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"Ich saß da in der Empfindung, Mitspieler in einer Geschichte zu sein, die nicht meine war"
mediale Transformationen von Gegenwartsliteratur am deutschsprachigen Theater untersucht anhand Christian Krachts "Imperium" und Édouard Louis' "Im Herzen der Gewalt"
Tyll Leyh
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Vergleichende Literaturwissenschaft
Betreuer*in
Norbert Bachleitner
DOI
10.25365/thesis.71567
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-19576.72405.306813-5
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Es besteht eine signifikante Anzahl an Aufführungen auf deutschsprachigen Bühnen, die Texte der Gegenwartsliteratur als Vorlage benutzen. Dennoch wurden die Besonderheiten der Romanadaptionen bisher nur am Rande erfasst. Dies gilt im besonderem Maße für Stücke der Gegenwartsliteratur. Aus dieser Forschungslücke ergibt sich die Ausgangssituation und Frage der vorliegenden Arbeit: Wie funktionieren Adaptionen von Gegenwartsliteratur am deutschsprachigen Theater? Untersucht werden hierfür Christian Krachts Imperium und Édouard Louis’ Im Herzen der Gewalt und jeweils zwei Adaptionen fürs deutschsprachige Theater in einer narratologischen Analyse. Der dramatische Text wird in der Analyse als narrativer Text verstanden und damit ein Vergleich über Gattungsgrenzen ermöglicht. Hierbei zeigt sich, dass die Adaptionen epische Erzähltechniken der Prätexte aufnehmen und produktiv umsetzen. Außerdem wird deutlich, dass es sich um spezifische mediale Transformationen handelt, die abgegrenzt werden müssen von anderen intermedialen Adaptionsvorgängen. Es sind eigenständige Produkte, die bestimmte Merkmale teilen: Eine hohe Prätextnähe, einen dem Roman entnommenen Handlungsverlauf, die auktoriale Erzählinstanz und diskursive Gegenwartsbezüge.
Abstract
(Englisch)
There is a significant number of productions at German theaters that use texts of contemporary literature as models. However, there is little research on the special features of novel adaptations. This is especially true for theater productions of contemporary literature. This research gap leads to the research question: How do adaptations of contemporary literature function in German-language theater? Christian Kracht's Imperium and Édouard Louis' Im Herzen der Gewalt and two adaptations for German-language theater are examined in a narratological analysis. In the analysis, the dramatic text is understood as a narrative text, thus enabling a comparison across genre. This shows that the adaptations take up narrative techniques of the original texts and implement them productively. It also becomes apparent that the adaptations are specific inter-medial transformations and must be separated from other inter-medial adaptation processes. They are distinct products that share certain characteristics: A high degree of proximity to the original text, a plot taken from the novel, the authorial narrative instance, and discursive contemporary references.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Adaption Theater Roman Gegenwartsliteratur mediale Transformation Christian Kracht Édouard Louis Episierung epische Erzähltechniken
Schlagwörter
(Englisch)
Adaptation Novel theatre contemporary literature intermedial transformation Kracht Louis epic dramatic
Autor*innen
Tyll Leyh
Haupttitel (Deutsch)
"Ich saß da in der Empfindung, Mitspieler in einer Geschichte zu sein, die nicht meine war"
Hauptuntertitel (Deutsch)
mediale Transformationen von Gegenwartsliteratur am deutschsprachigen Theater untersucht anhand Christian Krachts "Imperium" und Édouard Louis' "Im Herzen der Gewalt"
Publikationsjahr
2022
Umfangsangabe
147 Seiten : Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Norbert Bachleitner
AC Nummer
AC16566689
Utheses ID
62908
Studienkennzahl
UA | 066 | 870 | |
