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Untersuchung der Speikbodenvegetation der Gesäuseberge hinsichtlich Veränderung über einen Zeitraum von 32 Jahren
Matthias Kaul
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Naturschutz und Biodiversitätsmanagement
Betreuer*in
Josef Greimler
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.72055
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-18181.18245.396971-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Speikböden der Gesäuseberge stellen Verebnungen in gipfelnahen Bereichen mit tiefgründigen und versauerten Böden dar, auf welchen sich für das Kalkgebirge untypische Pflanzenarten der Silikatrasen angesiedelt haben. Nachdem diese im Jahr 1988 im Zuge einer Dissertation untersucht und beschrieben wurden und seither der Druck des Klimawandels auf die natürliche Vegetation erheblich gestiegen ist, wurde diese Untersuchung im Jahr 2020 wiederholt. Angesichts dessen, dass Untersuchungen zur alpinen Vegetation meist zwischen kalk- und silikatreichem Untergrund differenzieren, stellen diese sauren Rasen auf Kalkgestein eine Besonderheit dar. Ziel der Untersuchung war es, Änderungen in der Artenzusammensetzung in den 32 Jahren zwischen den Erhebungen zu analysieren und mögliche Trends festzustellen. Die Aufnahmen erfolgten nach Braun-Blanquet, die Daten wurden mittels TWINSPAN, PCA und Analyse der Ellenberg-Zeigerwerte auf Unterschiede überprüft. Die Ergebnisse zeigen, dass die Relokalisierung der 1 m² Plots ein erhebliches Problem darstellte, die Artenzahl sank geringfügig von 105 auf 102 Arten, die Untersuchung der syntaxonomischen Gruppen weist auf eine Stabilisierung der zwei größten Gruppen des Seslerio-Semperviretums und der Agrostis rupestris-Gesellschaft hin und die Zeigerwerte zeigen bei Gewichtung durch die Frequenz der Arten erhöhte Temperatur-, Nährstoff- und Kontinentalitätswerte auf. Durch die Konstanz sowohl in Artenzahl als auch in Zusammensetzung der syntaxonomischen Gruppen scheinen die Speikböden aktuell beständig, bezogen auf die Zeigerwerte lassen sich jedoch erste Einflüsse sich ändernder Umweltparameter nachweisen.
Abstract
(Englisch)
The Speikböden in the Gesäuse-Mountains are nearly plain areas near summits with deep and low-pH soils which host typical plant species of alpine siliceous grasslands, in contrast to the surrounding calcerous area. As these grasslands were assessed during the work for a dissertation in the year 1988 und climate change has progressed significantly in the meantime, the vegetation survey was repeated in the year 2020. While most studies concerning alpine vegetation focus on either calcerous or siliceous areas, the Speikböden appear to be a specialty, being acidic in a calcerous mountain range. Goal of the study was to analyze changes in species composition during the 32 years between the surveys and look for possible trends. The vegetation survey was carried out using the Braun-Blanquet-Method, data was examined using TWINSPAN, PCA and analysis of Ellenberg indicator values. Results showed, that relocation of the 1 m² plots appeared to be problematic. The number of taxa declined slightly form 105 to 102 species, syntaxonomic communities showed stability regarding the two main groups of Seslerio-Semperviretum and the Agrostis rupestris-community and indicator values for temperatur, humidity and nutrients show a slight increase. As number of taxa and compostion of syntaxonomic communities appear rather constant, the Speikböden seem to be stable at the moment but regarding indicator values first impacts of changing environmental factors can be shown.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Vegetationsanalyse Nationalpark Gesäuse Speikboden
Autor*innen
Matthias Kaul
Haupttitel (Deutsch)
Untersuchung der Speikbodenvegetation der Gesäuseberge hinsichtlich Veränderung über einen Zeitraum von 32 Jahren
Publikationsjahr
2022
Umfangsangabe
85 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Josef Greimler
Klassifikationen
42 Biologie > 42.38 Botanik: Allgemeines ,
42 Biologie > 42.44 Pflanzengeographie, Pflanzenökologie, Pflanzensoziologie ,
43 Umweltforschung > 43.00 Umweltforschung, Umweltschutz: Allgemeines
AC Nummer
AC16598393
Utheses ID
63956
Studienkennzahl
UA | 066 | 879 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1