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The internal social composition of the target state as a driver of proxy relationships
the case of the North Yemen civil war (1962-1970)
Foteini Zarogianni
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Postgraduate Center
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Universitätslehrgang für Internationale Studien (M.A.I.S.-Lg)
Betreuer*in
Markus Kornprobst
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.71964
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-27344.05694.568687-3
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Zuerst soll festgehalten werden, dass, obwohl bereits Fortschritte in den letzten 20 Jahren bezüglich der Literatur, die sich mit internationalen Beziehungen und insbesondere Stellvertreterkriegen befasst, verzeichnet werden, so bleiben dennoch einige Aspekte unerforscht. Dies betrifft vor allem die Beziehung zwischen der inneren sozialen Zusammensetzung des Zielstaates und der daraus resultierenden Identität potenzieller Stellvertrerstaaten und die Etablierung von Stellvertreter-Beziehungen. Um diesen Aspekt zu beleuchten wird in dieser Arbeit eine sozialkonstruktivistische Theorie angewandt, welche die wesentliche Rolle von Identitäten hervorhebt, verschiedenen Akteuren im Staat Handlungsfähigkeit zugesteht – jedoch nicht nach Weber konzipiert ist – und es werden die Dynamiken von Stellvertreter-Beziehungen erweitert, dabei wird über Realismus-, Staats-, und sponsorbasierte Ansätze hinausgegangen. Indem das Konzept einer fragmentierten Gesellschaft - wobei sowohl geringe als auch gravierend Zersplitterungen einbezogen werden - entlang einer ethnischen, stammesbezogenen, religiösen, clanbezogener oder anderen Linie, skizziert wird, argumentiert diese Arbeit, dass solche Gesellschaften mehrere Zentren von Macht und Identitäten beherbergen. Insbesondere bei den Identitäten ist ihrerseits ein komplexes Geflecht aus konkurrierenden und/oder gleichgerichteten Interessen zu beobachten, dies schafft einen fruchtbaren Boden für interne und externe Manipulationen, wobei im letzteren Fall auch Stellvertreter-Beziehungen bestehen. Darüber hinaus stellt diese Arbeit fest, dass Gesellschaften, deren Fragmentierung vordergründig auf Stammesgrenzen beruht, tendenziell anfälliger für die Entstehung von Stellvertreterkriegen sind. Genauer gesagt ist es die soziale Dynamik in solchen Gesellschaften, dies inkludiert insbesondere die Rolle der Stämme als sozialpolitische Akteure, die Beziehung zwischen dem Staat und den Stämmen, die tiefen Klüfte zwischen und innerhalb von Stämmen, sowie alle Angelegenheiten, die sich aus der Stammesidentität ergeben. All dies fördert die Nachfrage von Stellvertreter-Beziehungen und heizt gleichzeitig das Angebot an potentiellen Unterstützern an, die primär an der Ausbeutung solcher sozialen Dynamiken interessiert sind, sowie an der Gewährleistung von Effektivität und idealerweise Abstreitbarkeit für sich beanspruchen zu suchen. In dieser Arbeit wird die Hypothese durch eine qualitative Fallstudie getestet, genauer gesagt wird hierbei der Bürgerkrieg in Nordjemen in den 1960er Jahren herangezogen, welcher in den späten 1950er bis 1970 als Schlachtfeld für den Stellvertreterkrieg zwischen Ägypten und Saudi-Arabien benutzt wurde. Durch die hier durchgeführte Fallstudie wurde die der Arbeit zugrundelegte Hypothese verifiziert, während gleichzeitig auf besonders interessante Richtungen für eingehendere Forschungen über die soziale Dynamik des Zielstaates hinsichtlich Stellvertreterkriege, hingewiesen wird.
Abstract
(Englisch)
Despite the progress of International Relations literature on proxy warfare of the past 20 years, numerous of its angles remain unexplored. One of the most prominent ones is the relation between the internal social composition of the target state, and the identity of potential proxies this ensues, and the establishment of proxy relationships. Delving into this question, this thesis applies a social constructivist theoretical framework that stresses upon identities’ quintessential role, recognises agency to various actors within states conceptualised as non-Weberian, and expands the dynamics of proxy relationships, taking them beyond realism-, state-, and sponsor-biased approaches. By conceptualising the concept of a fragmented, simply or deeply, society along ethnic, tribal, religious, clan, or other lines, this thesis argues that such societies, particularly the deeply fragmented ones, are home to various foci of power and identity. On their part, the latter correspond to a complex web of competing and/or aligning interests, creating fertile ground for internal and external manipulation, with proxy relationships included in the latter case. Adding to this, deeply fragmented societies where fragmentation exists mainly on tribal lines are argued to be even more prone to proxy warfare. More precisely, the social dynamics there, that is, the role of tribes as key socio-political actors, the nature of state-tribe relations, the numerous inter- and intra-tribal cleavages, and all issues stemming from tribal identity, breed demand for proxy relationships. At the same time, they fuel supply on behalf of potential sponsors whose choice of proxies rests upon the exploitation of such fragmented environments, as well as on ensuring effectiveness and, ideally, deniability. This thesis tests its hypothesis via a qualitative case study, namely the North Yemen Civil war of the 1960s, which served as the battleground of the proxy war between Egypt and Saudi Arabia in the late 1950s up to 1970. The case study examined proves this thesis’s hypotheses right, while pointing to particularly interesting directions for further research concerning the social dynamics of the target state of proxy warfare, as well as for ameliorated and more informed proxy warfare-related policymaking.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Stellvertreterkrieg Proxy Sponsor Sozialkonstruktivismus Ziegersekschaften Stämme Identitäat Stammesidentität soziele Fragmentierung starke Fragmentierung
Schlagwörter
(Englisch)
proxy warfare proxy sponsor target state proxy relationship tribes tribal identity internal social composition social constructivism identity international relations Yemen North Yemen societal fragmentation deep fragmentation societal fragmentation spectrum
Autor*innen
Foteini Zarogianni
Haupttitel (Englisch)
The internal social composition of the target state as a driver of proxy relationships
Hauptuntertitel (Englisch)
the case of the North Yemen civil war (1962-1970)
Publikationsjahr
2022
Umfangsangabe
XII, 90 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Markus Kornprobst
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.06 Politische Geschichte ,
15 Geschichte > 15.76 Vorderer und mittlerer Orient ,
89 Politologie > 89.03 Theorie und Methoden der Politologie ,
89 Politologie > 89.40 Innere Beziehungen des Staates: Allgemeines ,
89 Politologie > 89.75 Internationale Konflikte: Allgemeines ,
89 Politologie > 89.79 Internationale Konflikte: Sonstiges ,
89 Politologie > 89.90 Außenpolitik, Internationale Politik
AC Nummer
AC16596432
Utheses ID
63775
Studienkennzahl
UA | 992 | 940 | |
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