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Courtesy Stigma und Autismus - schützt dispositionelle Achtsamkeit die Eltern eines autistischen Kindes vor psychischer Belastung?
Lisa Pöck
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Reinhold Jagsch
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.72590
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-25585.34410.468379-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Hintergrund. Personen mit Autismus-Spektrum-Störung werden im alltäglichen Leben häufig mit Stigmatisierung konfrontiert, die auch Auswirkungen auf das nähere Umfeld haben kann. Wahrgenommenes Courtesy Stigma, die Stigmatisierung von Angehörigen, kann eine große Herausforderung für die Eltern autistischer Kinder bedeuten und sich negativ auf die psychische Gesundheit auswirken. Das Ziel dieser Studie bestand darin, die Auswirkungen von Courtesy Stigma auf die subjektive Lebenszufriedenheit, psychische Belastung und die wahrgenommene Belastung durch die Betreuung eines autistischen Kindes auf die Eltern zu untersuchen. Außerdem sollte herausgefunden werden, ob dispositionelle Achtsamkeit diese Zusammenhänge moderiert und einen protektiven Faktor für Courtesy Stigma darstellt. Methodik. Es handelte sich um eine Querschnittstudie, bei der die Datenerhebung in Form einer Online-Befragung erfolgte. Zur Erfassung der interessierenden Konstrukte kamen die Satisfaction with Life Scale (SWLS), der Freiburger Fragebogen zur Achtsamkeit (FFA), die Perceived Courtesy Stigma Scale (PCSS), das Zarit Burden Interview (ZBI) und das Brief Symptom Inventory (BSI-18) zum Einsatz. Ergebnisse. Die finale Stichprobe umfasste 251 Eltern autistischer Kinder aus dem deutschsprachigen Raum. In der vorliegenden Studie unterschieden sich die Eltern mit höherem Alter nicht von den Eltern mit niedrigerem Alter hinsichtlich der interessierenden Konstrukte. In Bezug auf den Bildungsgrad konnte herausgefunden werden, dass sich die Eltern mit einem höheren Bildungsabschluss signifikant stärker durch die Betreuung ihres Kindes belastet fühlen. Die Eltern mit einem höheren Ausmaß an wahrgenommenem Courtesy Stigma wiesen eine signifikant niedrigere subjektive Lebenszufriedenheit, eine höhere psychische Belastung sowie eine höhere Belastung durch die Betreuung ihres autistischen Kindes auf. Dispositionelle Achtsamkeit moderierte diese Zusammenhänge signifikant, stellte jedoch nur in Bezug auf die subjektive Lebenszufriedenheit und die psychische Belastung einen protektiven Faktor für Courtesy Stigma dar. Schlussfolgerungen. Wahrgenommenes Courtesy Stigma stellt einen Risikofaktor für die Entstehung einer psychischen Erkrankung bei Eltern autistischer Kinder dar. Achtsamkeitsbasierte Interventionen könnten dabei helfen, die psychische Gesundheit zu fördern und so gleichzeitig das Lebensumfeld und die Entwicklung der Kinder positiv zu beeinflussen.
Abstract
(Englisch)
Background. Individuals with Autism-Spectrum-Disorder often face stigmatization in their everyday lives, which can also affect those close to them. Perceived Courtesy Stigma, the stigmatization of associated people, can be very challenging for parents of autistic children and can have a negative impact on mental health. The purpose of this study was to examine the impact of Courtesy Stigma on subjective life satisfaction, psychological distress, and the perceived burden of caring for an autistic child on parents. Another goal was to determine whether dispositional mindfulness moderates these associations and protects against Courtesy Stigma. Methods. Cross-sectional questionnaire data were collected through an online survey, including the Satisfaction with Life Scale (SWLS), the Freiburg Mindfulness Questionnaire (FFA), the Perceived Courtesy Stigma Scale (PCSS), the Zarit Burden Interview and the Brief Symptom Inventory (BSI-18). Results. The final sample included 251 parents of autistic children from German-speaking countries. In the present study, parents with higher age did not differ from parents with lower age. In terms of educational attainment, it was found that parents with higher educational attainment felt significantly more burdened by caring for their child. Parents with higher levels of perceived Courtesy Stigma showed significantly lower subjective life satisfaction, higher psychological distress, and higher burden of caring for their autistic child. Dispositional mindfulness significantly moderated these associations but only protected against Courtesy Stigma in relation to subjective life satisfaction and psychological distress. Conclusions. Perceived Courtesy Stigma puts parents of autistic children at higher risk for mental illness. Mindfulness-based interventions may help promote mental health while positively impacting the children´s environment and development.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Courtesy Stigma Autismus Eltern autistischer Kinder Lebenszufriedenheit psychische Belastung Belastung durch die Betreuung dispositionelle Achtsamkeit
Schlagwörter
(Englisch)
Courtesy Stigma Autism Parents of autistic children Life Satisfaction Psychological distress Caregiving burden Dispositional mindfulness
Autor*innen
Lisa Pöck
Haupttitel (Deutsch)
Courtesy Stigma und Autismus - schützt dispositionelle Achtsamkeit die Eltern eines autistischen Kindes vor psychischer Belastung?
Publikationsjahr
2022
Umfangsangabe
74 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Reinhold Jagsch
Klassifikation
77 Psychologie > 77.70 Klinische Psychologie
AC Nummer
AC16673373
Utheses ID
64050
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
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