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Auswirkungen von partnerschaftlichen Konflikten auf das kindliche Wohlbefinden
Geschwisterbeziehung als möglicher Moderator
Carolyn May
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Martina Zemp
DOI
10.25365/thesis.71758
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11698.08381.280898-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Theoretischer Hintergrund. Geschwisterbeziehungen gelten als längste Beziehungen und sind gekennzeichnet durch Wärme und Nähe, aber auch Konflikte. Dabei stehen sie in Verbindung mit partnerschaftlichen Konflikten und kindlichem Wohlbefinden. Insbesondere häufige und bedrohliche partnerschaftliche Konflikte können negative Auswirkungen auf das kindliche Wohlbefinden haben und zu emotionalen Problemen, als auch Verhaltensprobleme bei Kindern führen. Auch die Beziehung der Eltern kann sich in der Geschwisterbeziehung widerspiegeln. Aufgrund der bislang uneindeutigen Studienlage sollten im Rahmen der Masterarbeit die möglichen Wirkungsrichtungen anhand von längsschnittlichen Daten näher untersucht werden. Zusätzlich wurde ein möglicher moderierenden Effekt der Geschwisterbeziehungen auf den Zusammenhang von partnerschaftlichen Konflikten und kindlichem Wohlbefinden näher untersucht. Methode. Es wurden Selbstberichte von 20 älteren Geschwisterkindern zwischen 9 und 16 Jahren zu kindlichem Wohlbefinden, insbesondere emotionalen Problemen und Verhaltensproblemen, Geschwisterbeziehungen, mit den Charakteristiken Wärme/Nähe und Konflikte, und partnerschaftlichen Konflikten, insbesondere Häufigkeit und Bedrohlichkeit, zum ersten Ehrhebungszeitpunkt und drei Monate später analysiert. Ergebnisse. Weder häufige noch bedrohliche partnerschaftliche Konflikte konnten emotionale Probleme oder Verhaltensprobleme der älteren Kinder signifikant vorhersagen, noch Wärme/Nähe oder Konflikte in der Geschwisterbeziehung. Lediglich häufige partnerschaftliche Konflikte sagten mehr kindliche Verhaltensprobleme drei Monate später voraus. Zusätzlich konnte entgegen der angenommenen Hypothese gezeigt werden, dass Konflikte in der Geschwisterbeziehung weniger partnerschaftliche Konflikte drei Monate später voraussagten. Darüber hinaus zeigten Geschwisterbeziehungen keinen moderierenden Effekt auf den Zusammenhang von partnerschaftlichen Konflikten und kindlichem Wohlbefinden. Konklusion. Im Rahmen der Pilotstudie wurden erste mögliche längsschnittliche Wirkungsrichtungen in Österreich untersucht, sowie die Geschwisterbeziehung als Moderator herangezogen. Eine Ausweitung der Studie ist notwendig, um aussagekräftigere Ergebnisse zu erzielen. Im Zuge dessen sollten Interventions- und Präventionsprogramme frühzeitig eingreifen, um die Beziehungen innerhalb einer Familie zu unterstützen und Aufmerksamkeit darauf lenken.
Abstract
(Englisch)
Theoretical background. Sibling relationships are considered the longest existing relationships and are characterized by warmth and closeness, but also conflict. They are associated with partnership conflicts as well as child well-being. Especially frequent and threatening partnership conflicts can have negative effects on the child's well-being and lead to emotional problems as well as behavioral problems in children. However, the parents' relationship may also be reflected in the sibling relationship. Due to the ambiguous study situation, the master thesis will examine the possible directions of effects in more detail using longitudinal data. In addition, a possible moderating effect of sibling relationships on the relationship between partnership conflicts and child well-being will be examined in more detail. Method. Self-reports of 20 older siblings between 9 and 16 years of age on child well-being, especially emotional and behavioral problems, sibling relationships, with characteristics of warmth/closeness and conflict, and partnership conflict, especially frequency and threateningness, at the first survey time point and three months later were analyzed. Results. Neither frequent nor threatening partnership conflict significantly predicted emotional or behavioral problems, nor did it predict warmth/closeness or conflict in the relationship of siblings. Only frequent partnership conflict predicted more child behavior problems three months later. In addition, contrary to the hypothesized, sibling relationship conflict was shown to predict less partnership conflict three months later. Furthermore, sibling relationships showed no moderating effect on the association between partnership conflict and child well-being. Conclusion. The pilot study examined the first possible longitudinal directions of effect in Austria and used sibling relationships as a moderator. A replication of the present hypotheses with a larger, more heterogeneous sample would definitely be necessary to obtain more meaningful results. In the course of this, intervention and prevention programs should intervene early to support and draw attention to relationships within a family.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Geschwisterbeziehungen kindliches Wohlbefinden partnerschaftliche Konflikte Österreich
Schlagwörter
(Englisch)
Sibling relationships child well-being partnership conflict Austria
Autor*innen
Carolyn May
Haupttitel (Deutsch)
Auswirkungen von partnerschaftlichen Konflikten auf das kindliche Wohlbefinden
Hauptuntertitel (Deutsch)
Geschwisterbeziehung als möglicher Moderator
Publikationsjahr
2022
Umfangsangabe
107 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Martina Zemp
AC Nummer
AC16587589
Utheses ID
63110
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
