das albanische Gewohnheitsrecht nach dem sogenannten Kanun des Lekë Dukagjini, kodifiziert von Shtjefën Gjeçovi
eine textvergleichende Analyse der deutschen Übersetzung von Marie Amelie Freiin von Godin (1953 bis 1956) und der überarbeiteten deutschen Fassung von Robert Elsie (2001)
Aferdita Rabineg-Tafallari
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Postgraduate Center
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Universitätslehrgang Dolmetschen für Gerichte und Behörden (MA)
Betreuer*in
Waltraud Kolb
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.71447
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-28614.17859.323310-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
„Der Kanun – das albanische Gewohnheitsrecht nach dem sogenannten Kanun des Lekë Dukagjini, kodifiziert von Shtjefën Gjeçovi: Eine textvergleichende Analyse der deutschen Übersetzung von Marie Amelie Freiin von Godin (1953 bis 1956) und der überarbeiteten deutschen Fassung von Robert Elsie (2001)“ Die vorliegende Masterarbeit beleuchtet den Kanun des Lekë Dukagjini aus translationswissenschaftlicher Sicht. Der Schwerpunkt der Studie besteht darin, der Leserschaft eine gegenüberstellende, textvergleichende Analyse beider deutscher Ausgaben des Kanun des Lekë Dukagjini zu vermitteln und die Abweichungen für die heutige Leserschaft aufzuzeigen und zu erläutern. Für diese textvergleichende Analyse wurde das Modell von Christiane Nord als Grundlage herangezogen. Anhand dieses Modells wurde ein methodischer Zugang ausgearbeitet, welcher für weitere ähnliche textvergleichende Analysen angewendet werden kann. Der Kanun regelt sowohl zivilrechtliche als auch strafrechtliche Fragen. In dieser Arbeit wurden ausschließlich Teile behandelt, die das Zivilrecht regeln: 2. Buch: Die Familie; 3. Buch: Die Heirat; 4. Buch: Die Hochzeit und 5. Buch: Die Erbschaft. Der Ausgangstext und die beiden deutschen Fassungen wurden auf die wichtigsten translationswissenschaftlichen Aspekte hin untersucht. Neben dem translationswissenschaftlichen Kontext wurde ebenfalls auf die Entstehungsgeschichte des Ausgangstextes und der beiden Zieltexte sowie auf deren Verfasser eingegangen. Den Hauptteil der Untersuchung stellt die Analyse der Beispieltexte dar, die repräsentativ für die Ausarbeitung der Abweichungen stehen. Der Übersetzungsvergleich befasst sich mit der Frage der Intention und der Wirkung, und zwar ob die Zieltexte eine ähnliche Wirkung auf ihre Empfänger:innen erzielen wie der AT auf seine. Dabei war es wichtig herauszufinden, wie stark sich die Neuausgabe des Kanun von der ersten deutschen Übersetzung unterscheidet bzw. wie und wo sich diese Unterscheidungen manifestieren und welche Textmerkmale diese aufweisen. Sind diese Abweichungen bei den textexternen oder textinternen Faktoren erkennbar und gibt es bemerkenswerte sprachliche Veränderungen? Vor allem ging es darum herauszufinden, ob Elsies intendiertes Ziel, mit dieser Veröffentlichung eine moderne Fassung des Kanun herauszugeben, erreicht wurde. In dieser textvergleichenden Analyse und in den angeführten Beispielen ging es weder darum beide Zieltexte zu bewerten noch einer Kritik zu unterziehen. Eine textvergleichende Analyse von beiden deutschen Ausgaben des Kanun aus translationswissenschaftlicher Sicht gab es bis jetzt nicht. Somit stellt diese die erste wissenschaftliche Arbeit auf diesem Gebiet dar. Die von dieser Studie gewonnenen Erkenntnisse können als Ausgangsbasis für weitere Analysen ähnlicher Aufgabestellungen dienen und sollen ein Ansporn für künftige Forschungen sein. Ferner soll diese Studie der Leserschaft einen neuen Zugang zum Kanun ermöglichen und ein praktisches Beispiel für die Anwendbarkeit des Modells von Christiane Nord für die textvergleichende Analyse zweier Zieltexte vermitteln.
Abstract
(Englisch)
„The Kanun of Lekë Dukagjini – the Albanian customary law codified by Shtjefën Gjeçovi - A comparative analysis of the German editions by Amelie von Godin (1953 - 1956) and by Robert Elsie (2001)“ The main focus of this Master’s Thesis was to investigate the Kanun of Lekë Dukagjini from a translation studies perspective and to provide a comparative analysis of both German editions (Amelie von Godin, Robert Elsie) of the Kanun of Lekë Dukagjini. Using Christiane Nord's model as the basis for this study, differences between the two versions were discussed and explained for today's readers. The method as it was developed for the purpose of this investigation could serve as a starting point for similar comparative analyses in the future. The source text and both German versions were examined with regard to the most important aspects from a translation studies perspective. After describing the history of the source text and the two target texts and providing some information about their authors, the main part of the investigation comprised a detailed analysis of representative examples taken from the chapters on civil law: 2nd book - The family; 3rd book - The Marriage; 4th book - The Wedding and 5th book - The Inheritance. The analysis deals with the questions of intention and effect, whether the target texts have a similar effect on their recipients as the source text has on its recipients. Therefore, it was important to find out how much the new edition of the Kanun by Elsie differs from the first German translation by von Godin, where these differences occur and which characteristics they have. Are there any notable changes on the level of language and are they linked to text-external or text-internal factors? Above all, the objective was to find out whether Elsie's intended goal of providing a modern version of the Kanun has been achieved with his publication. The aim of this comparative analysis and the examples given was neither to evaluate the two target texts as a whole nor to subject them to criticism. There are, as yet, no comparative investigations of the two German editions of the Kanun and this thesis can therefore be seen as a first contribution to research in this field. The knowledge gained from this study could then serve as an incentive for future research. Furthermore, this study offers readers a new approach to engage with the Kanun of Lekë Dukagjini and provides an example of the practical applicability of Christiane Nord's model.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Kanun albanisches Gewohnheitsrecht Lekë Dukagjini Shtjefën Gjeçovi Amelie von Godin Robert Elsie Christiane Nord textvergleichende Analyse
Schlagwörter
(Englisch)
Kanun Albanian customary law Lekë Dukagjini Shtjefën Gjeçovi Amelie von Godin Robert Elsie Christiane Nord comparative analysis
Autor*innen
Aferdita Rabineg-Tafallari
Haupttitel (Deutsch)
Der Kanun - das albanische Gewohnheitsrecht nach dem sogenannten Kanun des Lekë Dukagjini, kodifiziert von Shtjefën Gjeçovi
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine textvergleichende Analyse der deutschen Übersetzung von Marie Amelie Freiin von Godin (1953 bis 1956) und der überarbeiteten deutschen Fassung von Robert Elsie (2001)
Paralleltitel (Englisch)
The Kanun of Lekë Dukagjini - the Albanian customary law codified by Shtjefën Gjeçovi
Paralleluntertitel (Englisch)
a comparative analysis of the German editions by Amelie von Godin (1953 - 1956) and by Robert Elsie (2001)
Publikationsjahr
2022
Umfangsangabe
123 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Waltraud Kolb
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.45 Übersetzungswissenschaft ,
18 Einzelne Sprachen und Literaturen > 18.99 Sonstige Sprachen und Literaturen
AC Nummer
AC16561180
Utheses ID
62390
Studienkennzahl
UA | 992 | 883 | |
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