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Mediierender Effekt von Alkoholkonsum auf die Impulsivität bei Personen mit Binge-Eating-Störung?
Cornelia Brandl
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Reinhold Jagsch
DOI
10.25365/thesis.71998
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-10010.81950.335671-5
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Hintergrund. Binge-Eating-Störung (BED) ist eine der häufigsten Essstörungen, die durch exzessive Nahrungsaufnahmen gekennzeichnet ist und von Kontrollverlustgefühlen begleitet wird. Damit verbunden ist eine Reihe von physischen, aber auch psychischen und sozialen Problemen, darunter auch Suchtverhalten und speziell der missbräuchliche Konsum von Alkohol. Studien zeigen eine Assoziation zwischen der Bewältigung negativer Emotionen, Alkoholkonsum und dem Konstrukt der Impulsivität, das auch bei Binge Eating eine wichtige Rolle spielt. Auch Unsicherheitsintoleranz (UI), die Tendenz, ungewisse Situationen als bedrohlich wahrzunehmen, ist in diesem Zusammenhang von großer Bedeutung. Methodik. Um den Einfluss von Alkoholkonsum auf Impulsivität und Unsicherheitsintoleranz bei Personen mit BED an der vorliegenden Stichprobe (N=182) zu erfassen, wurden Daten im Rahmen einer Online-Fragebogenstudie mittels Eating Disorder Examination Questionnaire (EDE-Q), Alcohol Use Disorders Identification Test (AUDIT-GM-AT), Unsicherheitsintoleranzskala-18 (UI-18) sowie der UPPS Impulsive Behavior Scale erfasst. Ergebnisse. Entgegen den Erwartungen war die Geschlechterverteilung in dieser Stichprobe nicht ausgeglichen. Es konnte auch kein vermehrter Alkoholkonsum bei Personen mit BED im Vergleich zu Gesunden festgestellt werden. Den Erwartungen entsprechend wiesen Personen mit BED in dieser Stichprobe signifikant höhere UI-Werte und Impulsivitätswerte im Vergleich zu Gesunden auf. Erwartungswidrig war, dass Personen mit BED und gleichzeitigem missbräuchlichen Alkoholkonsum gleich hohe Werte in Bezug auf Impulsivität sowie Unsicherheitsintoleranz wie Personen mit BED ohne gleichzeitigen missbräuchlichen Alkoholkonsum aufwiesen. Das Verhältnis zwischen UI und BED-Symptomatik wurde auf Basis der Ergebnisse dieser Stichprobe nicht durch Alkoholkonsum mediiert. Entgegen den Annahmen aufgrund bisherigerer Studienergebnisse war auch kein mediierender Effekt von Alkoholkonsum auf die Impulsivität bei Personen mit BED nachweisbar. Schlussfolgerungen. Die Erhebung mittels Online-Studie, nicht erfasste, eventuell vorliegende Komorbiditäten sowie die Zuordnung zur Essstörungsgruppe auf Basis von Ergebnissen der Fragebögen im Selbstbericht könnten neben dem Erhebungszeitraum ausschlaggebend für die Resultate sein. Weitere Untersuchungen an ausgeglichenen Stichproben sind nötig, um aussagekräftige Ergebnisse zu erzielen.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Binge Eating Disorder Essstörung Alkohol Alkoholmissbrauch Impulsivität Unsicherheitsintoleranz Coping Suchtverhalten
Autor*innen
Cornelia Brandl
Haupttitel (Deutsch)
Mediierender Effekt von Alkoholkonsum auf die Impulsivität bei Personen mit Binge-Eating-Störung?
Publikationsjahr
2022
Umfangsangabe
97 Seiten : Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Reinhold Jagsch
Klassifikation
77 Psychologie > 77.70 Klinische Psychologie
AC Nummer
AC16597377
Utheses ID
63320
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
