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Assessing the socio-economic role of remittances
a case study of migrants' families in the North West of Pakistan
Hamayun Khan
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Dr.-Studium der Philosophie (Dissertationsgebiet: Internationale Entwicklung)
Betreuer*in
Petra Dannecker
DOI
10.25365/thesis.72459
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-31389.68235.874888-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Migration ist nach wie vor ein wichtiger Aspekt in der Menschheitsgeschichte. Menschen migrieren aus unterschiedlichen Gründen von einem Ort zu einem anderen, was sich nicht nur auf die demografische Struktur von Gesellschaften auswirkt, sondern auch viele sozioökonomische und politische Veränderungen mit sich bringt, sowohl in den Herkunfts- als auch in den Zielländern. Der Migrationsprozess wird im Zuge der Globalisierung durch moderne Kommunikationsmittel weiter beschleunigt. In Pakistan setzte die Arbeitsmigration in Länder des Golf-Kooperationsrats (GKR) Mitte der 1970er-Jahre ein, und seither nahmen etwa zehn Millionen pakistanische Arbeitssuchende Beschäftigung im Ausland auf, vorrangig in Ländern des Nahen Ostens. Für Pakistan stellt die Arbeitsmigration eine bedeutende Quelle ausländischer Investitionen dar und die aus ihr resultierenden Rücküberweisungen waren stets ein vorrangiger Grund für die Auswanderung aus Pakistan. Die Rücküberweisungen nach Pakistan sind von einer Milliarde US-Dollar im Jahr 2001 auf 12 Milliarden US-Dollar im Jahr 2011 gestiegen. Jüngere Zahlen aus den Jahren 2020 und Mitte 2021 belegen den Anstieg der Rücküberweisungen auf 26,1 Milliarden US-Dollar. Neben wirtschaftlichen Vorteilen bringen steigende Rücküberweisungen auch Veränderungen im gesellschaftlichen Bereich mit sich, etwa in Geschlechterverhältnissen. Diese Studie beleuchtet die Rolle von Rücküberweisungen in der Veränderung von Geschlechterverhältnissen in zwei Union Councils (kleinste Verwaltungseinheit Pakistans) des Distrikts Abbottabad im Norden Pakistans. Obwohl Migration und Rücküberweisungen in der Mainstream-Literatur diskutiert werden, wurde der Distrikt Abbottabad im Norden Pakistans weitgehend vernachlässigt. Daher wurden für diese Untersuchung die Union Councils Malakpura und Nawansher des Distrikts Abbottabad ausgewählt. Im Distrikt Abbottabad fand von April 2016 bis Juli 2016 eine mehrmonatige Feldforschung statt, die sich mit den sich aufgrund von Migration und Rücküberweisungen verändernden Geschlechterverhältnissen auseinandersetzte. Als theoretischen Rahmen berücksichtigt die qualitative Erhebung Konzepte der Migration und Entwicklung sowie transnationaler Perspektiven. Die Auswirkungen der Rücküberweisungen wurden qualitativ entlang von drei unterschiedlichen, aber miteinander verbundenen Analyseebenen bewertet: wie Ehefrauen der Migranten die Rücküberweisungen erhalten, verwalten und investieren. Diese Ebenen werden reflektiert und sind in die gesamte Struktur dieser Studie eingebettet. Über diese Konzepte und Ebenen werden Geschlechterverhältnisse qualitativ analysiert. Die Datenauswertung belegt, dass der Prozess der Rücküberweisungen den sozialen Status und die Position der Frauen verbesserte, und deren Mobilität, Entscheidungsmacht und wirtschaftliche Teilhabe in den von Migranten zurückgelassenen Kern- und erweiterten Haushalten erhöhte. Die Untersuchung zeigt auf, dass trotz lokaler Normen hinsichtlich Geschlecht, Parda, ethnischer Zugehörigkeit, Haushaltsstruktur und politischem Einfluss, die Migration und Rücküberweisungen lokale Geschlechterverhältnisse allmählich verändern und die Möglichkeiten der Frauen erweitern. So haben etwa nach der Migration der Ehemänner und deren Rücküberweisungen sowie die durch diese initiierten Prozesse (wie eigene Bankkonten der Frauen) die Partizipation, Interaktion, Mobilität und Entscheidungsmacht von Frauen im Kern- und erweiterten Haushalt signifikant erhöht, und damit Geschlechterverhältnisse verändert und Frauen ermächtigt.
Abstract
(Englisch)
Migration has remained an important aspect in the history of humankind. People migrate from one place to another for various reasons, which not only affect the demographic structure of societies but also bring many socio-economic and political transformations in both origin and destination countries. The process of migration is further accelerated by globalization through modern means of communication. In Pakistan, labor migration to Gulf cooperation countries (GCC) started in the mid-1970s and since then, about 10 million Pakistani workers have gone abroad for employment, mainly to the Middle Eastern countries. Labor migration is a significant source of foreign investment for Pakistan and the resulted remittances have always been a major determinant for emigration from Pakistan. The remittances to Pakistan have increased from US $1 billion in 2001 to US $12 billion in 2011. The more recent figures of 2020 and mid-2021 show an increase in the remittances to US $26.1 billion. Apart from the economic benefits, these growing remittances are also brining about changes in the social arena such as gender relations. This study focuses on the role of remittances in changing gender relations in two union councils of district Abbottabad in the Northern Pakistan. While migration and remittances have been discussed in the mainstream literature, the district Abbottabad in Northern Pakistan has been largely neglected. Therefore, union councils Malakpura and Nawansher of district Abbottabad were selected for this study. A field research work stretched over several months from April 2016 to July 2016 was conducted in district Abbottabad, focusing on changing gender relations as a result of migration and remittances. The qualitative study adopted the theoretical framework based on concepts from migration and development, and transnational perspectives. The impact of remittances was qualitatively assessed through three different but interconnected analytical concepts of receiving, managing and investing of remittances by migrants’ wives. These concepts are reflected upon and are embedded in the whole structure of this study. Through these concepts and factors, gender relations are qualitatively analyzed such as the data analysis shows that the process of remittances improved women’s social status and positions, and increased their mobility, decision-making and economic participation in the left-behind nuclear and extended households of migrants. The study revealed that despite local norms of gender and purdah, ethnicity, household structure, and political influence, migration and remittances are gradually changing local gender relations and creating possibilities for women. For example, migration and remittances and the process initiated by these such as women’s bank accounts, mobility, decision-making, receiving, management of remittances and women’s economic committees have significantly increased women’s participation, interactions, mobility and decision-making in nuclear and extended households after migration, thus changing gender relations and empowered women.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Sozioökonomie Überweisungen Migrantenfamilien Nord-West-Pakistan Frauen
Schlagwörter
(Englisch)
Socio-Economic Remittances Migrants’ Families North West of Pakistan Women
Autor*innen
Hamayun Khan
Haupttitel (Englisch)
Assessing the socio-economic role of remittances
Hauptuntertitel (Englisch)
a case study of migrants' families in the North West of Pakistan
Paralleltitel (Deutsch)
Die Untersuchung der sozioökonomischen Rolle von Überweisungen
Paralleluntertitel (Deutsch)
eine Fallstudie über die Migrantenfamilien in Nord-West-Pakistan
Publikationsjahr
2022
Umfangsangabe
viii, 243 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*innen
Nicola Piper ,
Arab Naz
Klassifikation
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.00 Sozialwissenschaften allgemein: Allgemeines
AC Nummer
AC16657711
Utheses ID
63319
Studienkennzahl
UA | 792 | 278 | |
