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Eine archäologische Netzwerkanalyse der dekorierten Glockenbecher-Keramik im west- und zentralmediterranen Raum
Lea Frank
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Urgeschichte und Historische Archäologie
Betreuer*in
Maria Ivanova-Bieg
DOI
10.25365/thesis.79460
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-25084.48538.930218-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Das ‚Glockenbecher-Phänomen' und dessen Ausbreitung in Europa, Nordafrika und dem Mittelmeerraum im 3. Jt. v.Chr. lassen wissenschaftliche Meinungen spalten; es gibt bis heute keinen Konsens in der Archäologie. Obwohl paläogenetische Studien besonders in den letzten Jahren einen erheblichen Einblick in die Mobilität von prähistorischen Menschen bewirkt haben, fehlen Vergleiche basierend auf materielle Hinterlassenschaften der Glockenbecher- Zeit, insbesondere in Hinblick auf den west- und zentralmediterranen Raum. Die Arbeit intendiert deshalb die Interkonnektivität, den Austausch von Ideen und Kontaktzonen von genetischem und archäologischem Resultat in eben diesem Raum mit Fokus auf die Inseln Sardinien, Sizilien und Mallorca mit einer archäologischen Netzwerkanalyse der dekorierten Glockenbecher-Keramik zu erforschen. Als Basis der Netzwerkanalyse wurden Elemente und Motive von 2282 glockenbecherzeitlichen Keramikscherben und -gefäßen aus 98 Fundorten erhoben, die eine neue Perspektive auf die Ausbreitung des ,Glockenbecher- Phänomens' bieten. Durch die Präsenz von glockenbecherzeitlichen Dekorationselementen/- motiven konnte das Ausmaß der Intensität des Austausches zwischen den Fundorten in einem Zeitraum von 1000 Jahren (2700 – 1700 v.Chr.) auf entwicklungsspezifische Übereinstimmungen und Diskrepanzen untersucht werden. Dies machte es möglich, Aussagen u.a. zur Entwicklung von starken Beziehungen zwischen Festland (Nordafrika, Südeuropa) und Sardinien wie Sizilien zu treffen, sowie genetische Studien mit den Netzwerkmodellen zu vergleichen und eine Verschiebung in der Zentralität von Regionen auszumachen. Die Resultate demonstrierten, dass die archäologische Netzwerkanalyse in dieser Hinsicht ein machtvolles Instrument zur Analyse und Interpretation von komplexen kulturellen Phänomenen, wie das ‚Glockenbecher-Phänomen', sein kann und großes Potential für zukünftige Forschung zeigt.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Glockenbecher maritime Netzwerke Netzwerkanalyse R Mittelmeer dekorierte Glockenbecher-Keramik
Schlagwörter
(Englisch)
Bell Beaker maritime networks network analysis R Mediterranean Bell Beaker Ceramic
Autor*innen
Lea Frank
Haupttitel (Deutsch)
Eine archäologische Netzwerkanalyse der dekorierten Glockenbecher-Keramik im west- und zentralmediterranen Raum
Paralleltitel (Englisch)
An archaeological network analysis of the decorated Bell Beaker Ceramic in the western and central Mediterranean
Publikationsjahr
2022
Umfangsangabe
ii, 277 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Maria Ivanova-Bieg
AC Nummer
AC16585494
Utheses ID
62977
Studienkennzahl
UA | 066 | 801 | |
