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Filmästhetische Horizonterfahrungen
Film als Verhandlungsort von Materie, Bewegung und Wahrnehmung
Deniss Boldavesko
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Theater-, Film- und Medienwissenschaft
Betreuer*in
Lisa Gotto
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.71704
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-10540.63458.309199-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit beschäftigt sich mit filmästhetischen Konstellationen, welche als Verhandlungsort von Materie, Wahrnehmung und Bewegung fungieren. Deleuzes Konzept der gasförmigen Wahrnehmung und Seels Begriff des Rauschens bilden den Nährboden, um im ersten Teil dieser Arbeit von einer kritischen Gegenüberstellung dieser den Horizonten des Menschlichen zugewandten Denklinien heraus, filmästhetische Horizonterfahrungen entlang einer heterogenen Auswahl an Filmen – von Art House bis Spielfilm – zu modellieren. Der zweite Teil nutzt dieses Fundament und definiert und erarbeitet den Begriff der filmästhetischen Horizonterfahrungen. Diese agieren auf der Ebene reiner Bewegungsphänomene, sind subsinnhaft, diffus, finden vor allem in der Leere und Fülle Einkehr und nähern sich auf der temporalen Skala einer Unmittelbarkeit durch direkte Affizierung an. Es wird gezeigt, dass sich filmästhetische Horizonterfahrungen immer diametral zu narrativen Bestrebungen bewegen. Um dieser Richtung und dem materialistischen Fundament gerecht zu werden, wird von Erhitzung, also Auflösung, des Narrativen gesprochen. Somit sind diese Erfahrungen insoweit horizonthaft, als dass sie uns sprachliches Wesen Mensch, durch filmformale Operationen, Skalierungen von Materialität erfahren lassen, die uns an den Horizont der menschlichen-alltäglich-handlungsorientierten Erfahrung bringen. Im Zuge dessen sind Rückschlüsse über den materiellen Prozess von Filmwahrnehmung als solchen, als materiellen Bewegungszusammenhang erarbeitet. Filmästhetische Horizonterfahrungen sind damit das genetische Element von filmästhetischen Konstellationen als solches, da sie das nicht-menschliche Lichtspiel in den Fokus rücken. Die Erkenntnisse werden daraufhin abseits von rein filmästhetischen Konstellationen auf die ästhetischen Bewegtbilder der Virtual Reality erweitert. Es wird geprüft, inwieweit innerhalb dieser ästhetischen Konstellationen ästhetische Horizonterfahrungen möglich sind, inwieweit die medialen Bedingungen die Wahrscheinlichkeit und Intensität solcher Erfahrungen erhöhen bzw. verstärken können.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Deleuze Seel gasförmige Wahrnehmung Film Virtual Reality VR Rauschen filmästhetische Horizonterfahrungen Horizonte Materie Bewegung sinnliche Immersion Unmittelbarkeit diffus nicht-menschlich
Autor*innen
Deniss Boldavesko
Haupttitel (Deutsch)
Filmästhetische Horizonterfahrungen
Hauptuntertitel (Deutsch)
Film als Verhandlungsort von Materie, Bewegung und Wahrnehmung
Publikationsjahr
2022
Umfangsangabe
93 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Lisa Gotto
Klassifikationen
24 Theater > 24.31 Systematische Filmwissenschaft ,
24 Theater > 24.34 Filmgattungen, Filmsparten
AC Nummer
AC16585211
Utheses ID
62765
Studienkennzahl
UA | 066 | 583 | |
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