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Ernährungserhebungen in klinischen Studien - Grenzen und Möglichkeiten
Analyse anhand eines Praxisbeispiels
Anna Stangl
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Ernährungswissenschaften
Betreuer*in
Karin Schindler
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.71635
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11650.05763.408566-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Ernährungserhebungen sind ein wesentlicher Bestandteil von ernährungswissenschaftlichen und epidemiologischen Studien. Da es einen erwiesenen Zusammenhang zwischen Ernährung und Krankheiten gibt, sind sie aber auch in klinischen und pharmakologischen Studien relevant. Ziel dieser Masterarbeit ist es einen Überblick über Erhebungsmethoden zu geben, sowie deren praktische Anwendung zu analysieren. Dazu wurde das Freiburger Ernährungsprotokoll einer klinischen Studie ausgewertet sowie eine kleine Pilotstudie zur Portionsgrößenevaluierung mittels Fotodokumentation durchgeführt. Des Weiteren wurde ein Fragebogen zur praktischen Anwendung des Wiener Ernährungsprotokolls (WEP) analysiert. Unsere klinische Studie zeigt, dass die Energieaufnahme einzelner Personen von Woche zu Woche statistisch signifikant schwankt. Das Führen des WEP ist mit einem täglichen Zeitaufwand von 15-30 Minuten aufwendiger als in der Literatur angegeben. Die im WEP ermittelte Gesamtenergiezufuhr weicht nach Korrektur der Portionsgrößen nicht signifikant ab. Obwohl die Fettaufnahme nach der Korrektur leicht steigt, unterscheidet sich die Makronährsoff-Zusammensetzung nicht signifikant. Subjektiv haben die Studienteilnehmer- und teilnehmerinnen ihr Ernährungsverhalten nicht verändert, jedoch mehr über ihre Ernährung nachgedacht und „einfachere Speisen“ konsumiert. Unsere Ergebnisse zeigen, dass Ernährungsprotokolle vorsichtig zu interpretieren sind, da sowohl Fehlangaben als auch die „day-to-day variation“ zu Misreporting führen können. Wichtig ist es, einen Kompromiss zwischen Auswertungsaufwand und Belastung für die Studienteilnehmer und -teilnehmerinnen zu finden. Die Auswahl der richtigen Methode sollte an die Studienziele und finanziellen Ressourcen angepasst werden. Zusammenfassend stellt das Wiener Ernährungsprotokoll eine aussagekräftige Möglichkeit dar, um die Ernährung von Probanden und Probandinnen klinischer Studien zu erfassen. Die Integration und Weiterentwicklung moderner Technologien und elektronischer Erhebungsmethoden ist essenziell um schlussendlich eine effizientere Erfassung, Auswertung und Nutzerfreundlichkeit zu erreichen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Ernährungsprotokolle Ernährungserhebungen Wiener Ernährungsprotokoll Nährstoffzusammensetzung Energieaufnahme Portionsgrößen Misreporting
Autor*innen
Anna Stangl
Haupttitel (Deutsch)
Ernährungserhebungen in klinischen Studien - Grenzen und Möglichkeiten
Hauptuntertitel (Deutsch)
Analyse anhand eines Praxisbeispiels
Publikationsjahr
2022
Umfangsangabe
XII, 95 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Karin Schindler
Klassifikation
30 Naturwissenschaften allgemein > 30.00 Naturwissenschaften allgemein: Allgemeines
AC Nummer
AC16568707
Utheses ID
63080
Studienkennzahl
UA | 066 | 838 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1