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Entnazifizierung im Lager 373 Camp Wolfsberg
ein Fallbeispiel auf Grundlage eines Briefwechsels
Christina Markus
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Geschichtsforschung, Historische Hilfswissenschaften und Archivwissenschaft
Betreuer*in
Peter Eigner
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.71528
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-15755.32435.251628-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Der im Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes (DÖW) befindliche Briefbestand des Paares Maria Praßl und Hans Raunikar wurde in dieser Arbeit erstmals wissenschaftlich aufgearbeitet. Die beiden Nationalsozialisten Raunikar und Praßl lernten sich 1946 im Lager 373 Camp Wolfsberg in Kärnten auf schriftlichem Weg kennen. Aus anfänglichen vorsichtigen Annäherungen wurde im Laufe der Zeit eine Liebesbeziehung, die auch außerhalb des Camps von Bestand war und zu einer Ehe führte. Die Arbeit geht den Fragen nach, ob eine Entnazifizierung stattfand, ob sich die Einstellung änderte und wie der Camp-Alltag ausschaute. Von besonderer Bedeutung für diese Arbeit sind ihre schriftlichen Ausführungen zum Alltagsleben im Camp sowie ihre nach wie vor bestehende nationalsozialistische Auffassung, die in ihren verwendeten Begrifflichkeiten zu erkennen ist und die sich weder im Camp noch im späteren Verlauf ihres Lebens änderte. Um eine bessere Vorstellung ihres Lebens und der Gründe für ihr Handeln zu bekommen, wird auf ihre Biographien bis zur Internierung 1945 eingegangen. Besonders von Interesse sind die Ausführungen und Ansichten der Familie Raunikar zu diesem Thema im angeschlossenen Interview.
Abstract
(Englisch)
The inventory of letters from the couple Maria Praßl and Hans Raunikar, which is in the Documentation Centre of Austrian Resistance (DÖW), was scientifically processed for the first time in this work. The two National Socialists, Raunikar and Praßl, got to know each other in writing in 1946 in Camp 373, Wolfsberg Camp in Carinthia. Over time, the initial cautious approaches turned into a love affair that also lasted outside the camp and led to a marriage. The work explores the questions of whether denazification took place, whether attitudes changed and what everyday camp life looked like. Of particular importance for this work are their written statements on everyday life in the camp and their still existing National Socialist point of view, which can be seen in the terminology used in their letters and which changed neither in the camp nor later in their life. In order to get a better idea of their lives and the reasons for their actions, their biographies up until their internment in 1945 are discussed. The comments and views of the Raunikar family on this topic in the interview that follows are of particular interest.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Entnazifizierung Täterforschung Briefwechsel
Autor*innen
Christina Markus
Haupttitel (Deutsch)
Entnazifizierung im Lager 373 Camp Wolfsberg
Hauptuntertitel (Deutsch)
ein Fallbeispiel auf Grundlage eines Briefwechsels
Publikationsjahr
2022
Umfangsangabe
140 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Peter Eigner
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.10 Historische Hilfswissenschaften ,
15 Geschichte > 15.24 Zweiter Weltkrieg
AC Nummer
AC16565269
Utheses ID
62487
Studienkennzahl
UA | 066 | 804 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1