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Ist das Slippery Slope Framework auch auf den Sozialleistungsbetrug anwendbar?
Marianne Gonsa
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Erico Kirchler
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.71718
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-10814.81193.670770-8
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Der Fokus der wirtschaftspsychologischen Forschung lag bisher vor allem auf der Steuerhinterziehung. Zum Sozialleistungsbetrug gibt es bislang kaum Forschung und deshalb auch keine zugrunde liegenden Modelle, anhand derer Entscheidungen bezüglich der Bekämpfung von diesem getroffen werden können. Vorliegende Arbeit hat es sich zum Ziel gesetzt, auch dem Sozialleistungsbetrug ein Modell zugrunde zu legen, nämlich das Slippery Slope Framework (SSF) aus der Steuerpsychologie. Des Weiteren sollte untersucht werden, ob das SSF um die Steuer- sowie Sozialmoral erweitert werden kann. An der querschnittlichen Fragebogenstudie nahmen N = 305 Personen teil. Zur Testung der Hypothesen wurden zwei einfache lineare Regressionen und vier Mediationsanalysen durchgeführt. Für explorative Analysen wurden weitere einfache lineare Regressionen sowie t-Tests angewandt. Die Ergebnisse zeigten, dass das SSF auch auf den Sozialleistungsbetrug erfolgreich angewendet werden kann. Dies impliziert, dass sich politische Entscheidungsträger/-innen zukünftig an dem Modell orientieren können, um effektive Bekämpfungsmethoden abzuleiten. Des Weiteren wurde festgestellt, dass die Steuermoral und die Sozialmoral nur teilweise in das SSF aufgenommen werden können. Diese konnten den Zusammenhang zwischen dem Vertrauen zur Steuerbehörde/dem Sozialamt und der Steuerehrlichkeit/Sozialleistungsehrlichkeit erfolgreich mediieren. Kein Zusammenhang bestand jedoch zwischen der Steuermoral/Sozialmoral und der wahrgenommenen Macht der Steuerbehörde/des Sozialamtes. Erklärt werden könnte dies dadurch, dass der gewählte Ansatz eines linearen Zusammenhangs zu simpel war und es sich um einen quadratischen Zusammenhang handeln könnte. Dieser Aspekt sollte unter anderem in zukünftiger Forschung weiter untersucht werden.
Abstract
(Englisch)
So far the focus of research in economic psychology has been primarily on tax evasion. There has been hardly any research on benefit fraud and therefore no underlying models and effective countermeasures to be derived from them. This paper aims to provide a model for benefit fraud, namely the Slippery Slope Framework (SSF) from tax psychology. Furthermore, it should be investigated whether the SSF can be extended by tax morale, as well as benefit morale. N = 305 individuals participated in the cross-sectional questionnaire study. Two simple linear regressions and four mediation analyses were conducted to test the hypotheses. For exploratory analyses additional simple linear regressions as well as t-tests were used. The results showed that the SSF can be successfully applied to benefit fraud. This implies that policy makers can use the model as a guide in the future to derive effective control methods. Furthermore, it was found that tax morale and benefit morale can only be partially incorporated into the SSF. They could successfully mediate the relationship between trust in the tax authority/social welfare office and tax honesty/social benefit honesty. However, there was no relationship between tax honesty/social benefit honesty and the perceived power of the tax authority/social welfare office. This could be explained by the fact that the chosen approach of a linear relationship was too simplistic and it could be a quadratic relationship. This aspect, among others, should be further investigated in future research.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Steuerhinterziehung Steuermoral Sozialleistungsbetrug Sozialmoral Slippery Slope Framework
Schlagwörter
(Englisch)
tax evasion tax morale social benefit fraud benefit morale Slippery Slope Framework
Autor*innen
Marianne Gonsa
Haupttitel (Deutsch)
Ist das Slippery Slope Framework auch auf den Sozialleistungsbetrug anwendbar?
Publikationsjahr
2022
Umfangsangabe
59 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Erico Kirchler
Klassifikationen
77 Psychologie > 77.04 Ausbildung, Beruf, Organisationen ,
77 Psychologie > 77.61 Einstellung, Vorurteil, Beeinflussung ,
77 Psychologie > 77.63 Soziale Interaktion, Soziale Beziehungen ,
77 Psychologie > 77.93 Angewandte Psychologie
AC Nummer
AC16585588
Utheses ID
63338
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1