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Postkoloniales "counter-mapping" als Beitrag zur Dekolonisierung von urbanen Räumen am Beispiel Wien
Suanna Katharina Scheck
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Internationale Entwicklung
Betreuer*in
Gerald Faschingeder
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.71371
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-26723.32378.339972-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Begibt man sich auf die Spurensuche kolonialer Hinterlassenschaften und Erinnerungsorten in deutschsprachigen Städten, sind diese häufig erst auf den zweiten Blick sichtbar. Städte wie Bern, München oder Wien gelten formal nicht als ehemalige Kolonialmetropolen und die Präsenz (post-)kolonialer Kontinuitäten wird folglich häufig relativiert. In den vergangenen Jahren, u. a. beeinflusst durch die Black Lives Matter Bewegung, gewann die Thematik kolonialer Kontinuitäten und die Dekolonisierung in Städten jedoch vermehrt an Aufmerksamkeit. Zur Sichtbarmachung kolonialer Spuren greifen zivilgesellschaftliche Organisationen häufig auf die Erstellung von alternativen Stadtplänen, dem sogenannten counter-mapping, zurück. Inwiefern die Methode des counter-mappings im Kontext der Dekolonisierung von Städten im deutschsprachigen Raum Potential hat, wird in dieser Arbeit untersucht. Dabei werden anhand von Literaturrecherche die theoretischen Hintergründe zu Kolonialismus, post- und dekolonialen Theorien, Kritische Stadt- und Raumforschung sowie der Kritischen Kartierung erarbeitet und miteinander verknüpft. Zur Verdeutlichung der praktischen Ebene postkolonialen counter-mappings wird auf die Analyse von bereits realisierten Kartierungsprojekten aus Bern, Kassel und München zurückgegriffen. Ferner dienen qualitative Interviews mit sechs Wiener Akteur*innen aus dem post- und dekolonialen Arbeitsfeld dazu, einen lokalen Kontext zur Stadt Wien herzustellen – eine postkoloniale counter-map gibt es bislang in Wien nicht. Grundsätzlich zeigt sich in der Arbeit, dass sich die Ansätze der Dekolonisierung von Städten und die Praxis des counter-mappings in zahlreichen Aspekten überschneiden und folglich sehr gut miteinander verknüpfen lassen. Auch in Wien stößt die Erstellung einer solchen postkoloniale counter-map auf großes Interesse und Potentialzuschreibung, es werden jedoch auch Herausforderungen deutlich, die im Zuge eines Kartierungsprozesses auftreten können.
Abstract
(Englisch)
If one goes in search for traces of colonial legacies and places of remembrance in German-speaking cities, they are often only visible at second glance. Cities such as Bern, Munich or Vienna are not formally considered former colonial metropolises and the presence of (post-)colonial continuities is consequently often relativized. In recent years, however, influenced by the Black Lives Matter movement among others, the topic of colonial continuities and decolonization in cities has gained increased attention. To make colonial traces visible, civil society organizations often resort to the creation of alternative city maps, so-called counter-mapping. To what extent the method of counter-mapping has potential in the context of decolonization of cities in German-speaking countries is examined in this thesis. Thereby, the theoretical background of colonialism, post- and decolonial theories, critical urban and spatial research as well as critical mapping will be elaborated and linked by means of a literature research. To illustrate the practical dimension of postcolonial counter-mapping, the analysis of already realized mapping projects from Bern, Kassel and Munich will be used. Furthermore, qualitative interviews with six Viennese actors from the post- and decolonial field of work serve to establish a local context to the city of Vienna ¬– a postcolonial counter-map does not yet exist in Vienna. This thesis shows that the approaches of decolonizing cities and the practice of counter-mapping overlap in numerous aspects and can therefore be meaningfully linked. In Vienna, the creation of such a postcolonial counter-map is met with great interest and attribution of potential, though challenges that can arise in the course of a mapping process also become apparent.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Dekolonisierung postkoloniale Stadt urbaner Raum Kritische Kartographie counter-mapping Wien
Schlagwörter
(Englisch)
decolonization postcolonial city urban space critical cartography counter-mapping Vienna
Autor*innen
Suanna Katharina Scheck
Haupttitel (Deutsch)
Postkoloniales "counter-mapping" als Beitrag zur Dekolonisierung von urbanen Räumen am Beispiel Wien
Publikationsjahr
2022
Umfangsangabe
116 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Gerald Faschingeder
Klassifikationen
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.10 Wissenschaft und Gesellschaft ,
15 Geschichte > 15.22 Geschichte der Entdeckungen ,
71 Soziologie > 71.14 Städtische Gesellschaft ,
71 Soziologie > 71.52 Kulturelle Prozesse ,
73 Ethnologie > 73.50 Kultureller Wandel ,
74 Geographie, Anthropogeographie > 74.37 Thematische Kartographie ,
74 Geographie, Anthropogeographie > 74.40 Kartenherstellung ,
74 Geographie, Anthropogeographie > 74.79 Raumordnung, Städtebau: Sonstiges ,
89 Politologie > 89.91 Imperialismus
AC Nummer
AC16556577
Utheses ID
62674
Studienkennzahl
UA | 066 | 589 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1