Detailansicht
Spielzeug und Geschlechterstereotype aus Sicht der Eltern
Paulina Lotte Döbl
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Barbara Schober
Mitbetreuer*in
Marlene Kollmayer
DOI
10.25365/thesis.71913
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11570.82940.575018-7
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Spielzeugauswahl von Eltern und deren Reaktionen auf das Spielverhalten ihrer Kinder tragen maßgeblich zur geschlechterstereotypen Sozialisation ihrer Kinder bei. Dies hat weitreichende Folgen auf Bildung, Interessen und Selbstwirksamkeitserwartungen der Kinder. Noch ist nicht erforscht, wie sich die Präferenzen von Eltern für Spielzeug genau bilden. Deshalb wurden in dieser Studie das Verhalten von Eltern und deren Einstellungen in Bezug auf elterliche Präferenzen für Spielzeuge erforscht. In der Befragung 328 deutschsprachiger Elternteile von drei- bis sechsjährigen Kindern wurde der Zusammenhang zwischen Präferenzen für Spielzeuge, Einstellungen zu Geschlechterrollen (NGRO), dem Geschlechtsrollenselbstkonzept (TMF), der Länge der Karenzzeit, sowie demographischen Merkmalen (Alter, Bildung, Geschlecht) untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass Eltern geschlechtsneutrale Spielzeuge für ihre Kinder stärker präferierten als geschlechterstereotype oder nicht geschlechterstereotype Spielzeuge. Traditionellere Geschlechterrolleneinstellungen der Eltern gingen nicht mit stärkeren Präferenzen für geschlechterstereotype Spielzeuge, aber mit stärkerer Ablehnung von nicht geschlechterstereotypen Spielzeugen einher. Das Alter der Eltern beeinflusste weder ihre Geschlechterrolleneinstellungen noch ihre Präferenzen für geschlechterstereotype Spielzeuge. Eltern mit niedrigerem Bildungsniveau hatten traditionellere Geschlechterrolleneinstellungen und stärkere Präferenzen für geschlechterstereotype Spielzeuge als Eltern mit höherem Bildungsniveau. Im Vergleich zu Eltern von Mädchen zeigten Eltern von Jungen nicht stärkere Präferenzen für geschlechterstereotype Spielzeuge. Väter zeigten nicht stärkere Präferenzen für geschlechterstereotype Spielzeuge und hatten traditionellere Geschlechterrolleneinstellungen als Mütter. Die Einstellung hinsichtlich Geschlechterrollen, Geschlechtsrollenselbstkonzept und die Inanspruchnahme der Elternzeiten standen nicht mit Präferenzen für geschlechterstereotype Spielzeuge in Verbindung. Die vorliegende Studie unterstreicht die Bedeutung der Erforschung von gleichzeitig, womöglich indirekt, wirkenden Aspekten der geschlechtsbezogenen Einstellungen und Verhaltensweisen der Eltern, um deren Weitergabe von Geschlechterstereotypen besser zu verstehen.
Abstract
(Englisch)
Parents' toy choices and reactions to their children's play behavior contribute significantly to their children's gender-stereotyped socialization. This has far-reaching consequences for children's education, interests, and self-efficacy expectations. Research has not yet been conducted on how exactly parents' preferences for toys are formed. Therefore, this study explored parents' behavior and attitudes regarding parental preferences for toys. In the survey of 328 German-speaking parents of three- to six-year-old children, the relationship between preferences for toys, gender role attitudes (NGRO), gender role self-concept (TMF), length of parental leave, and demographic characteristics (age, education, gender) was examined. Results show that parents preferred gender-neutral toys for their children more than gender-stereotyped or non-gender-stereotyped toys. More traditional gender role attitudes of parents were not associated with stronger preferences for gender-stereotypical toys, but with stronger rejection of non-gender-stereotypical toys. Parents' age did not influence their gender role attitudes or their preferences for gender-stereotyped toys. Parents with lower education levels had more traditional gender role attitudes and stronger preferences for gender-stereotypical toys than parents with higher education levels. Compared to parents of girls, parents of boys did not show stronger preferences for gender stereotypical toys. Fathers did not show stronger preferences for gender-stereotypical toys and had more traditional gender role attitudes than mothers. Attitudes regarding gender roles, gender role self-concept, and use of parental leave were not related to preferences for gender-stereotypical toys. These findings highlight the importance of exploring concurrent, possibly indirect, aspects of parents' gender-related attitudes and behaviors to better understand their transmission of gender stereotypes.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Elterliche Einstellungen Elterliches Verhalten Spielzeug Geschlechtsschema Geschlechterrollen
Schlagwörter
(Englisch)
Parental attitudes parental behavior toys gender schema gender roles
Autor*innen
Paulina Lotte Döbl
Haupttitel (Deutsch)
Spielzeug und Geschlechterstereotype aus Sicht der Eltern
Publikationsjahr
2022
Umfangsangabe
91 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Barbara Schober
Klassifikation
77 Psychologie > 77.62 Soziale Wahrnehmung, Attribution
AC Nummer
AC16594368
Utheses ID
63350
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
