Detailansicht
GENUG ESSEN - Pflegerische Intervention zur Vorbeugung von Mangelernährung bei älteren Patient*innen im Krankenhaus unter Einbezug des Advanced Nursing Process
Silvia Brunner
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Doktoratsstudium Sozialwissenschaften (Dissertationsgebiet: Pflegewissenschaft)
Betreuer*innen
Hanna Mayer ,
Maria Müller Staub
DOI
10.25365/thesis.79497
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-28334.83466.504122-3
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Einleitung. Mangelernährung betrifft 30-70% aller älteren Patient*innen im Krankenhaus. Risikofaktoren,
welche durch Pflegefachpersonal erkannt und minimiert werden können, fehlten.
Ziele und Forschungsfragen. Ziel war, eine komplexe pflegerische Intervention zu erarbeiten, um den
Ernährungszustand älterer Patient*innen im Krankenhaus zu optimieren. Dazu sollte eine
Risikopflegediagnose Gefahr einer Mangelernährung entwickelt werden.
Entsprechend dem Modell nach Corry et al. wurden fünf Forschungsfragen formuliert. Auf die
Forschungsfragen zu Ernährungszustand, wirksamen Interventionen, Risikofaktoren und Pflegebedürfnissen
folgt die Frage: Aus welchen Komponenten besteht eine Programmtheorie in Form eines prozessorientierten
Logikmodells zur Optimierung der Ernährung älterer Menschen im Krankenhaus?
Methode. Das Modell von Corry et al. diente als Grundlage für ein systematisches Vorgehen bei der
Entwicklung einer komplexen pflegerischen Intervention. Um das Corry-Modell anwenden zu können, wurde
ein Mixed-Method Design gewählt. Das Konzept des Advanced Nursing Process gab als fachliche Grundlage
übergeordnet die Evidenzebene und somit das Vorgehen zur Erarbeitung der Risikopflegediagnose vor.
Hauptergebnisse. Zu den pflegerelevanten Risikofaktoren der neu entwickelten Pflegediagnose gehören
beeinträchtigte Mundschleimhaut, Dysphagie und Selbstversorgungsdefizit. Das prozessorientierte
Logikmodell beinhaltet die Befähigung des Pflegepersonals, die Hauptverantwortung für den
Ernährungsprozess zu tragen, beginnend mit einem gezielten Ernährungsrisiko-Assessment zu Beginn der
Hospitalisation. Aufgabe des Krankenhauses als Institutition ist es, dem gesamten Behandlungsteam
Ressourcen für eine bedarfsgerechte Ernährung der Patient*innen zur Verfügung zu stellen. Als Auswirkung
(Impact) sollen die Patient*innen einen erhöhten Kalorien- und Proteinbedarfsdeckungsgrad erreichen, was
zu erhöhter Selbstversorgungsfähigkeit, verringerter Sturzrate und geringeren Behandlungskosten führen
könnte.
Abschlussdiskussion mit Beitrag zur Debatte im Kontext der Pflegewissenschaft. Es liegt im
Verantwortungsbereich der Pflegefachpersonen, die Gefahr der Mangelernährung älterer Patient*innen im
Krankenhaus zu erkennen und zu behandeln. Dazu wurde mittels multiperspektivischem Ansatz eine
komplexe pflegerische Intervention entwickelt, wobei die Haltung der Pflegeführung als Hauptkontextfaktor
gesehen wird.
Abstract
(Englisch)
Introduction. Malnutrition affects 30-70% of all elderly patients in a hospital. Risk factors that can be
recognised and minimised by nurses are missing.
Aims and research questions. The aim was to develop a complex nursing intervention to optimise the
nutritional status of elderly patients in a hospital. For this purpose, a risk nursing diagnosis of malnutrition
should be developed.
Five research questions were formulated according to the model of Corry et al. The research questions on
nutritional status, effective interventions, risk factors and nursing needs are followed by the question: What
are the components of a programme theory in the form of a process-oriented logic model to optimise nutrition
in older people in hospital?
Method. The model of Corry et al. served as the basis for a systematic approach to developing a complex
nursing intervention. To be able to apply the Corry model, a mixed-method design was chosen. The concept
of the Advanced Nursing Process, as a knowledge-base, provided suggestions for the level of evidence and
thus the procedure for developing the risk nursing diagnosis.
Main results. The nursing-relevant risk factors of the newly developed nursing diagnosis include impaired oral
mucosa, dysphagia and self-care deficit. The process-oriented logic model includes empowering nurses to
take primary responsibility for the nutrition process, starting with a targeted nutrition risk assessment at the
beginning of hospitalisation. The task of the hospital as an institution is to provide the entire treatment team
with resources for the needs-based nutrition of the patients. As an impact, the patients should achieve an
increased calorie and protein requirement coverage, leading to increased self-care ability, reduced fall rates
and lower treatment costs.
Final discussion with the contribution to the debate in the context of nursing science. It is the
responsibility of nurses to recognise and treat the risk of malnutrition in older patients in hospital. A complex
nursing intervention was developed using a multi-perspective approach, whereby the attitude of the nursing
management is seen as the main contextual factor.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Gefahr der Mangelernährung ältere Menschen Krankenhaus komplexe pflegerische Intervention Logikmodell
Mixed Method Design
Schlagwörter
(Englisch)
Risk of malnutrition older patients Hospital Complex nursing intervention Logic model Mixed Method design
Autor*innen
Silvia Brunner
Haupttitel (Deutsch)
GENUG ESSEN - Pflegerische Intervention zur Vorbeugung von Mangelernährung bei älteren Patient*innen im Krankenhaus unter Einbezug des Advanced Nursing Process
Publikationsjahr
2022
Umfangsangabe
147 Seiten : Illustrationen, Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Christa Lohrmann ,
Maja Zumstein-Shaha
Klassifikationen
44 Medizin > 44.17 Stationäres Gesundheitswesen, Krankenhauswesen ,
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.03 Methoden, Techniken und Organisation der sozialwissenschaftlichen Forschung
AC Nummer
AC16671446
Utheses ID
63556
Studienkennzahl
UA | 796 | 310 | 204 |
