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Juraj Jánošík vs. Alžbeta Báthoryová
der subversive Räuber als Nationalheld und eine Serienmörderin als Antiheldin? : (eine Interpretation von Ján Bottos Smrtʹ Jánošíkova und Čachtiská pani)
Katharina Ludl
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Slawistik Slowakisch
Betreuer*in
Alois Woldan
DOI
10.25365/thesis.71309
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-15815.33547.513374-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Das Ziel dieser Masterarbeit war eine genaue Analyse und der Vergleich der beiden Werke Ján Bottos. Dazu erfolgte zunächst eine Einordnung des Autors in die Epoche der Romantik und die Relevanz der politischen und historischen Einflüsse auf den Dichter und sein Œuvre. Dabei wird besonders auf die literarische Prägung des jungen Botto hingewiesen, unter ande-rem am Lyzeum Levoča oder durch neue ästhetische Konzeptionen des Štúrschen Dichter-kreises, dessen jüngstes Mitglied er war. Diese beiden Schulen und sein Studium in Budapest bestärkten seine literarischen und nationalen Interessen, siehe dazu auch den regen Briefwechsel zwischen Ján Botto und seinem lebenslangen Freund Pavol Dobšinský. Botto beschäftigte sich unter anderem mit der zeitgenössischen deutschen, russischen, polnischen und auch englischen Literatur seiner Zeit. Er ließ sich von diesen Idealen, Motiven und formalen Realisierungen inspirieren und passte sie an heimische bzw. slowakische Formen an. Zusätzlich konzentrierte sich sein Fokus auch auf die Folklore und die Quellen des Volksschriftums. Botto sah in Märchen und Sagen die Urform der slowakischen Literatur. Nach dem enttäuschenden Ausgang der Revolution 1848/49 und der darauf folgenden Ära Bach veränderte sich gezwungenermaßen Bottos Blickwinkel und dichterischer Ausdruck. Daraus resultierte, dass die Allegorie eine grundlegende Position in seiner Dichtung einnahm. Diese war auch formal durch den literarischen Synkretismus geprägt. Botto verband die Desillusion der Wirklichkeit mit der imaginären und märchenhaften Traumwelt. Dazu wählte er in Smrť Jánošíkova die romantische Figur des Räubers als Helden und das Motiv des schlafenden Volkes und verwunschenen Landes. Interessant ist dabei, dass Botto sich nicht an der historischen Figur orientierte, sondern ein neues Ideal des Helden anhand der tradierten Gestalt aus der Folklore erschuf. Botto adaptierte seine Dichtung mehrmals kritisch und erschuf so verschiedene Versionen, angepasst an die jeweilige gesellschaftliche Situation. An dieser Stelle wird auch damit zusammenhängend auf die Transformation der Erinnerungsfigur des Räuberbildes und die zahlreichen Rezeptionen der Jánošík-Thematik hingewiesen sowie auf die Mythenbildung der Alžbeta Báthoryová im nationalen Bewusstseinsprozess.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Juraj Jánošík Alžbeta Báthoryová Ján Botto Nationalheld Antiheldin Allegorie des schlafenden Landes
Autor*innen
Katharina Ludl
Haupttitel (Deutsch)
Juraj Jánošík vs. Alžbeta Báthoryová
Hauptuntertitel (Deutsch)
der subversive Räuber als Nationalheld und eine Serienmörderin als Antiheldin? : (eine Interpretation von Ján Bottos Smrtʹ Jánošíkova und Čachtiská pani)
Publikationsjahr
2022
Umfangsangabe
98 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Alois Woldan
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.93 Literarische Stoffe, literarische Motive, literarische Themen ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.94 Literarische Einflüsse und Beziehungen, Rezeption
AC Nummer
AC16553865
Utheses ID
62488
Studienkennzahl
UA | 066 | 250 | 373 |
