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To help or not to help?
reporting on femicide and its influence on bystander behaviour
Julia Martin
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Communication Science
Betreuer*in
Hajo Boomgaarden
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.72268
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-20509.14269.539714-9
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Femizid stellt ein wichtiges Problem der heutigen Gesellschaft dar. Aufgrund dessen müssen Maßnahmen zur Prävention von Femiziden gefunden und ergriffen werden. Einen vielversprechenden Ansatz dafür bildet die Förderung von Bystander-Interventions-Verhalten in Situationen von Partnerschaftsgewalt gegen Frauen mit Hilfe von Medienberichterstattung. Diese Masterarbeit war folglich daran interessiert zu untersuchen, ob – anhand des Bystander-Interventions-Model von Latané und Darley (1970) – Medienberichterstattung über Femizid, die Hinweise zur Förderung von Bystander-Intervention mit einer gleichzeitigen Reduktion potentieller Störfaktoren enthält, die Bereitschaft von Teilnehmer:innen erhöhen könnte, in Situation von Partnergewalt einzugreifen, verglichen mit Medienberichterstattung, die potentielle Störfaktoren nicht reduziert oder solcher, die keine Hinweise enthält. Des Weiteren wurden Geschlecht, Einstellung und Bewusstsein gegenüber Femizid und Partnerschaftsgewalt sowie Selbstwirksamkeit als moderierende Faktoren in die Forschung miteinbezogen, um interindividuellen Unterschieden Rechnung zu tragen. Zur Untersuchung des Forschungsinteresses wurde eine Experimentalstudie durchgeführt. Die Ergebnisse konnten keine signifikanten Effekte der Medienberichterstattung auf die Bereitschaft der Teilnehmer:innen, in Partnergewaltsituationen einzugreifen, zeigen, was im Widerspruch zu vorherigen theoretischen Annahmen steht. Zudem konnte nur ein signifikanter Interaktionseffekt von Bewusstsein gegenüber Femizid und Partnerschaftsgewalt gefunden werden, alle anderen Moderationen waren nicht signifikant. Explorative Analysen zeigten jedoch einen signifikanten Moderationseffekt von sozialer Erwünschtheit und signifikante direkte Effekte der Moderatorvariablen auf die Bereitschaft der Teilnehmer:innen, einzugreifen. Theoretische Implikationen und weitere Forschungsansätze werden diskutiert.
Abstract
(Englisch)
Femicide is a serious problem of today’s society. Therefore, measures for its prevention have to be taken. One promising approach for this lies in fostering the intervention of bystanders in situations of intimate partner violence against women with the help of media reporting. Consequently, drawing from the bystander intervention model by Latané and Darley (1970), this thesis was interested in whether media coverage on femicide, containing cues to foster bystander intervention while reducing potential interfering processes, could increase participants’ willingness to help in cases of intimate partner violence, compared to reporting containing bystander cues without simultaneous reduction of the interfering processes, and coverage without any cues. Furthermore, gender, attitudes and awareness towards intimate partner violence and femicide, as well as self-efficacy were included into the research as moderating factors, to account for interindividual differences. An experimental study was conducted, in order to investigate the research interest. Results showed no significant effects of the reporting on participants’ willingness to help in a case of intimate partner violence, contrary to previous theoretical assumptions. Furthermore, only a significant interaction effect of awareness could be obtained, all other moderations did not show significant results. However, exploratory analyses showed a significant moderation effect of social desirability and significant direct effects of the moderator variables on participants’ willingness to help. Theoretical implications and further research directions are being discussed and proposed.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Femizid Partnerschaftsgewalt Gewalt gegen Frauen Bystander Intervention Medienwirkung
Schlagwörter
(Englisch)
femicide intimate partner violence violence against women bystander intervention media effects
Autor*innen
Julia Martin
Haupttitel (Englisch)
To help or not to help?
Hauptuntertitel (Englisch)
reporting on femicide and its influence on bystander behaviour
Paralleltitel (Deutsch)
Helfen oder nicht helfen?
Paralleluntertitel (Deutsch)
Femizidberichterstattung und deren Auswirkungen auf Bystander-Verhalten
Publikationsjahr
2022
Umfangsangabe
91 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Hajo Boomgaarden
Klassifikation
05 Kommunikationswissenschaft > 05.99 Kommunikationswissenschaft: Sonstiges
AC Nummer
AC16608401
Utheses ID
63989
Studienkennzahl
UA | 066 | 550 | |
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