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Das Risiko des Immobiliensektors in Bezug auf Geldwäsche
Hintergründe, Folgen und die Entwicklung von regulatorischen Maßnahmen der EU
Nadja Sophie Große
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Postgraduate Center
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Universitätslehrgang Europäisches u. Intern. Wirtschaftsrecht (LL.M.) [Vollzeit]
Betreuer*in
Josef Aicher
DOI
10.25365/thesis.71698
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11661.77161.501391-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Das Risiko, das von der Geldwäsche ausgehen kann, wurde bereits um das Jahr 1990 von der FATF erkannt und durch Empfehlungen ausgearbeitet. Darauf aufbauend wurde auch die EU tätig und veröffentlichte in den vergangenen Jahrzehnten mehrere Geldwäsche-Richtlinien. Die Erscheinungsformen und Ursprünge der Geldwäsche sind so vielfältig wie ihre Auswirkungen. So werden dadurch nicht nur die Stabilität und Integrität des Finanzmarktes, sondern auch die Lebensumstände von Privatpersonen negativ beeinflusst. Die Eignung eines bestimmten Sektors zum Missbrauch von Geldwäsche kann unterschiedlich ausgeprägt sein. Die Arbeit thematisiert die Immobilienbranche, die laut einigen internationalen und nationalen Studien ein besonderes Risiko bietet. Dies liegt in den hohen transferierten Beträgen, der Möglichkeit der Verschleierung des tatsächlichen Ursprungs oder der vergleichsweise geringen Verdachtsmeldungen begründet. Dass diese Auflistung nicht abschließend ist, wird durch die vorgestellten Geldwäschetypologien deutlich. Wie angedeutet, wurden auf EU-Ebene mehrere Maßnahmen in Kraft gesetzt. Ein Teil dieser stellen die Geldwäsche-Richtlinien dar, die von ihrem Beginn im Jahr 1991 bis zur derzeit gültigen Fassung aus dem Jahr 2018 einigen Änderungen unterworfen war. Insbesondere die Sorgfaltspflichten, der Vortatenkatalog und die Meldepflichten wurden neu eingeführt oder verändert. Lag der Fokus zu Beginn lediglich auf dem Drogenhandel und dessen Gefahr für den Finanzsektor, gehören heute auch Notare, Steuerberater, Rechtsanwälte oder Immobilienmakler zum Kreis der Verpflichteten. Das hat auch Auswirkungen auf die Geldwäsche im Immobiliensektor, für die neben den Immobilienmaklern auch die soeben genannten Berufsgruppen eine zentrale Rolle spielen. In ihren Nationalen Risikoanalysen arbeiten sowohl Österreich als auch Deutschland das nationale Risiko ihres Immobiliensektors zum Missbrauch von Geldwäschezwecken aus.
Abstract
(Englisch)
The risk that money laundering can pose was already recognized by the FATF around 1990 and elaborated through recommendations. Building on this, the EU also became active and published several money laundering guidelines in the past decades. The manifestations and origins of money laundering are as diverse as its effects. Thus, not only the stability and integrity of the financial market, but also the living conditions of private individuals. The suitability of a particular sector for money laundering abuse can vary. The paper focuses on the real estate sector which according to some international and national studies offers a particular risk. This is due to the high amounts transferred, the possibility of concealing the actual origin or the comparatively low number of suspicious activity reports. The fact that this list is not exhaustive is made clear by the money laundering typologies presented. As indicated, several measures have been enacted at the EU level. Part of these are the money laundering directives which have undergone several changes from their beginning in 1991 to the currently valid version of 2018. In particular, the due diligence obligations, the predicate offense catalogue and the reporting obligations were newly introduced or changed. While the focus at the beginning was only on drug trafficking and its danger for the financial sector, today notaries, tax advisors, lawyers or real estate agents also belong to the circle of obligated persons. This also has an impact on money laundering in the real estate sector, for which, in addition to real estate agents, the professional groups just mentioned also play a central role. In their National Risk Analyses, both Austria and Germany elaborate the national risk of their real estate sector for the misuse of money laundering purposes.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Geldwäsche Geldwäschebekämpfung EU Geldwäsche-Richtlinie
Schlagwörter
(Englisch)
Money laundering AML EU
Autor*innen
Nadja Sophie Große
Haupttitel (Deutsch)
Das Risiko des Immobiliensektors in Bezug auf Geldwäsche
Hauptuntertitel (Deutsch)
Hintergründe, Folgen und die Entwicklung von regulatorischen Maßnahmen der EU
Paralleltitel (Englisch)
The risk of the real estate sector in relation to money laundering
Paralleluntertitel (Englisch)
background, consequences and the development of regulatory EU measures
Publikationsjahr
2022
Umfangsangabe
10, 78 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Josef Aicher
AC Nummer
AC16584377
Utheses ID
63086
Studienkennzahl
UA | 992 | 548 | |
